Alle Beiträge von Stephan Marti

Rundgang Schwalben in Schlossrued

Mehlschwalben und Mauersegler sind verwandter, als der Goldfasan und der Globi. Alle ansässig im Ruedertal. Den ersten dreien ist gemeinsam, dass sie der Klasse der Vögel zugeordnet sind.

Der Mauersegler sieht zwar wie eine Schwalbe aus, ist aber keine. Ganz schwarz und fliegt uns bis zu 200 kmh um die Köpfe. Hier sprechen sie in Mundart von Spire. Kommt das vom engl. Kirchturm? Oder vom Mädesüss (Spirea), das zurzeit im Ruedertal wunderschön blüht? Oder wird man mit Spiere findig? Ru(e)dern, segeln – die Spiere ist in der Seemannssprache ein Rundholz. Und die Mehlschwalbe heisst vermutlich so, weil sie einmal im Mehl gelandet war und deshalb einen weissen Bauch hat. Diese Fragen sind noch offen.

Alle andern wurden durch Walter Bolliger geklärt. Der Mauersegler macht echt eine Bauchlandung, wenn er auf dem Bauch landet. Gesunde Vögel können aber entgegen der Volksmeinung wieder starten. Walter könnte man stundenlang zuhören. Einmal verspricht er sich. Das Nest des Mauerseglers wird aus bis zu 1500 Mehlklümpchen gemacht. Lehm korrigiert er sofort … alle lachen.

Rund 70 Nester zählen wir. Und sollten Mauersegler keinen Schlafplatz mehr finden, dann schlafen sie einfach in der Luft. Das scheint mir eine echt praktische Eigenschaft zu sein.

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Lehm, Holz, Beton – Vogelhäuser kann man auch stricken:

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Sechsundzwanzig Personen haben teilgenommen. Einer kam erst gegen neun Uhr. Er war auch am Rundgang der Naturschutzkommission und brachte eine ganz nette Karte mit: „… sorry viumau, tut mir sehr leid, dass wir unseren Anlass auf den 16. planten.“ Merci, Absicht haben wir nie vermutet. Auf die digitalen Möglichkeiten stiess in der Zwischenzeit  sogar Marlies – die Höchste oben im Tal. Talvereinssitzung in Zukunft vielleicht ohne Schwergewicht Termine.

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Ponys, Schaffe, Kühe, von oben den Globi bei der Turnhalle, die 19-jährige weisse taube Katze, die seelenruhig mitten auf der Strasse liegt und sich auch durch das Fernlicht des Fahrers nicht stören lässt. Diese und andere Tiere sahen wir und Erdkröten hörten wir. Und sogar der Besitzer des Goldfasans nahm an unserem Bummel teil, wie ich schon bei der Begrüssung feststellen konnte. Einige vermuteten, dass dieser Vogel vor drei Tagen von einem Tier gerissen wurde. Muss wohl ein anderes gewesen sein, dass Todesschreie von sich gab. So einfach einzufangen ist ein Goldfasan nicht. Extrem schnell und schwupps, mehrere Meter hoch auf der Traubenkirsche. Mal schauen, wie lang e es dauert, bis er die 830 Meter Luftlinie schafft. Er könnte wenn er möchte. Die Briten, wo dieser Chinese auch in Freiheit lebt, würden ihm jetzt ein Weibchen zur Verfügung stellen. „Zuhause“ erwartet ihn nur Ärger – ein angriffslustiges zweites Männchen. Singen kann er nicht so schön und wenn wir den letzten Satz dort lesen, dann gibt es auf der Alpensüdseite angriffslustige mit Hahnenfedern, die wunderschön anzuhören und -sehen sind, obschon die manchmal fast wie eine Guggenmusik tönen.

Ein herzliches Dankeschön an die Gastgeber Elisabeth und Köbu Müller und Walter Bolliger, der uns durch den Abend begleitete und unter anderem auch von den 700 km Todesfallen in Ägypten erzählte. Jetzt beschleicht mich nachträglich ein schlechtes Gewissen. Ich war vermutlich der einzige, auf dem Grillplatz, der eine Geflügelbratwurst verspeiste.

Hier noch der Beitrag der AZ über die Konkurrenzveranstaltung: „Ruedertal als Glögglifroschtal„.

Die diebische Elster … kein Kommentar möglich

Klauen ist heute nicht mehr in. Man nervt digital und versucht, dass man auf illegalen Seiten landet. Die Kommentarfunktion wird wohl gesperrt.

Sorry, insgesamt über 200 Kommentare, das ist mir zuviel. Da muss der Riegel geschoben werden. Nehmt notfalls ein Mail aus der Adressliste.

Ein Vogel hat vor 200 Jahren – am 31. Mai 1817 genau – auch für verbrecherisches Aufsehen gesorgt. Die diebische Elster von Gioachino Rossini, schlichthin der Komponist der lustigen Oper.

Vögel muss man mögen. Wir haben im Tal einen diebischen Goldfasan. Der hat den Zwerghühnern Futter weggefressen. Wenn wir den fangen können, droht ihm nicht die Strafe, die Gottardo für die Elster vorgesehen hat. Er würde vermutlich in Gefangenschaft bleiben … bei einem Vorstandsmitglied. Dieser hat sogar Gänse und da kommt mir wieder Rossini in den Sinn – Tournedos Rossini mit Gänseleber. Ein Graben trennt die Schweiz – versuchen sie mal, ob mir dieser Link gelungen ist … wenn ja, nicht weitersagen.

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Besuch aus Basel. Ich pfeiffe unserem Ruedmilan. Er nähert sich bis auf wenige Meter. Einer der Besucher kann nicht wie der Gabelschwanzteufel pfeiffen … dafür durch die Finger und ganz extrem laut. So schnell habe ich noch nie drei Raubvögel gesehen, die sich aus dem Staub machen. Staub ist ja Dreck und die hecken in den nächsten zehn Minuten einen Angriff auf der andern Seite des Hauses aus …

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… und proben den Erdkampf und sind damit mindestens auf Linie der Expertengruppe. Sollten sie diesen Link nicht lesen können, ganz unten auf „vielleicht später“ klicken.

Exkursion Kleinwasserkraftwerke – Hightech Anlage getestet

Am 29. September 2017 findet die Exkursion über die Kleinwasserkraftwerke statt.

Treffpunkt 17.00 Uhr beim Eingang der Pfiffner Messwandler AG, Lindenplatz 17, Hirschthal. Entlang der Suhre sehen wir und hören über ökologische, ökonomische und technische Klippen der Stromproduktion. Zum Schluss braucht das Kraftwerk Magen allenfalls Flüssiges aus der Biberburg.

Dieser Text ist unter den Veranstaltungen zu lesen. Einfach so hereinkopiert. Und kopieren möchten sie vielleicht das sensationelle Kleinwasserkraftwerk der Afag in Huttwil. „Faszination Bewegung.“ Pur. Einfach so mal zu einem Personal Revival konstruiert. Vor dreissig Jahren war ich dort CFO wie das heute so schön heisst und treffe etliche bekannte Gesichter vom damaligen kaufmännischen Lehrling bis zum pensionierten Hausfotografen und ehemaligen Nachbar. Damals von 80 auf 200. Nicht Kilometerstunden oder Stundenkilometer wie es eigentlich falsch heisst, sondern im Mitarbeiterbestand. Daneben noch so eine neue Software auf PRIME-Computern aufgebaut, die etwas später in die IBM-PPS-Lösung integriert wurde. Beruflich meine verrücktesten Jahre. Von der CAD-Stückliste über alle Hauptbücher bis hinein in die laufende Kalkulation. Dort habe ich spätestens gelernt, dass die „Buchhaltung“ in etwa das einfachste Gebiet in den Finanzen ist. Daneben immer High-Tech vom Feinsten.

Besten Dank an Fritz, Leiter Forschung, der bei der Buebeglungge im Huttuwald diesen Film gedreht hat. Für gut 150 Leute wurde aber auch der örtliche Grill benützt. Meine Bratwurst aber kam vom Velofelgen-Plastikbecher-CD-Ständer Grill. Dasliess ich mir nicht nehmen.

Sollten sie an einem einsamen Fluss- oder Bachlauf einmal nicht gerade über diese Metallteile und einem halben Eisenfass verfügen können, geht es noch etwas einfacher. Hier die Bauanleitung.

zu gelauscht: Gewässerverschmutzung …

Gestern hatten wir Vorstandssitzung – unter anderem haben wir über solche Sachen diskutiert.

Der Goldfasan scheint seit Wochen im Tal heimisch zu sein und der Besitzer ist unbekannt. Er scheint sich über mehrere Kilometer zu bewegen.

Auf unserer Seite, wo wir den Vorstand vorstellen, sollen Bilder rein. Nicht etwa ein normales Foto, fast mit Bergün vergleichbar. Wäre ein Film allenfalls erlaubt? Ein Vogel soll rein. Vier Vögel werden abgebildet. Diese vier verstehen eh mehr von Vögeln als ich. Ich hab allenfalls eine Meise oder gar mehrere. Natur- und Vogelschutz Verein Rued – ich bin für die Natur zuständig. Anscheinend gehören ja Vögel nicht zur Natur, sonst würden sie im Vereinsnamen ja nicht aufgezählt. Spass beiseite, den Bär haben die vier für mich ausgelesen.

Gefällt mir, denn vorgestern habe ich über den Bären geschrieben – und keiner hat es vorher gewusst. Es wird das Foto aus dem Jasper- und Banff-Nationalpark sein. Leicht versteckt steht er rund 15 Meter vor uns.

Ungeeignet, für eine gute Aufnahme. Trick wie im Bärengraben anwenden. Nicht pfeifen. Rüebli! Nur wo hernehmen. Also mit Stein ersetzen. Klappt. Er kommt auf rund 10 Meter zu uns. Immer noch nicht perfekt. Zweiter Stein. Dressiert. Rund 8 Meter.

Sieht doch so niedlich aus, aber immer noch nicht Format füllend. Dritter Stein – neuer Weltrekord im Autoeinsteigen. Der Bürostuhl mit Raketenantrieb hätte keine Chance, die Beschleunigung ist zu klein. Zumindest sehen sie auf diesem eine quere Foto von mir. Josef, perfekt wie er immer ist, wollte wissen, ob ich mit einem Rollband gemessen habe. Guter Blick reicht.

Sein Blick galt am Vormittag eher dem Bach. Da gab es Lehmverschmutzungen, verursacht durch den Ablass eines Speichers für ein Kleinwasserkraftwerk. Ein heikles Eisen. Erstens wollen wir nicht in Laufendes eingreifen und zweitens können sie allenfalls an der Expedition über Kleinwasserkraftwerke mehr darüber erfahren. Naturschützer sind gegen solche Kraftwerke und sie werden vom Bund nicht subventioniert. „Im Moment bin ich mit Wasserkraftwerken wirklich massiv zugedeckt und es stehen auch einige grosse Neukonzessionierungen an. Meine Ressourcen sind wirklich etwas eingeschränkt …“. Das schreibt der angefragte Gewässerexperte von WWF Schweiz.

Es gibt sicher spannende Momente, denn im Energiesektor ist jeder Fachmann, jeder hat seine Ansicht, seine Meinung und es wimmelt nur so von Hirngespinsten und Halbwahrheiten, die herumgeistern. Wer es noch nicht gemerkt hat, dass bei der Energie Welten aufeinander prallen, sollte es spätestens mit der letzten Abstimmung gemerkt haben. Neutral zu bleiben, ist hier eine echte Kunst. Ich werde es versuchen. Mit der Energie mache ich es seit 50 Jahren so. Den ersten Vortrag über Atomenergie hatte ich ein Jahr bevor das einzige öffentlich wirklich bekannte der sieben Forschungs- und Versuchsrektoren in Lucens 1968 für acht Monate in Betrieb ging. Ob man seither viel in der Vorgehensweise und der Informationspolitik gelernt hat, wage ich zu bezweifeln. Die Geschichte des VAKL liest sich wie ein ganz schlechter Roman.

Kommen wir doch noch mal auf die Gewässerverschmutzung zurück. Diese Nacht war diese vermutlich schlimmer. Lehmabtrag durch Regen und dem Schaum nach auch andere natürliche Substanzen. Aber es geht auch anders:

Der Bellandur Lake – aber seien sie beruhigt, unsere Sirupbar, die konzentrierBAR am „Genuss zu Fuss“ wird nicht mit diesem Wasser betrieben.

Und nicht vergessen: 16. Juni 2017 – Rundgang Schwalben bei Fam. Jakob Müller. Besammlung Schulhaus Schlossrued 19.00  Uhr bei schönem Wetter bräteln am Waldrand. Höhlenbesichtigung für Kinder.

Sorry für die Terminkollision mit der Naturschutzkommission. Wir waren früher und sollte jemand den Veranstaltungskalender des Tals nicht finden – bei uns ist er aufgeschaltet. Wir geben uns Mühe, dass die versandte aktuelle Version aufgeschaltet wird. Es ginge auch einfacher. Irgendwer müsste auf einer Internetseite einen digitalen, öffentlichen oder Gruppenkalender aufschalten, den zumindest alle anschauen können. Den Google Kalender oder andere kann man sich sogar in den eigenen Kalender integrieren.

Ja, Termine zu planen und einzuhalten ist nicht ganz einfach. Wenn das Vergessen zur Tagesordnung wird, sollte man sich ernsthaft Gedanken machen.

Goldfasan im Ruedertal

Die Umgebung der Hammerschmitte scheint auf exotische Tiere einen Anreiz auszustrahlen.

Vor knapp zwei Jahren haben wir einen Karakal eingefangen. Kaum zu glauben, aber der Goldfasan, der es heute in meinem Bächlein gemütlich gemacht hat, lies sich nicht einfangen. Vermutlich wissen wir aber, wo der schöne Vogel entwichen ist. Nur, da nimmt keiner das Telefon ab. Vielleicht sind sie am suchen. Derweil der Fasan vermutlich in Richtung nach Hause ist.

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Nach Wiki soll der Goldfasan nur in China und in England frei lebend vorkommen. In England ist er vermutlich ausgebüxt und hat es sich gemütlich gemacht. Eine Partnerin zu finden wird in der Schweiz nicht so ganz einfach sein. Also, nach Hause in die Voliere.

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Na ja, er schaut mir nachdenklich zu, aber dann ab in den Steilhang. Zumindest findet er vermutlich genügend Nahrung in der Umgebung.

Vernehmlassung zum Konzept 2030 von BirdLife Schweiz

Die allgemeinen Bemerkungen zum Entwurf des Konzept 2030 von BirdLife Schweiz finden sie in der Info 1/17 – April auf Seite 3 und den Konzept-Entwurf als PDF.

48 Seiten – entschuldigen sie mich, wenn ich da mit der Natur vergleiche: Vor lauter Bäumen sieht man den Wald nicht mehr. Ein äusserst umfassendes Werk für ein Konzept. Es lässt alle Spielmöglichkeiten zu und in keinem Punkt kann man wirklich dagegen zu sein. Nur, mir fehlt Konkretes. Zwei Punkte sind mir aufgefallen.

  • Eine gemeinsame internationale GIS-Plattform für zumindest die Erfassung der Vogelstandorte wird nirgends erwähnt. ÖkoloGISch, bioloGISch, strateGISch, ornitholGISch, hydroloGISch, leGISlativ reicht mir nicht. LoGISch? Die Anliegen sollten bekannt sein, denn sie wurden von uns auf kantonaler und nationaler Ebene vorgetragen.
  • BirdLife gehört zu den drei grössten Naturschutzverbänden der Schweiz. Im Konzept auf Seite 27 sieht man die Verteilung von BirdLife in der Schweiz. Spätestens hier sei die Frage erlaubt, weshalb man nicht eine Zusammenarbeit anstrebt. Der Natur wär es sicher recht. Die beiden andern grossen Verbände dürften pro natura und JagtSchweiz sein. Oder ist es der WWF Schweiz. Wir kennen nicht einmal unsere „Konkurrenz“.

Wer sich äussern will, kann das über uns oder direkt an werner.mueller@birdlife.ch mit Kopie an info@birdlife-ag.ch bis am 10. Juni machen. Besten Dank.

 

Der Gebrüder Grimm’sel Stausee

Märchen haben den Vorteil, dass sie immer gut ausgehen.

Fast immer. Aber gut für wen? Den Wolf, die Prinzessin, die Räuber oder das Waisenmädchen? „Doppelt bitter für Umweltverbände„. Auch dieser Titel dürfte nicht ganz der Wirklichkeit entsprechen. Viel dazu brauche ich nicht mehr zu schreiben – das geschah vor zehn Jahren und geändert hat sich nicht viel. Immer noch Bio-Grüne gegen Energie-Grüne. Und ich selbst bin mittendrin, wie im Sandwich. Was ist das beste am Sandwich? Der Schinken mittendrin. Na ja, nur um die Hälfte die Staumauer zu erhöhen bringt keinem etwas.

Das Moor, die Arven. Sorry, manchmal finde ich das einen Verhältnisblödsinn. Nichts dagegen, dass man die Natur schützen will, aber um welchen Preis. Vermutlich werde ich am 29.9.17 mit der Exkursion Kleinwasserkraftwerke etwas deutlicher, wie heute oft auf Flusskrebse und Fische mehr Rücksicht genommen wird, als auf Menschen. Und die meisten sind ja überzeugt, dass der Klimaanstieg nur durch selbigen erzeugt wird und die Gletscher deshalb schmelzen. Oder anders gesagt, Arven gedeihen auch 200 Meter höher. Übrigens, sind sie schon mal am Grimselstausee entlang gelaufen? Das ist übrigens auch mit Kindern zu bewerkstelligen. Nur damals hatte es vermutlich weniger Wanderer, als es diesen Sommer haben dürfte.

Vor zehn Jahren kam auch Toni Vescoli im Beitrag vor. Von ihm gibt es ein Stück, die „N1“, das ich leider nur als Youtube-Konserve habe. Hier sieht und vor allem hört man die Gegensätze. Eine fährt mit Grimselstrom rund um die Grimsel rum und Toni singt über die Autobahn …

… und wir sprachen meist über Wasser, das ohne Druckleitung seine Kraft hat.

Vereinsversammlung – Kurzbericht

Die Vereinsversammlung vom Natur- und Vogelschutz Verein Rued fand am 10.3.2017 in der Pizzeria Sternen Schmiedrued statt.

Der statuarische Teil verlief reibungslos und es wurde gar nie abgestimmt. Die Vereinsmitglieder haben immer einstimmig geklatscht. Hätten wir nicht alle gesehen, wie sie sich an der  Akklamation beteiligten, hätte rein rechtlich die Frage nach Nein-Stimmen und Enthaltungen gestellt werden müssen. Der Mitgliederbeitrag bleibt bei CHF 35.– obschon wir für den Dachverband mehr abliefern müssen. Da dies der momentane Kassabestand zulässt, wurden auch die Getränke aus der Kasse bezahlt.

Am meisten Freude bereitete den Anwesenden bei der Programmvorschau die Exkursion „Kleinwasserkraftwerke“ vom 29.9.2017 mit einer Besichtigung der Pfiffner Messwandler AG in Hirschtal. Nebst dem eigenen Blog www.ruedmilan.ch wurden die neuen Möglichkeiten bei einer Nistkastentour im Referat von Stephan Marti, dem Präsident, erläutert.

In der heutigen Zeit wäre es theoretisch kein Problem, die Daten mit einem Handy unter einem Vogelhaus stehend, in eine GIS-Datenbank (Geografisches Informations System) einzugeben. In der Praxis sieht das anders aus. Handnotizen werden erfasst, teilweise von verschiedenen nicht koordinierten Personen und wenn es gut kommt, werden diese Daten auf einer von zwei grösseren Datenbanken in der Schweiz von Drittpersonen eingetippt. Ziel sollte sein, dass alle Naturschutzbeflissenen  eine gemeinsame öffentliche Plattform bedienen. Wieso nicht die von BirdLife International, die auch ein Erfassungs-App hat?

Unsere Vogelkästen sind wertvoll, weil einige bedrohte Arten zu wenig natürliche Nistgelegenheiten finden. Die Vogelwarte Sempach schreibt: “ Ein neuer Brutvogel-Atlas soll Grundlagen liefern, um gefährdete Arten besser schützen zu können. Hunderte von Ornithologen machen sich in den nächsten 4 Jahren auf die Suche nach einheimischen Brutvögeln. Aus den gesammelten Daten wird die Vogelwarte Sempach einen Atlas erstellen, der in Umfang und Präzision weltweit einmalig ist.“ Es wird 2018 ein wertvolles, hilfreiches Buch

Der Vorstand des NVV Rued hat erlebt, wie unsystematisch und ohne Hilfsmittel gearbeitet wird. Ein halbes Jahr nach der Felderfassung sollten wir Ergänzungsmaterial in Monatsfrist über Zugsvögel liefern, die schon lange im Süden sind. So die Praxis. Die Ornithologen, die 100 km2 betreuen könnten durch viele Naturschützer ergänzt werden. Der verlinkte Film zeigt Herrn Vogel in der Umgebung von Zofingen. Den sollten wir einmal kennen lernen. Diese Stadt lebt zum Teil von Software, die einige Freaks, darunter auch der Referent, aufgebaut haben – www.borsalino.ch, heute Bargeld genannt.

Es wäre eine Chance für eine ökonomische Ökologie, aber leider gibt es noch wenige die beide Gebiete studiert haben. Von der bei allen Beteiligten angeregten gemeinsamen Diskussion hört man nichts. Es wird nicht ganz einfach sein, denn die Schweizer wollen eigenständig bleiben und auch im Naturschutz will jeder seine Pfründe schützen.

Am 15. März findet im Naturama eine Veranstaltung über das AGIS statt – sie ist schon ausgebucht. Eine tolle GIS-Plattform. Sie kennen unsere Ideen und der Mauersegler, der im Brutvogelatlas im Ruedertal garantiert nicht stimmen wird, orientiert sich nicht an Grenzen und trumpiert sich nicht bei hohen Mauern. Immerhin, wir haben Zeit, die nächste Datensammlung wird voraussichtlich 2033 starten. Vielleicht weiss dann der Buntspecht auch, dass das zweifüssige Lebewesen, das dauernd und überall mit den Fingern tickt, keine Körner oder Würmer sucht … sondern irgendwas Internettes, vielleicht gar seine Hausnummer und Informationen über seine Mitbewohner online erfasst.

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Ergebnisse der Umfrage:

  • Tagesausflüge/Exkursionen werden Halbtagesveranstaltungen vorgezogen

Folgende Veranstaltungen stossen auf Interesse:

  1. Rebbergwanderung
  2.  ARA, Biogasanlage und Recyclingzentrum sowie Besichtigung eines Rhododendron-Parks und Saurierspuren
  3. Blumen-/Gemüsebörse oder Salatzucht, sowie Drohneneinsatz beim Tierschutz oder eine Straussenfarm
  4. Nussbäume oder Alpacas
  5. Altkleidersamlung oder Recycling einer Verteilzentrale, sowie zwei Projekte, wo selbst „Hand angelegt“ werden müsste

Bei der Gestaltung der nächsten Jahresprogramme werden wir diese Liste wieder zur Hand nehmen. Neue Ideen sind immer willkommen und wir nehmen diese gerne auf.

Hier noch der Vereinsversammlung 2017 – Seiten aus WB_021 vom 17. März 2017. Besten Dank für die Berichterstattung.

 

 

Jahresbericht 2016

Wenn sie den Jahresbericht 2016 in Prosa erwarten, dann muss ich sie enttäuschen – das war letztes Jahr eine Ausnahme.

Vieles ist schon internett erfasst und da wollen wir doch nichts Neues dazu erfinden. Wie in einem Blog üblich – Altes wird von neuem nach unten verdrängt.

Jahresprogramm 2016

Verschiedene Vorstandsmitglieder haben mehrere auswärtige Veranstaltungen besucht – Sensenkurs in Gränichen – gesamtschweizerische Naturschutztagung in Unterentfelden (da braucht nicht nur einer zu gehen, da können alle teilnehmen) – Regionalhöck, da waren wir zu zweit und können dies auch belegen – Milan Ausgabe 1-2017, Seite 31 (ist noch nicht aufgeschalten). Vermutlich habe ich nicht alles erfasst, aber die Zeit eilt so schnell … nehmen sie doch einfach im diesem Jahr auch mal teil.

Ob alle Nistkästen ausgemistet wurden, wage ich zu bezweifeln. Aber wir haben das mit Bananenschachteln gemacht und alten Papiere durchgeschaut, was wir archivieren wollen. Das umfangreiche Material von birdlife Aargau und Schweiz haben wir entsorgt und eine Adressliste erstellt, dass nun alle Mitglieder und einige Opinienleader die Informationen in Zukunft direkt erhalten. Es fehlen aus der Vergangenheit noch einige Protokolle, aber vermutlich finden wir die auf dem einen oder anderen PC … wenn sie nicht heute Abend schon an der Vereinsversammlung als aufgefunden gemeldet werden.

Zudem haben wir über das geplante Windkraftwerk Kulmerau/Kirchleerau berichtet und als erste festgehalten, dass dieses vermutlich aus ökonomischen Überlegungen nicht gebaut wird. Ganz herzlich möchten wir Rolf danken, der uns die Information zur geplanten Verschiebung in ein zu rodendes Waldstück, wo die Wasserfassung ist, als erster zukommen liess.

Herzlichen Dank auch allen Vorstandsmitgliedern für ihren Einsatz – die einen mehr, die andern berufsbedingt etwas weniger. Und ein herzliches Dankeschön für den Besuch unserer Veranstaltungen … und das ihr als Mitglied des Natur- und Vogelschutz Vereins zur Natur schaut. Und gestattet mir noch einmal die Frage: Zählen Vögel nicht auch zur Natur?

Was so alles im Vereinsjahr 2016 abgelaufen ist, sehen sie in den verschiedenen Blogeinträgen.