Kategorie-Archiv: Exkursionen/Veranstaltungen

konzentrierBAR – Genuss zu Fuss

Am Sonntag fand Genuss zu Fuss statt.

Hier unsere Sirupliste in der konzentrierBAR:

  • Apfelbeere *
  • Bibernelle
  • Faustschlag
  • Fünffrankenpflanze
  • Hirschkuhbeere *
  • Leidensfrucht
  • Lieblicher Pflaumenbaum
  • Panzerbeere
  • Paradiesapfel und Seifenbaum
  • Persischer Apfel
  • Stinkbaum
  • Top secret
  • Zitronenstrauch

* in der Schweiz gekauft – alle andern sind in Südfrankreich eingekauft worden.

Nun gilt es herauszufinden, welcher Sirup hinter diesen Namen stecken könnte.

Aronia *

Anis

Kastanie (Châtaigne)

Gelber Enzian (Gentiane) – auf dem Fünfliber sind blaue Enziane zu sehen

Himbeer *

Passionsfrucht oder Maracuja (von der Passion)

Mandel (Orgeat [milchig trüb] und der klare, aber wesentlich teurere Amande)

Melone (eine Panzerbeere)

Grapefruit und Litchi

Pfirsich

Cola

Rosen

Verveine

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Walter, unser Spielleiter von BioDio mit dem ersten interessierten  Besucher …

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… das Spiel hat aber erstaunlich viele Erwachsene angezogen.

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Idyllisch gelegen, wir waren nicht zu übersehen.

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Hier noch die Bilder von Schlossrued läbt (jeweils auf das Bild klicken).

Am meisten hat der Cola-Sirup zu diskutieren gegeben. Viele Erwachsene haben nicht herausgefunden, was sie trinken, aber er sei gut. Kinder kamen sofort auf den Geschmack der an den Colafrösch aus dem Kiosk erinnert. Melone und Passionsfrucht waren schwierig, obschon auch hier der Geschmack sehr eindeutig ist. Einer sagte: Passaia. Fünf haben danach gerätselt, welche Frucht dahinter steckt. Den gelben Enzian konnte ich auch nicht einordnen. Das habe ich noch nie gehabt und er schmeckt nicht nach dem Enzian-Schnaps. Einer der teuersten Sirupe. Einige kosteten 22 Franken je Liter und der billigst, aber beliebteste, war der Himbeersirup … Erdbeere, Brombeere, Cassis und so weiter haben die Degustatoren getippt. Am besten haben hier die Mütter abgeschnitten.

Das Zwirbelrad haben wir vom Männerchor Schmiedrued ausgeliehen, es wird ja auch dort aufbewahrt, wo viel zusätzliches Material mitgenommen wurde. Die meisten Kinder wollten zwirbeln und sehr oft haben sie einen zweiten Sirup erhalten, weil sie den ersten erraten konnten … etwas mithelfen war ja wohl nicht verboten.

Der beste Drink, der kreiert wurde, war der trübe Kastaniensirup mit einem Schuss Southern Comfort. Dieser ist inzwischen 17 Jahre alt und wird meiner Ansicht nach erst in diesem Alter richtig geniessbar. 2.–, 3.– oder für  ganz Mutige kostete der Einsatz 5.–. Dafür haben sie etwas erlebt, was ihnen unbekannt war. Die meisten Sirupe sind in der Schweiz auch nur mühsam aufzutreiben, wenn überhaupt.

Etwas viel Aufwand, aber es hat sich gelohnt. Die Besucher hatten ihren Spass und der Kasse hat es einen kleinen Zustupf gegeben.

Übrigens, der Southern Comfort hat eine Dame bekannt gemacht, zu deren Song mann ruhig obigen Alcopop geniessen darf – wir nennen ihn Janispop …

Janis Lyn Joplin, auch Pearl genannt, die Perle. „Booby“ McGee – wissen sie, wer das war? Barbara, die Sekretärin von Felice und Boudleaux Bryant, vermutlich mit 800 Songs die erfolgreichsten Autoren in der Country- und Pop-Musik. Joplin war aber eine Sängerin von Psychedelic Rock, Soul und Blues. Ich muss mal in meiner Sammlung auf dem Cover schauen, was da genau für eine Flasche mit abgebildet ist.

Kleinwasserkraftwerke und Hochwasser

Am 29. September 2017 findet die Exkursion Kleinwasserkraftwerke statt. Einige Bilder von Gestern – „Land unter“ in unserer Umgebung.

Kurz vor fünf Uhr wird es dunkel, es prasselt und donnert. Blitze sind keine zu sehen, denn es giesst in Strömen. Das Sonnensegel bei meinem Gartensitzplatz ist längst zerrissen. Die Eisenstange, die noch eine Ecke hält ist total gekrümmt – inklusive des 10er Armierungseisen. Es stürmt, wie ich es bei der Hammerschmitte noch nie erlebt habe. Die Dachrinnen und der Ablauf sind voll, das Wasser ergiesst sich in Strömen auf der ganzen Südseite. Dann dreht die Windrichtung und das ganze Spiel wiederholt sich auf der Nordseite, Hagel setzt ein. Nach rund einer halben Stunde ist der Sturm vorbei.

Glück gehabt. Die Rued steigt kräftig, aber die macht mir weniger sorgen, als das Rinnsal hinter dem Haus. Es fehlt nicht viel, dass das Abflussrohr, das unter der Strasse in den Bach geht, das Wasser nicht mehr fassen kann. Mit dem Rechen Gras und kleine Äste entfernen, die am Gitter hängen bleiben. Sollte einmal kein Rechner, rechnen kann eh selten die Obrigkeit, da sein, gibt es wieder eine Überschwemmung. Der Kanton hat es so gewollt und die Behörden kennen das Risiko. Der ehemalige Kantonsingnieur, der die Strasse durch die Matt neu gebaut hat, kennt auch den weiteren Nachteil. Das Strassenniveau ist heute höher als früher und Wasser hat die Eigenschaft, dass es nach unten fliesst und die Mauer gegen den Bach lässt das Grundwasser nicht mehr so schnell abfliessen. Früher hatte man viele solcher Probleme im Griff und heute staunt man, wie viele Bausünden begannen werden.

Nicht jammern, es ging ja noch einmal gut. Das Wasser, das auf dem Weg dahin fliesst, bringt Blätter und Gras mit und verstopft den Senklochdeckel, es nimmt den falschen Weg, gegen das Haus. Auf Hauchdeutsch heisst das Dohlendeckel, aber fragen sie mich nicht, was das mit Dohlen zu tun hat. Eine Abwasserrinne würde dieses Problem lösen. Man kennt das Problem seit mindestens acht Jahren. Extreme Regenfälle werden in Zukunft garantiert nicht abnehmen. Die Klimaschwankungen lassen grüssen.

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Sobald man Zeit hat,  den Fotoapparat zu holen, ist das Ganze schon fast vorbei. Das sind nur die Probleme eines einzigen Hauses. Was aber geschieht, wenn ganze Dörfer, Städte und Täler nicht auf Hochwasser ausgelegt sind, zeigt die Aargauer-Zeitung. Im Ruedertal haben wir relativ gesehen, noch Glück gehabt. Ich entschliesse mich, nach Hirschtal zu fahren. Dort gibt es garantiert einmalige Bilder des Wasserkraftwerks der Firma Pfiffner Messwandler AG, das wir an der Exkursion besichtigen werden.

Auf dem Weg dorthin gibt es schon einiges zu sehen. In Kirchrued ist die Feuerwehr am Keller auspumpen und einige Stellen sehen wie im Winter aus – stärkerer Hagelschlag.

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Das ist nicht die erste Problem-Stelle, aber hier halte ich mal auf der Strasse, sorry, dem Geschiebe an. Es hat nur wenige Unentwegte, die recht langsam fahren …

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… und den Schlossruedsee bestaunen …

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… und missachten auch nicht das Parkverbot …

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… und auch hier sind nicht alle Parkplätze belegt. Ganz alles fotografiere ich nicht. „Die Kürbisse frei Haus“, schneller als die A-Post schaue ich nur an. Vom Hang vor die Haustüre geschwemmt. Nicht zwei drei … Kubikmeter weise. Halloween ist geradezu erholsam.  Vermutlich sind die Kürbisse noch nicht ganz reif. Angeschwemmt wurden sie mit allen Ranken und Blättern. In einem Spielfilm wäre dies zum Lachen, hier zum Weinen.

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Die Aussicht auf einen See soll etwas Beruhigendes haben – mit Blick auf das KKW Gösgen. Nach 5/4 Stunden ist schon wieder „schönes Wetter“ …

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… und auf unserer Exkursion werden sie garantiert keinen See mehr sehen, dafür Eindrücke erhalten. Vermutlich wird es sie etwas elektrisieren.

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Eindrücke auch hier, aber elektrisch läuft nichts mehr. Verstopft oder sicherheitshalber abgestellt? Und was ist mit dem Schlauch? Antwort gebe ich keine. Das sind Fragen, die sie am 29.9. stellen können. Haben sie sich das Datum eingetragen. 17.00 beim Empfang des Gebäudes im Hintergrund. Hoffentlich kommen nicht viele, damit ich viele Fragen stellen kann. Spass beiseite, aber Energie ist ein unerschöpfliches, spannendes, ja elektrisierendes Thema.

Eben im Radio: man geht in Zofingen von einem Schaden in 3-stelliger Millionen-höhe aus. Was wäre mit guter Planung vermeidbar gewesen? Planung ist extrem wichtig, denn Feuer kann man bekämpfen, Wasser nicht. Wasser ist extrem notwendig und fast nicht einzuschätzen. Ich kann ihnen an der Exkursion über die drei Schluchten erzählen, wo wir ein Hochwasser hatten, das weit weit über 100 Meter war, oder Frankreich, wo es rund 20 Meter gab. Wasser ist die wichtigste chemische Verbindung auf der Welt. Für den Menschen gibt es noch ein chemisches Element, das wichtiger ist – Sauerstoff. Zahlen rund um Wasser können zum Staunen anregen. In einem normalen Jahr liefere „ich“ rund 8 000 000 Liter Wasser, die durch die Suhre fliessen. Als Eselsleiter kann ich mir knapp 1000 Liter pro Stunde merken. Energie und Wasser faszinieren mich. Als Präsident sage ich ja, dass ich für Umweltschutz zuständig bin und nicht für Vögel und jetzt staune ich, wie oft ich schon über diese geschrieben habe …

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… und Holz sind es auch etliche Male. Freuen sie sich, nicht auf das Unwetter, das wir hatten, sondern auf die Exkursion. Ein fast endloses Thema.

Aber merken sie sich zwei Sachen.

  1. Hartes Brot ist nicht hart. Kein Brot ist hart.
  2. Wasser ist weniger schlimm, als kein Wasser.

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Wasser fliesst zudem oft ab. Es dauert manchmal und auch meine Kamera war leider keine Nikonos, nicht ganz wasserdicht. Die Linse beschlagen. So konnte ich am andern Kraftwerk oberhalb keine Fotos machen … oder hätte einen extremen Weichzeichner … und so wollen wir an der Exkursion nicht diskutieren. Alles ansprechen und ich versuche recht neutral zu bleiben, Vor- und Nachteile abzuwägen. Das ist mein Beruf, nebst Venture Capital und dies wird sicher auch zur Sprache kommen. Merken sie sich eins. In diesem Sektor sagt man, dass eins von zehn Projekten zum Erfolg führt. Oder neun auf der Strecke bleiben.

Auf dem Weg nach Hause habe ich noch über das Wirbelstromkraftwerk diskutiert. Wenn diese Personen an die Exkursion kommen, dann haben wir garantiert keine Zeit, das nebenan liegende Rapid-Museum als Zugabe anzuschauen. Vermutlich könnten wir den „Abend füllen“, wenn wir mit der Dame über Hochwasserprobleme im Kanton Aargau diskutieren.

Wenn wir die darin erwähnte Rot auch noch ins Gespräch bringen, dann wird es ein langer Abend. 140 Seiten „Zur Ermittlung der natürlichen Niedrigwasserabflüsse Q347 im schweizerischen Mittelland“ liegt zwei Meter neben mir bereit. Schweizerische Datenaufnahme zur Wassergeschichte. Signiert vom Verfasser. Und wenn sie mich überfordern, fragen wir mal den Ehemann der Gotte meiner ältesten Tochter an, ob er etwas über Hydrologie erzählen kann. Eigentlich schade, dass ich ihn schon lange nicht mehr gesehen habe. Ich möchte, ich wüsste ähnlich viel wie Rolf und vor allem ich könnte so viel bewegen.

Vielleicht ist er genauso ausgelastet, wie die Spezialisten vom WWF: „Im Moment bin ich mit Wasserkraftwerken wirklich massiv zugedeckt und es stehen auch einige grosse Neukonzessionierungen an…. Grundsätzlich ist es aber sehr wichtig, immer wieder an die Basis zu gehen und die Problematik der Kleinwasserkraft aufzuzeigen …“. Basis. Das ist halt Ansichtssache. Ja, ich geniesse es, zwischen extremen Meinungen zu sein, im Sandwich, Und was ist das beste am Sandwich – der Schinken mitten drin. Und demjenigen, der wie mein ehemaliger Praktikant und dann Geschäftsführer heisst, aber nicht identisch ist, wünsche ich viel Durchhaltewillen, denn dass was er zwischen … und  … schreibt, ist viel wichtiger als Beruf, Geld.

Beachten sie das letzte Bild im letzten Link. Vor 32 Jahren war das die Foto einer Geburtsanzeige. „Wir hoffen, dass nach dreissig Jahren die Welt nicht wüst und öde ist“ (sorry, den genauen Text müsste ich im oberen Stock nachschauen).

Sie ist es und wird es bleiben! Arbeiten sie mit uns daran.

 

 

Rundgang Schwalben in Schlossrued

Mehlschwalben und Mauersegler sind verwandter, als der Goldfasan und der Globi. Alle ansässig im Ruedertal. Den ersten dreien ist gemeinsam, dass sie der Klasse der Vögel zugeordnet sind.

Der Mauersegler sieht zwar wie eine Schwalbe aus, ist aber keine. Ganz schwarz und fliegt uns bis zu 200 kmh um die Köpfe. Hier sprechen sie in Mundart von Spire. Kommt das vom engl. Kirchturm? Oder vom Mädesüss (Spirea), das zurzeit im Ruedertal wunderschön blüht? Oder wird man mit Spiere findig? Ru(e)dern, segeln – die Spiere ist in der Seemannssprache ein Rundholz. Und die Mehlschwalbe heisst vermutlich so, weil sie einmal im Mehl gelandet war und deshalb einen weissen Bauch hat. Diese Fragen sind noch offen.

Alle andern wurden durch Walter Bolliger geklärt. Der Mauersegler macht echt eine Bauchlandung, wenn er auf dem Bauch landet. Gesunde Vögel können aber entgegen der Volksmeinung wieder starten. Walter könnte man stundenlang zuhören. Einmal verspricht er sich. Das Nest des Mauerseglers wird aus bis zu 1500 Mehlklümpchen gemacht. Lehm korrigiert er sofort … alle lachen.

Rund 70 Nester zählen wir. Und sollten Mauersegler keinen Schlafplatz mehr finden, dann schlafen sie einfach in der Luft. Das scheint mir eine echt praktische Eigenschaft zu sein.

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Lehm, Holz, Beton – Vogelhäuser kann man auch stricken:

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Sechsundzwanzig Personen haben teilgenommen. Einer kam erst gegen neun Uhr. Er war auch am Rundgang der Naturschutzkommission und brachte eine ganz nette Karte mit: „… sorry viumau, tut mir sehr leid, dass wir unseren Anlass auf den 16. planten.“ Merci, Absicht haben wir nie vermutet. Auf die digitalen Möglichkeiten stiess in der Zwischenzeit  sogar Marlies – die Höchste oben im Tal. Talvereinssitzung in Zukunft vielleicht ohne Schwergewicht Termine.

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Ponys, Schaffe, Kühe, von oben den Globi bei der Turnhalle, die 19-jährige weisse taube Katze, die seelenruhig mitten auf der Strasse liegt und sich auch durch das Fernlicht des Fahrers nicht stören lässt. Diese und andere Tiere sahen wir und Erdkröten hörten wir. Und sogar der Besitzer des Goldfasans nahm an unserem Bummel teil, wie ich schon bei der Begrüssung feststellen konnte. Einige vermuteten, dass dieser Vogel vor drei Tagen von einem Tier gerissen wurde. Muss wohl ein anderes gewesen sein, dass Todesschreie von sich gab. So einfach einzufangen ist ein Goldfasan nicht. Extrem schnell und schwupps, mehrere Meter hoch auf der Traubenkirsche. Mal schauen, wie lang e es dauert, bis er die 830 Meter Luftlinie schafft. Er könnte wenn er möchte. Die Briten, wo dieser Chinese auch in Freiheit lebt, würden ihm jetzt ein Weibchen zur Verfügung stellen. „Zuhause“ erwartet ihn nur Ärger – ein angriffslustiges zweites Männchen. Singen kann er nicht so schön und wenn wir den letzten Satz dort lesen, dann gibt es auf der Alpensüdseite angriffslustige mit Hahnenfedern, die wunderschön anzuhören und -sehen sind, obschon die manchmal fast wie eine Guggenmusik tönen.

Ein herzliches Dankeschön an die Gastgeber Elisabeth und Köbu Müller und Walter Bolliger, der uns durch den Abend begleitete und unter anderem auch von den 700 km Todesfallen in Ägypten erzählte. Jetzt beschleicht mich nachträglich ein schlechtes Gewissen. Ich war vermutlich der einzige, auf dem Grillplatz, der eine Geflügelbratwurst verspeiste.

Hier noch der Beitrag der AZ über die Konkurrenzveranstaltung: „Ruedertal als Glögglifroschtal„.

Exkursion Kleinwasserkraftwerke – Hightech Anlage getestet

Am 29. September 2017 findet die Exkursion über die Kleinwasserkraftwerke statt.

Treffpunkt 17.00 Uhr beim Eingang der Pfiffner Messwandler AG, Lindenplatz 17, Hirschthal. Entlang der Suhre sehen wir und hören über ökologische, ökonomische und technische Klippen der Stromproduktion. Zum Schluss braucht das Kraftwerk Magen allenfalls Flüssiges aus der Biberburg.

Dieser Text ist unter den Veranstaltungen zu lesen. Einfach so hereinkopiert. Und kopieren möchten sie vielleicht das sensationelle Kleinwasserkraftwerk der Afag in Huttwil. „Faszination Bewegung.“ Pur. Einfach so mal zu einem Personal Revival konstruiert. Vor dreissig Jahren war ich dort CFO wie das heute so schön heisst und treffe etliche bekannte Gesichter vom damaligen kaufmännischen Lehrling bis zum pensionierten Hausfotografen und ehemaligen Nachbar. Damals von 80 auf 200. Nicht Kilometerstunden oder Stundenkilometer wie es eigentlich falsch heisst, sondern im Mitarbeiterbestand. Daneben noch so eine neue Software auf PRIME-Computern aufgebaut, die etwas später in die IBM-PPS-Lösung integriert wurde. Beruflich meine verrücktesten Jahre. Von der CAD-Stückliste über alle Hauptbücher bis hinein in die laufende Kalkulation. Dort habe ich spätestens gelernt, dass die „Buchhaltung“ in etwa das einfachste Gebiet in den Finanzen ist. Daneben immer High-Tech vom Feinsten.

Besten Dank an Fritz, Leiter Forschung, der bei der Buebeglungge im Huttuwald diesen Film gedreht hat. Für gut 150 Leute wurde aber auch der örtliche Grill benützt. Meine Bratwurst aber kam vom Velofelgen-Plastikbecher-CD-Ständer Grill. Dasliess ich mir nicht nehmen.

Sollten sie an einem einsamen Fluss- oder Bachlauf einmal nicht gerade über diese Metallteile und einem halben Eisenfass verfügen können, geht es noch etwas einfacher. Hier die Bauanleitung.

10. März 2017 – Generalversammlung

GV um 20.00 im Restaurant Pizzeria Sternen in Schmiedrued – oder schon ab 18.00 wer auf eigene Kosten etwas essen will.

Generalversammlung (GV), Hauptversammlung (HV), Mitgliederversammlung oder Jahresversammlung. Welches ist jetzt die richtige Bezeichnung für einen Verein? Die Vereinsversammlung gemäss ZGB Art. 64. Die GV ist bei juristischen Personen vogesehen. Eigentlich das Einzige, das ich bisher mit Sicherheit wusste. Die HV gibt es rechtlich nur in Deutschland und entspricht unser GV. Aber wir können dem sagen, wie wir wollen.

GV – 10.3.17 20.00 Uhr im Sternen Schmiedrued
Traktanden
1. Begrüssung
2. Wahl des Stimmenzählers
3. Protokoll der letzten GV
4. Jahresrechnung und Revisorenbericht
5. Jahresbeitrag Fr. 35.-
6. Jahresbericht des Präsidenten
7. Tätigkeitsprogramm 2017
8. Verschiedenes

Anschliessend halte ich ein Referat  über „Möglichkeiten des Internets für den Natur- und Vogelschutz“. Wer eine Idee hat, kann mir diese oder einen Link vorgängig zukommen lassen. Ideen sind auch am Abend willkommen, denn dieses Gebiet ist unerschöpflich.

Wer auf eigene Kosten etwas essen will: wir treffen uns ab 18.00 Uhr im Restaurant und zeigen im Hintergrund Bilder aus der Natur.

Hier das erste Bild – vor einem Bier nach einem Ausflug in leichtem Gallop durch die verschneiten Hochalpen vom Ruedertal.

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Pino Serratore, der Wirt. Lassen sie sich überraschen, ob es auf der Pizza da Pino wirklich Kiefernholz hat. Buon appetito ist garantiert.

 

Pfeifvogel oder Singvogel und andere Fragen

Heute haben wir die Schweizerische Vogelwarte im Nebel von Sempach besucht.Und es wurden uns viele Fragen beantwortet.

Aber wieso heisst es eigentlich Sem-Pach und nicht Sem-Bach? Und irgendwann mal hiess es gar Sempahc. Wir wissen es nicht, wir sind hier im Nebel gelassen worden. Aber fangen wir doch bei der Anfahrt an.

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Irgendwo da unten in der Suppe liegt Sempach und vermutlich ganz viele Teile der Schweiz. Echt matt war es in der Matt in Schmiedrued. Die Sonne noch nicht sichtbar aber vor allem ganz klar. In Walde dann leichter Nebel. Vielleicht zu früh, denn die Vogelwarte hätte noch einige Besucher mehr verkraften können. In mehrere Gruppen wurden wir eh aufgeteilt – fast wie ich es in der Grotte Chauvet erlebt habe. Absolut ideales Wetter für uns Zugvögel.

Zwitschern, rufen, gurren, trällern, gackern, krächzen, piebsen, pfeifen oder singen Zugvögel? Für fast alles haben wir eine Erklärung erhalten. Aber hier wird es echt kompliziert. Erst vor rund 60 Jahren hat man herausgefunden, wie sich die menschliche Stimme bildet. Mit den Stimmbändern, wie wir mal gelernt haben? Der Mensch hat Stimmlippen und der Vogel einen Stimmkopf. Schon mal gehört? Grob gesagt funktioniert das ähnlich – Vögel singen wie Menschen. Die einen schöner, die andern weniger. Am 28. und 29. Oktober hört ihr Gesang im Wandel der Zeit abends in der MZH in Walde. Auch das ist kein Witz, aber es ist manchmal schwierig, im Wandel der Zeit alles mitzubekommen. Übrigens, der Pfiff entsteht im Hohlraum des Mundes und deshalb singen Vögel und sie pfeifen nicht.

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Riesenflugsaurierei …

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… zum Mittagessen gab es einen ganz speziellen Fleischvogel …

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… ein nackter Vogel, der Federn fallen lassen musste …

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… erstaunlich, wie wenig man erst über Zugvögel weiss. Deshalb arbeitet die Vogelwarte auch in der Sahara mit Radarornitologie an der Vogelerkennung, die ich eher von der andern Seite des Vogelradars kenne. Diese versuchen vor allem Flugzeuge vor Vögeln zu schützen und Sempach will mehr über die Vogelzüge wissen. Dies würde wiederum helfen, bei Windkraftwerken mit Fakten zu agieren. Diese Woche kam übrigens das zweite Flugblatt über die geplanten Windkraftwerke im Wald bei Walde. Von offizieller Seite ist bis jetzt noch nichts bis zu mir gelangt und ich denke, dass die Energie- und Baulobby alle ihre Chancen restlos verspielt. Ökonomisch heutzutage eh ein Nonsens. Nächstes Jahr planen wir eine Exkursion über Energie zu machen und drücken sie die Daumen, dass uns Väterchen Zufall, den es eigentlich gar nicht gibt, beisteht.

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… auch Nebel hat seine schönsten Seiten …

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… nur Ricola hat den interessanter Lehmbau. Die Laufenthaler halten den Weltrekord, aber das wissen ja die regelmässigen Besucher unser Hauptversammlungen …

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… entschuldigen sie bitte, haben sie gleich an Vogeldreck gedacht? Mitnichten, hier beim KKLB findet eine Farbflaschentaufe auf unserem Rückweg statt. Was hätten wir taufen können? Der Ruedmilan, der gleichzeitig über uns flog …

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… dieser unbekannte Röhrling unter Linden von rund 40 cm Breite mit fünf Kollegen zusammen. Der „gemeiner Schwiegermutter-Täuschling“ scheint es nicht zu sein. Dieser wäre rot mit weissen Punkten …

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… oder diese Blühte auf den Namen Katharina.

Und beim Einladen für diese Exkursion bin ich in der Broschüre „Bäume und Sträucher im Siedlungsraum“ auf etwas ganz Interessantes auf Seite 9 gestossen. Nicht alle erhielten diese Broschüre – sie ist noch vorrätig bei mir.

„Achtung: Invasive Neophyten

… Text und sechs Bilder … und darunter:

  • Sommerflieder aus China
  • Robinie: Heimat Nordamerika – ein echter invasiver Neophyt
  • Götterbaum: Heimat China
  • Kirschlorbeer: Heimat Kaukasus
  • Cotoneaster: Heimat China
  • Essigbaum, Nordamerika – ein echter invasiver Neophyt“
  • der japanische Knöterich ist nicht erwähnt, aber wohl klar

Bingo! Liebe Kollegen aus der Ökologie und liebe Wissenschaftler, ich habe beim Vernaschen von Neophyten etwas populär und nicht immer ganz wissenschafltich über Neophyten gesprochen.

Ich habe aber als erster die Behauptung aufgestellt, dass die meisten invasiven Pflanzen keine Neophyten, sondern Archäophyten sind – nicht aus Amerika sondern aus Eurasien stammen.

Die Neophyten-Spezialistin aus Bern hat zuerst gesagt „das wüsste ich“ und nach der Diskussion „sie könnten Recht haben“.

Nehmt doch mal alte Pflanzen-(heil)-bücher von Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim unter die Lupe – vielleicht sind dort einige der in Frage kommenden Pflanzen erwähnt. Die Neophyten – hier gilt das Jahr ab 1492 – hat er vermutlich noch nicht gross gekannt, denn Paracelsus ist vermutlich im Jahre 1493 auf die Welt gekommen. Und ich vermute, dass die Chinesen, Russen und Japaner – und ganz speziell deren Pflanzen –  auch nicht erst nach Columbus bei uns angekommen sind.

Zu diesem Thema gibt es noch eine weitere Frage zum Pyrenäen-Storchenschnabel. Dem Namen nach sicher kein Neophyt – aber extrem invasiv und wer es nicht glaubt, kann bei der Hammerschmitte vorbeischauen. War garantiert in einer Wildpflanzenmischung, die in der Schweiz gekauft wurde. Er wächst nur in der Nähe, wo ich angesät habe. Auf einer Eurasien-Verbreitungskarte, die ich im Netz nicht finde, habe ich einmal gesehen, dass diese Pflanze vom Pazifik bis zu den Pyrenäen vorkommt. Vom grossen Teil in Spanien war nichts erwähnt. Kommt die wirklich aus den Pyrenäen. Ich vermute, die stammt auch aus Asien. Beweisen sie mir doch mal das Gegenteil. Für eine invasive Diskussion – sorry intensive – bin ich gerne bereit.

 

Besuch der Vogelwarte Sempach

Am 16. Oktober 2016 besuchen wir die Schweizerische Vogelwarte in Sempach.

Wir treffen uns um 09.00 zur gemeinsamen Fahrt auf dem Parkplatz des Schulhauses in Walde.

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Parkplatz Schulhaus Walde und Restaurant Pinte (inkl. GEO-Tags)

Flyer mit mehr Informationen. Wer direkt fährt, wir treffen uns um 10.00 Uhr in der Vogelwarte Sempach (Karte).

Im Beobachter Nr. 18 wäre auf Seite 19 noch ein aktueller Beitrag der Vogelwarte Sempach – Col de Bretolet: Die Herrin der Ringe zu finden (im Netz ist er nur für Abonnenten als e-Paper aufgeschaltet). Hier ein älterer Artikel.

Auch Nichtmiglieder sind herzlich willkommen.

Bitte in die Agenda eintragen: Hauptversammlung am 10. März 2017

Gefürchtetes Ackerunkraut – Zypergras mit Erdmandel

Kurzer Rückblick über unseren Grillabend.

Ein einziger invasiver Neophyt im Blumenstrauss und erst noch eine wunderbare Heilpflanze. Zudem ist das Zeigen der späten Goldrute in einer Blumenvase verboten. Das andere sind im Grunde genommen invasive Archäophyten. Zudem ist eine einheimische Pflanze – das Rührmichnichtan im Strauss. Wenn sie die Verbreitung des Grossen Springkrauts hinterfragen – Pyrenäen bis nördliches Westamerika – so stammt diese Pflanze mit Sicherheit ursprünglich aus Asien. Bilder siehe unten in den beiden Zeitungsartikeln.

Das Hinterfragen ist mir geblieben. Nach sieben Jahren bei der Eidg. Alkoholverwaltung habe ich mich für einige Monate in den Erdteil der Neophyten begeben. Zuvor habe ich mit der Abteilung Kartoffeln diskutiert, dass sie mit dem Bintje mehr Probleme bekommen werden. Während des Studiums habe ich mal den „Kartoffel-Brand“ (Hr. Brand) getroffen und er sagte „du hast Recht bekommen“. Gut und langfristig beobachten ist vielfach nützlicher, als einfach Schul- und Studienunterlagen auswendig lernen. Die Zeiten können ändern und mit der Natur kann das ganz schnell geschehen.

Neophyten und Archäophyten sowie potentielle auf dem Grill. Unser Vereinsabend regte zu Diskussionen an. Spass gemacht hat der Americano, der Rebell, nicht ganz allen Personen. Vor allem die Frauen haben nebst dem Riechen des Fox-Tons etwas geschmeckt, das ihnen nicht behagte. Das giftige Methanol, das hier im Wein ist. Keine Angst, die Inhaltsstoffe sind feststellbar, aber ich kenne auch keine Allergiker, die Probleme bekommen hätten. Mit Käse und Fleisch gäbe es schon einige Stories zu berichten. Die beiden einzigen Nahrungsmittel, die beim Thema Neophyten nicht tangiert werden.

Das Zypergras mit der Erdmandel scheint wirklich im Ruedertal angekommen zu sein. Zwei verdächtige Pflanzen kann ich selbst beobachten und für die andern, hier eine Hilfe zum Bestimmen und Geniessen der Tigernuss.

DSC_9568Zypergras? Vermutlich muss ich die Blüte abwarten oder nach dem Frost nach Knollen suchen.

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Einiges wurde restlos aufgegessen, das andere links liegen gelassen. Auf die Kartoffeln gab es keinen grossen Run. Zu empfehlen sind diejenigen, die in Holland und Frankreich angepflanzt wurden. Herrlich mundend, ohne Zutaten, echt toller Kartoffelgeschmack. Die aus der Region sieht toll aus, aber im Blindtest hier eine Kartoffel festzustellen, wäre gar nicht einfach. Am wenigsten Geschmack hatte die Biokartoffel, kostete dafür 16-mal mehr, als diejenige, die ich in Frankreich gekauft habe. In unserer Landwirtschaftspolitik gäbe es noch einiges zu überdenken.

Hier noch die beiden Beiträge  von Frieda und Peter. Danke für die Berichterstattung:

„Schmiedrued-Walde: Wolschmeckende Neophyten verspeist“

„Braun gebraten munde manche Neophyten“

Ohne sie wäre unser Speiseplan echt öde

Hier mein ungekürztes Referat.