Jahresbericht 2017

Ja, was soll Mann schreiben? Irgendwie ist das doch langweilig, Altes wieder aufzuwärmen. Wasser und Vögel waren unsere Themen. Also Wasservögel oder Vogelwasser?

Fangen wir doch in dieser Woche an. Vogel – Wasser – eintauchen. Sensationelle Aufnahmen von Wasser. Fotos, die zum Teil wie Gemälde aussehen. Madlena Cavelti und Andrea Vogel, die können nicht nur fotografieren, die haben eine ganz besondere Begabung – sie können beobachten. Andrea, der Grenzgänger, hat nur gelacht, als ich ihm sagte, dass ich heute Abend meine Nikon wegschmeisse. „Nur das Objekt reinigen!“ Kraft des Wassers wird dies gemacht:

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Madlena und Andrea sind Profis – also, sollen sie mal raten wie meine beiden Aufnahmen entstanden sind. Martin Rubin sprach an diesem Abend, wie das Wasser auf die Welt kam. Die Frage ist nur, wie lange wird es noch bleiben und können wir es einigermassen sauber halten. Nur 0,5 Prozent des Wassers auf der Welt, stehen uns als Trinkwasser zur Verfügung. 95% sind salzhaltig und 2,5% gefroren.

We kill the world – so hat das letzte Jahr angefangen. Strahlendes Wasser in Fukushima und vielleicht strahlender Seetang auf dem Teller. Dabei haben wir für sauberes Wasser unterschrieben. Politischer Filz vom Schlimmsten auch in unserer Umgebung. Kernkraft, Bundesrat, Finanzen, Revisionen. Ich habe nicht direkt Angst. Aber ein mulmiges Gefühl, bei soviel Geheimniskrämerei und vor allem bei der Missachtung von einfachsten Sicherheitsregeln. Mit fünf BR habe ich vom UVEK schon diskutieren dürfen. Moritz, den ich aus einer später Begegnung per Du erwähnen kann, war bei Implenia … und was machen die? Schon damals wurde nicht über alles informiert. Drei Doppel-Fragen habe ich damals gestellt und nur zwei beantwortet bekommen. Das war die ehrlichste Antwort. Sie bedeutet: „26 Massnahmen aber keine Ahnung, wie das mit der Energie in Zukunft aussehen wird.“ Elektrizität? Ich denke Wasserstoff! Später Kernfusion!

Grob gesagt, sind wir heute auch nicht schlauer, aber haben einige Gesetze mehr, die am liebsten ausgehebelt werden. Die politischen Feinheiten erfahren sie an Exkursionen. Zum Beispiel bei den Kleinwasserkraftwerken (KWKW). 1,3 Millionen CHF nur für die Fischtreppe und 1200 Tonnen Stein. Danke an die Mithelfer der Firma Pfiffner … falls ihr mal Tag der offenen Türe habt, den Teil nördlich-östlich der Brücke würde ich auch gerne kennen lernen. In näherer Zukunft werdet ihr dem Flusslauf folgend, auch keine neuen KWKW’s finden. Greenpeace hat sich damals entschuldigt – jetzt würden wir direkt Susanne Hochueli aus unserem Kanton anfragen. Ein sehr guter Artikel aus der AZ, aber die Kommentare zeigen, wie die meisten Leser dort denken. Seit rund 20 Jahren bin ich nicht mehr Abonnent eines deren Kopfblätter, was die „alte Dame“ schon fünf Jahre früher geschafft hat.

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Sieht ja fast aus, wie Nummer 11, der Stinkbaum-Sirup bei Genuss zu Fuss. Alle Kinder und Jugendlichen haben den problemlos erraten können. Kein einziger Erwachsener. Beim Spiel BioDio waren sie erfolgreicher und dieses wurde gar in den Weihnachtswünschen der Organisatoren erwähnt. Vielleicht machen wir mal den Zahnpasta-Geschmackstest. Über Fluor sprechen wir heute nicht.

Heute werden viel zu viel Pflegeprodukte, Reinigungsprodukte und Medikamente pro Haushalt ins Wasser gespült. Nebst der Umwelt könnte da auch das Portemonnaie geschont werden. Wie ist das mit Zahnpasta möglich?

Ausdrücken und die Tube aufschneiden? Testen sie selbst. Am besten einfach weniger Zahnpasta nehmen. Spülen, Schaum? Das Thema ist noch umstrittener, als die Energie. Wir verbrauchen zu viele solche Stoffe. Im Wasser hat es Medikamente, Kunststoff (in neu gekaufter Zahnpasta sollte es keine Microkügelchen mehr haben), bis zu Nanopartikeln und Pestizide …  „Es gibt in allen OSZE-Ländern seit siebzehn Jahren keine einzige Muttermilchprobe, die als Trinkmilch vermarktet werden dürfte“, sagt >Michael Braungart von Greenpeace … na dann mal Prost. Und eh Guete, 300 Kilo Nahrungsmittel gehen im Durchschnitt neben dem Magen durch – pro Jahr und Person. Rund ein voller Sattelschlepper für uns. Und es ist nicht sinnvoll, aus Nahrungsmittel Treibstoff und Energie zu machen. Zudem schadet Öko-Diesel den Fahrzeugen und somit auch der Umwelt. Schaut einmal in Deutschland die Zapfsäulen an. Die Warnung um Haftpflichtansprüchen zu entgehen.

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Treibstoff gab es auch beim Bräteln vor dem Waldhaus. Zwei Stunden vorher, war nicht echt Grillwetter … Wasser von oben. Lässt euch nicht abhalten, wir haben einen guten Draht zu oben und beten auch mal Schlangen an und verspeisen diese. Danke an Brigitta. Und schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Kleider und schlechte Schirme, wie beim Regionalhöck bewiesen wurde. Da verzogen sich sogar die Vögel und wir diskutierten, ob es sinnvoll ist, weiterhin Nistkästen für Meisen zu bauen und aufzuhängen.

Nicht aber, wenn Walter dabei war, da kommen die Vögel. Bei Köbu, vor dem Grillabend und auf der Nistkastentour. Merci an die Familien Müller und Bolliger. Alles auf ruedmilan.ch festgehalten – nicht aber GIS-mässig. Das Thema wird vorläufig zu Grabe getragen. BirdLife Schweiz und Aargau und die Vogelwarte Sempach reagierten nicht und unsere app-affinen Vorstandsmitglieder arbeiten mit Bleistift, lieber nur mit dem Gedächtnis. Sie haben mich per Beschluss aus der Verantwortung entlassen. Was ich in Zukunft über Vogelstandorte und Nistkasten mache, ist absolut freiwillig.

Wer Lust hat, kann auf EBBA2 vom EBCC für den europäischen Vogelatlas spenden. Nicht für die EPA, die Einheitspreis AG. Schauen sie mal das Musterbeispiel „expected probability of occurrence des Sardinian warblers“ an! Auf Deutsch: „Geschätzte Eintretens-Wahrscheinlichkeit der Samtkopf-Grasmücke„. Und da muss ich als Stechmücke doch mal zur neuen Software-Anleitung von RTRIM verlinken. Eine  Statistik-Software, die neu auf der Programmiersprache R für statistische Erfassungen geschrieben wurde. Noch Fragen? Für mich ist nun einiges klar, weshalb die Erfassung wie zu Zeiten des Flugsauriers stattfinden.  Übrigens, vor kurzem konnte ich mit jemanden diskutieren, wie es in den IT-Zentralen von Schweizer Banken aussieht. Ich hoffe nur, dass im Energiesektor …

Manchmal mahlen Mühlen langsam. So wird dieses Jahr auch die Frühlings-Aktion „Begrünte Dächer und Wände“ gestartet. 1986 wurden in Stuttgart dafür erstmals Subventionen ausgerichtet. 1988 habe ich im NDS davon gehört und im Herbst diesen Hit aus Deutschland mit meinem Dachdecker als erster in die Schweiz gebracht. Dazu hätte ich noch einen Wassertyp als grössere Vereinsreise – Bad Blumenau – mit viel Wasser, genau Hundertwasser.

Bleiben wir bei den Vögeln. Die Krähen sollen vertrieben werden. Baum beim KSA um und dann sind die Vögel weg! Vermutlich nur der Baum. Die Petition läuft noch bis 3.3.2018.

Saatkrähen sind intelligent. Sie bleiben, weil sie irgendwo was zum Fressen finden und sie fressen fast alles, aber nur in kleinen Stücken und sie wurden über 50 Jahre in der Schweiz gehegt und gepflegt, bis sie vor einigen Jahren auf der roten Liste gestrichen werden konnten. Ihr Lärm wird meistens stark überbewertet. Die einzige Möglichkeit, dass die sich verziehen, ist den Saatkrähen eine Sonnenbrille anzuziehen. Dann sehen weniger lang im hellen Licht wo Nahrung zu finden ist. Vielleicht werden sie am gleichen Ort schlafen, denn sie fliegen zur Nahrungssuche weit. Nicht bis nach Budapest, aber dort sehen sie morgens und abends minutenlang tausende, die der Donau entlangfliegen. Naturschutz funktioniert am besten, wenn voraus gedacht wird. Im Nachhinein wird es schwierig, manchmal unmöglich. Das letzte Votum letztes Jahr unter Verschiedenem waren die Krähen, die einer mit dem Lautsprecher vertreiben will. Überlegt euch z.B. dieses Jahr, ob ihr in Zukunft Meisen oder Schmetterlinge schützen wollt. Beides am gleichen Ort geht nicht. Im Gegensatz zu uns haben Meisen schon lange Larven und Insekten auf dem Speiseplan.

BirdLife empfiehlt in Ornis noch eine Reise nach Zypern. Ökologisch sicher ansprechend, ökonomisch habe ich den Norden gewählt. Nur der Natur wegen könnte ich diese Reise noch einmal machen und einen Wagen mieten. Na ja, des Fliegen ist ja nicht ganz ohne Nachteile, aber dafür haben wir uns noch beim Clean-Up Day eingesetzt. Sehr wahrscheinlich der sinnvollste Einsatz, um Kinder für den Naturschutz zu begeistern. Mehrere Vorträge über die Abfallvermeidung und gemeinsames Einsammeln während der Schulzeit. Aber wer im Tal an der Strasse wohnt, weiss, dass ulkige Vögel vermehrt auch in der Schweiz Autofahren und viel Abfall zum Fenster raus schmeissen.

Abfall vermeiden oder sinnvoll weiter verwenden. Das haben wir auch am Ostermarkt gemacht. Nicht nur Vogelhäuser gebaut, auch rund vier Bananenkisten Naturbücher und viele Karten an vor allem junge Leser und Schreiber abgeben können … und trotzdem haben wir hier fünfzig Franken eingenommen. Für diesen Preis erhält man schon zwei Goldfasane und es gibt Tierhalter in unserem Tal, die finden es nicht für nötig, einen ausgebüxten Goldfasan wieder einzufangen, obschon sie an einer Exkursion teilnahmen und den Aufenthaltsort bekannt gegeben wurde. Unter Vogelschutz verstehe ich den Schutz des Vogels vor dem Menschen und nicht umgekehrt. Ich lasse mich ich gerne belehren. Ähnlich beim neuen Jagd- und Schutzgesetzt. Der zuständige Regierungsrat jedes Kantons kann in Zukunft festlegen, was abgeschossen werden kann. Luchs, Wolf, Birkhühner, schwarze Schwäne …

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… weisse Schwäne. Ein ähnliches Bild findet ihr in einem eher „ungeheimen Beitrag über Gejagte“ von mir. „Über ein Dutzend geschützte Arten laufen Gefahr, quasi jagdbar zu werden.“ Der verantwortungsvolle Jäger wird darauf verzichten. Sind Lehrer im Saal? Seit ihr nach amerikanischem Vorbild bewaffnet?

Danke auch allen, die Abfall vermeiden, mit der Natur anständig umgehen und im vergangenen Jahr beim NVV Rued mitgemacht, gar mitgeholfen haben. Das waren einige Minuten, über das was wir nicht nur gemacht haben, sondern wir alle machen müssten. Ihr könntet doch das allererste Mal diesen Jahresbericht ablehnen, denn in den Statuten steht nichts, was darin stehen muss oder darf. Und da erlaube ich mir einige Freiheiten zu nehmen. Merci, dass ich keinen gesehen habe, der eingeschlafen ist.

Zusammengefasst: Tragt Sorge zur Natur, vielleicht müsst ihr noch einmal auf dieser Welt Leben … frei nach Gandhi … kein Heiliger und kein Politiker!

Nachtrag: Am Tag der HV erscheint dieser wunderschöne Artikel zur Co2-Statistik der Schweiz. Man könnte das als „graues Co2“ bennen. Die Gesamtmenge unserer Treibhausgase ist 2,5 mal höher, als das Inventar im Inland ausweist. Vermutlich arbeiten die auch mit der Software R und deren Resultate sind für den Endbetrachter nicht überprüfbar, es sind Zusammenfassungen aus Datenbanken. Ich freue mich schon mit einem Kollegen darüber zu diskutieren. Ich habe ihn in diesem Zusammenhang mal gefragt, was Entitäten sind. Der Vortrag dauerte sechs Stunden. Vermutlich hat er sich in Parma bei den Studenten kürzer fassen müssen, sonst hätten sich die Hörsäle langsam entleer. Der letzte Link ist für sie verständlich, oder … hier geht es weiter. Dank Jiri und meiner unterstützenden Hilfe musste IBM weltweit die Software vereinheitlichen, denn Apostroph und Schlusszeichen sind nicht das selbe. Kleider Frey und Hero stellten zwar nicht die gleichen Produkte her, aber hier haben wir einen der allerschönsten IT-Fehler entdeckt, vor allem, weil beide Zeichen in beiden Versionen am Bildschirm gleich dargestellt wurden. Glauben sie nicht immer alles und bleiben sie hartnäckig.