Weitere Vorstellungsrunde

Da mein Blog-Mentor entschlossen hat sich vorzustellen, möchte ich mich doch gerne anschliessen. Nicht zuletzt um im Bloggen mehr Übung zu erhalten.

Mein Werdegang sieht so aus, dass ich mich schon in der Kindheit sehr für die Natur interessiert habe. Dazu hat sich das Baselbiet sehr gut geeignet. Ich bin in Reinach (BL) aufgewachsen und zur Schule gegangen. An den Sonntagen hat es dann geheissen; „Wanderschuhe montieren, Rucksack an den Rücken und ab die Post, Wandern“. Die Grosseltern waren immer stark daran Interessiert, dass sie mir viel Natur wissen mitgeben können. Dafür bin ich heute noch dankbar.

Als ich später an einem Jungornithologen- Kurs teilnehmen konnte, hat es mich dann komplett erwischt. Im Natur- und Vogelschutzverein  Aesch -Pfeffingen wurde ich zu dem sehr gefördert, indem sie mich an allen Regionalen-, Kantonalen- und Schweizerischen Anlässen und Kursen mitgenommen haben. Als ich dann Alt genug war (laut Statuten), wurde ich in den Vorstand gewählt.

Meine Lehre als Landschaftsgärtnerin, in der Stadtgärtnerei und Friedhöfe Basel brachte mich auch der Pflanzenwelt um einiges näher.  Die Weiterentwicklung in der naturnahen Gestaltung und die alten Baumbestände in den meisten Basler Parks , insbesondere den Kannenfeldpark,  fördert ungemein die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren.

Seit Dezember 2001 wohne ich nun in Schlossrued. Bald darauf wurde ich angefragt im Natur- und Vogelschutzverein Rued Vorstand mitzuwirken. Das hat mir immer sehr spass gemacht.

Vor ein paar Jahren hat es mich noch mal gepackt den Feldornithologie-Kurs zu machen. War happig aber super lehrreich. Ist für jeden nur zu empfehlen. Beim Birdlife Aargau oder Birdlife Schweiz gibt es immer sehr tolle Vorträge oder Kurse für jeden Mann und jede Frau. Zum Üben oder nachschauen eignet sich hervorragend das Biofotoquiz.

Da ich mich nun Beruflich umorientiere, möchte ich mich nun aus dem Vorstand zurückziehen. Es war eine schöne Zeit und empfehle es jedem weiter. Es ist wirklich jeder herzlich willkommen. Sei es an  einem Anlass oder bei einer Mitarbeit im Vorstand.

An meine Vorstandskollegen! Vielen Dank für eure Mit- und Zusammenarbeit in den letzten Jahren.

Ich wünsche dem Natur- und Vogelschutzverein Rued alles Gute und viel Freude weiterhin.

 

 

 

 

 

 

 

Wir suchen Vorstandsmitglieder und haben eine neue Bloggerin …

… unsere noch Präsidentin hat richtig Spass am Bloggen. Hoffentlich bleibt es ihr lange erhalten. Bitte habt aber etwas Geduld, bis alles richtig funktionniert.

Selbst habe ich mich auch in neue Gefielde vorgewagt. Ruedmilan ist gehostet und gesponsert von martischweiz – nebst „Philosoph“ der zweite Übername in Schul- und Jugendzeit. Vermutlich hat zu dieser Zeit mein Seklehrer mich für die Natur begeistern können. Finanz, IT, Organisation, Personalwesen und die Um- und Mitwelt hat mich seither beruflich immer begleitet. Und abgeschlossen habe ich in Marketing. Vermutlich dem breiten Horizont dazu verurteilt worden. Danke an den Lehrmeister Boe.

Natur hat mich zeitlebens interessiert. Aber ich habe immer noch nicht herausgefunden, wieso es Natur- und Vogelschutzverein Rued heisst. Gehören Vögel nicht auch zur Natur? Na ja, nebst Finanzen habe ich der Natur die verschiedensten Getränke abgerungen. In der Stifte „brennen“ gelernt, dann Herstellung von Bier, Getränke aus Johannisbeeren etc. in den Gattungen Wein, Likör mit natürlicher Vergärung bis 17.5 Vol% – das ist Rekord verdächtig – und Chlepfmost nach der Methode von Dom Perignon. Zwei Jahrzehnte war ich Weinbauer und besass den grössten Weinberg in Langenthal – und eine 25 Meter lange Chasselatrebe die rund 100Oe produzierte. Vor Jahrzehnten habe ich mich sogar mal zum Süssmoster ausbilden lassen.

Meine Gärten sehen immer etwas eigenwillig aus, aber man fühlt sich darin wohl. Es sind sowas wie Naturgärten. Am besten gelingen mir immer Unkräuter und deshalb habe ich gelernt, dass man einen grossen Teil dieser Pflanzen nutzbringend verwenden kann. Zeit, wieder eine Tasse Unkrauttee einzuschenken. Herausgepützelte Gärten, das ist nichts für mich. Ich liebe die wilde, ursprünglich Natur. Und Neophyten vieler Arten. Vermutlich machen wir im 2016 einen Anlass, wo wir voller Genuss Neophyten verspeisen. Ja, es gibt sogar solche, die man nicht brennen aber verbrennen kann. Beobachter-Lesen wissen, dass“ nur eine Rauchfahne die Szene noch hoch hält: die Pfeifen- und Zigarren-Aficionados“. Sorry, aber so hat doch jeder sein genüssliches Laster.

Mein zweites Nachdiplomstudium ist auch schon zwanzig Jahre her – Umweltmanagement. Einer der Ersten, der in Finanzen geumweltet hat. Nun gehört das zum Allgemeingut und es lässt leider oft zu wünschen übrig, was heute so alles angeboten wird. Zuweilen muss man gar skeptisch sein, was heute in Umweltsachen so alles gepredigt wird … oft, damit unsäglich viel Subventionsgeld fliesst, das oft „falsch verlocht“ wird.

Ein „wunderschönes“ Beispiel – bitte beachten sie, dass ich oft ironisch schreibe, auch wenn die meisten das nicht bemerken – ist in unserer Umgebung – die SMDK, Sondermüll-Deponie in Kölliken. Auf meiner Velo-Trainingsstrecke Bern-Zürich-Bern sind wir oft noch an der Tongrube vorbeigefahren. Drei Wochen alt ist das Magazin Altlasten mit einem geschichtlichen Überblick alt. Alles schon überholt. Kölliken scheint wirklich ein Fass ohne Boden zu sein.

Vielleicht auch ein Grund, weshalb wir uns in Zukunft vermehrt mit dem Naturschutz befassen sollten. Es wäre schön, wenn wir unsere begnadete Vogel- und Naturschutzkennerin  auch in den nächsten Jahren für Exkursionen gewinnen können. Katharina Lüthi hat demissioniert. Ihr gebürt ein ganz herzliches Dankeschön, was sie in all den Jahren für unseren Verein geleistet hat.

Wer hat Lust, unseren Vorstand „aufzustocken“.. Es freut uns, wenn wir noch eine zweite Person an der GV zu Wahl vorschlagen könnten. Freiwillige vor, den Vorstandssitzungen machen immer Spass … ganz speziell der zweite Teil ist immer höchst genüsslich.

So, nun eröffne ich noch die Kategorie „Pflanzen“, damit unsere neue Bloggerin Käthi so richtig loslegen kann. Bei Pflanzen mache ich mir es heute zumindest einfach. Ich verlinke mal auf Frankreich und das von der GV bekannte England. Na ja, die Bilder dieses Vortrages sind nur noch in der Hammerschmitte in Schmiedrued vorhanden … und wenn jemand Spass am Internet hat, dann könnte sich diese Person doch in unseren Vorstand „einschleichen“.

 

Luchs im Mittelland bei der Hammerschmitte

Vor über zehn Jahren habe ich mit dem ersten deutschsprachigen Finanzblog – „Wer hat’s erfunden“ – in die Bloggerei eingestiegen. Hunderte spannende, lehrreiche, nachdenkliche und ironische Beiträge. Aber der hier, der dürfte ein Hit werden.

21. Juli abends, kurz schon dunkel, ich will noch schauen, wie die riesengrossen heute leider seltenen Disteln und Nachtkerzen blühen. Fünf Meter neben mir – ein Luchs, der herumtollt. Soft die Kamera holen. Weg. Wie hätte es anders sein können. Kein Luchs hält sich doch bei Menschen auf. Die sind scheu. Kennen tue ich die aus dem Dählhölzli. Nur in Gefangenschaft. Ist der aus einem Zoo, einem Zirkus ausgerissen? Ich weiss es (noch) nicht.

22. Juli. Nachmittags. Gespräch mit dem Nachbar. „Das ist vielleicht schon möglich, aber ich hab auch noch nie einen in freier Wildbahn gesehen. Abends. Telefon mit meiner Partnerin. Hell, praktisch ohne Flecken! Das ist möglich, habe ich schon abgeklärt. Aber praktisch kein Bild, von einem solch schlanken Schnüssel. „Es könnte schon sein, aber dann hast du extremes Glück gehabt.“ Eine Nacht, die ich vermutlich nie vergessen werde. Wie Erlebnisse mit dem Krokodil und dem Ast, dem Elch, den ich wegstossen musste, damit ich ihn fotografieren kann. Das sind andere Geschichten. Aber die sind fotografisch dokumentiert. Das Reh vor einigen Tagen, das im Garten am Bachlein geässt hat konnte ich nicht fotografieren. War es schon weg, denn die Kamera hängt ja nicht immer um den Hals. Nein, einen Meter entfernt von mir springt es aus dem Liliendickicht. Es erschrickt vermutlich mehr als ich.

Reh, das wäre eine leckere Beute für den Luchs. Nur, ob es auch gesunde erwischt, das ist fraglich. Und jetzt habe ich das Fenster im Büro geöffnet, da steht ein Reh. Zu spät, schon weg. Das geschätzte dreissig Meter von diesem hochaktuellen Foto.

Luchs

Das „Vieh“ lässt sich nicht stören. Es frisst eine Katze.

Luchs beim Fressen einer Katze

Vermutlich ist das „El Chamon“ (der Schinken). So wurde die grau getigerte Katze getauft, die meinen Serano-Schinken durch das Tuch hindurch auf meiner Bartresse angefressen hatte.

Tierschützer wollen Abschuss“ – lautete die Schlagzeile des Blicks am Abend vor einiger Zeit – hier der Bericht. Zumindest dies fordert der Aargauer Pro-Natura Chef. Alles was ausserhalb von 100 Meter bei der Bauzone ist, soll abgeschossen werden. Das seien wildernde Katzen, die gehen nicht weiter weg. Sorry, ich bin auch Naturschützer und so geht es meiner Meinung nach nicht. Was ist eigentlich eine Bauzone? Gar nicht so einfach zu beantworten. Gehören landwirtschaftliche Zonen dazu. Jeder Bäuerin hat doch zumindest einige Katzen. Wem Chamon gehörte und seine vier Jungen weiss niemand. Abschiessen? Nein, sicher nicht. Unterbinden!

Also liebe Katzenfreunde, dressiert eure Katze so:

Zufälle gibt es nicht. Dieses Tube habe ich bei FB von meiner Cousine gefunden, die es beim Blick entdeckt hat. Sie wird garantiert auch meinen FB-Beitrag lesen. Zufälle gibt es wirklich nicht. Das sind 50 Meter neben dem Luchs. Ein Aargauer Wildhüter wird sicher mal kein erstes Telefon erhalten. Das ist gemacht worden. Mit dem Dählhölzi. Es würde mich freuen, wenn Marlies Labbude vorbeikommen würde.

Der Luchs ist zutraulich. Streicheln wie den Marder, zehn Meter entfernt vor etwa drei Jahren, das lassen wir erst mal. Informiert wird als erstes – Kora – Raubtierökologie und Wildtiermanagement .

Gleichzeitig mit Erscheinen des Blogbeitrages auf dem Finanzblog und dem Ruedmilan – dem Blog des Naturschutz- und Vogelvereins des Ruedertals, wo sich der Luchs aufhält – wird auch dessen Vorstand und die Presse informiert.

Und bitte, meldet euch bei mir in der Hammerschmitte – Matt 18 – 5046 Schmiedrued – 0 6 2 9 2 3 9 2 3 0 oder allenfalls 0 7 9 4 0 7 1 3 7 7 – wer einen Besuch abstatten will. Erfolg des direkten Anblicks des Luchs ist wie immer ohne Garantie. Und bitte, der Luchs wird nicht von übereifrigen Jägern und sogenannten Naturschützern abgeknallt. Freut euch über dieses einmalige Erlebnis.

Hier auf die Schnelle noch einige Fotos:

Schinken

Das ist mein Schinken, den sich „El Chamon“ erlaubt hat, zwei mal anzufressen. Jetzt ist sogar mal die Türe zu. Schade, bei dem schönen Wetter und den wunderschönen Nächten, wo Luchse herumschleichen können. Und wie die Nahrungspyramide nun halt mal so ist, wurde das Tigerli die Beute von „Guardian“ – dem Schützer. So nenne ich nun unseren Luchs in der Matt von Schmiedrued.

Luchs bei der Körperpflege

Der Matt-Luchs, ein echter matter Luchs.

Luchs mit zwei Knochen

Die zwei Knochen sind vermutlich von einer Katze. Das Nahrungsangebot hier ist toll für solche Räuber. Könnte es sein, dass Guardian gar meine Kürbispflanze gefressen hat. Oder war es der Dachs. Natur pur um die Hammerschmitte.

Luchs von hinten

Hier von hinten. Er hat genug gefressen und braucht nun einen Verdauungsschlaf. Vermutlich haben wir auch seinen Schlafplatz entdeckt. Ganz alle Fotos bringe ich noch nicht.

Ernst und der Luchs

Lässt sich weniger abhalten, als ein gut erzogener Hund. So, nun gebe ich mit diesem Bild schon zu viele Anhaltspunkte an, wo wir diesen Luchs heute im Ruedertal, im Schweizer Mittelland gesehen habe. Ich denke, das ist eine Sensation.

13:45 Kora meldet sich. Sie betrachtet das Bild wo der Luchs von hinten zu sehen ist. Der lange Schwanz hat schon mich irritiert. Es ist kein Luchs, es ist ein Karakal, der Wüstenluchs. Irgendwo aus der Gefangenschaft entwichen.

Nun geht alles fast Schlag auf Schlag. Zwar unzählige Telefonate und es stellt sich heraus, dass diese Grosskatze beim Vetamt, wie das mal genannt wurde, gemeldet war und der Besitzer eruiert werden konnte. Das liebliche Büsi zwitschert ab und zu wie ein Vogel, aber kann dann auch seine imposanten Zähne zeigen. Wir haben es eingefangen – ich durfte mithelfen. Und inzwischen ist es zurück in seinem Gehege, wo es abgehauen war. Schöne Umgebung, die meiner Ansicht nach nicht ohne Hilfe von aussen verlassen werden kann. Zudem sei an diesem Ort geklaut worden. Vielleicht landen solche Leute auch mal dort, wo man auch nicht so einfach ausbrechen kann. Spannender Tag. Morgen plane ich Zeit ein, dass ich dieses Büsi in meine Arme nehmen kann. Handzahm ist sie und rund ein Jahr alt. Und bei einem Telefon hätte ich sie verkaufen können. „Ja, der René“, sagte der Besitzer am Handy. Man kennt sich in dieser Branche.

Neuer Greifvogel im Ruedertal entdeckt

Rund 1200 – 1500 Rotmilane gibt es in der Schweiz. Einige ganz spezielle im Ruedertal.

Wer schaut den Rotmilanen nicht gerne zu, wenn sie über uns fliegen, kreisen. Schade, dass sie meist zu weit weg sind und selbst zu ihnen fliegen, das schaffen wir nicht so einfach. Da gibt es nur ein Mittel. Wir müssen sie anlocken. Wiuhhhh wiu wiu zu pfeiffen ist für Männer mit Bassstimmen nicht so ganz einfach. Der Pfiff des Rotmilans nachzuahmen braucht ziemlich viel Atemdruck, denn die Tonlage ist hoch.

Beim Mäusebussard haben wir es leichter. Er „singt“ tiefer.  Trotzdem gelingt es, den Rotmilan neugierig zu machen. Er wird neugierig und will wissen, welche „Konkurrenz“ sich am Boden bemerkbar macht und nähert sich oft in Bodennähe auf wenige Meter.

DSC_9883 AusschnittEiner „meiner“ Ruedmilane über der Hammerschmitte in Schmiedrued.

Ruedmilan ist eine Wortspielerei mit Rot und Milan,  der Vereinszeitschrift von birdlife aargau, unseres Dachverbandes.  Darüber mehr in zukünftigen Blogbeiträgen oder sobald dieses Blog auf eine Homepage ergänzt wird. Aber irgendwie und -wo müssen wir ja anfangen.

Und nehmt es uns vom Natur- und Vogelschutzverein Rued nicht übel, wenn wir nicht immer tierisch ernst bleiben. So wird der Name Milan nicht nur für die Habichtartigen (Accipitridae), sondern für Vor- und Familienname, PAL-System, Automarke und -Modell, Flugzeug, Schiff und Fahrrad verwendet. Und wie die Natur des Homo Sapiens so ist, denken die meisten zuerst an einen Fussballverein, den AC Milan.

Der Rotmilan wird auch Königsweihe oder Gabelweihe genannt.Zudem bedeutet „Weihe“ in nachbarschaftlicher Mundart auch Kuchen. In diesem Sinn hier eine Bastelanleitung für den Rotmilan, den Königskuchen? Oder müsste der jetzt Gabelkuchen heissen? In der Innerschweiz wird der Rotmilan gar Gabelschwanzteufel genannt. Diesen Namen kennt man auf der ganzen Welt. Hier ein Beispiel mit tollen Fotos aus Australien – der Lockheed P-38 Lightning.

Freuen wir uns über den friedlichen Ruedmilan. Der ist bis heute einzigartig. Oder etwa doch nicht? „Mit klarer Sicht“ gesehen gibt es einen einzigen Treffer bei Google. Mit scharfem Blick betrachtet, war da eindeutig ein Insider am Werk.

Stephan Marti