Neuer Greifvogel im Ruedertal entdeckt

Rund 1200 – 1500 Rotmilane gibt es in der Schweiz. Einige ganz spezielle im Ruedertal.

Wer schaut den Rotmilanen nicht gerne zu, wenn sie über uns fliegen, kreisen. Schade, dass sie meist zu weit weg sind und selbst zu ihnen fliegen, das schaffen wir nicht so einfach. Da gibt es nur ein Mittel. Wir müssen sie anlocken. Wiuhhhh wiu wiu zu pfeiffen ist für Männer mit Bassstimmen nicht so ganz einfach. Der Pfiff des Rotmilans nachzuahmen braucht ziemlich viel Atemdruck, denn die Tonlage ist hoch.

Beim Mäusebussard haben wir es leichter. Er „singt“ tiefer.  Trotzdem gelingt es, den Rotmilan neugierig zu machen. Er wird neugierig und will wissen, welche „Konkurrenz“ sich am Boden bemerkbar macht und nähert sich oft in Bodennähe auf wenige Meter.

DSC_9883 AusschnittEiner „meiner“ Ruedmilane über der Hammerschmitte in Schmiedrued.

Ruedmilan ist eine Wortspielerei mit Rot und Milan,  der Vereinszeitschrift von birdlife aargau, unseres Dachverbandes.  Darüber mehr in zukünftigen Blogbeiträgen oder sobald dieses Blog auf eine Homepage ergänzt wird. Aber irgendwie und -wo müssen wir ja anfangen.

Und nehmt es uns vom Natur- und Vogelschutzverein Rued nicht übel, wenn wir nicht immer tierisch ernst bleiben. So wird der Name Milan nicht nur für die Habichtartigen (Accipitridae), sondern für Vor- und Familienname, PAL-System, Automarke und -Modell, Flugzeug, Schiff und Fahrrad verwendet. Und wie die Natur des Homo Sapiens so ist, denken die meisten zuerst an einen Fussballverein, den AC Milan.

Der Rotmilan wird auch Königsweihe oder Gabelweihe genannt.Zudem bedeutet „Weihe“ in nachbarschaftlicher Mundart auch Kuchen. In diesem Sinn hier eine Bastelanleitung für den Rotmilan, den Königskuchen? Oder müsste der jetzt Gabelkuchen heissen? In der Innerschweiz wird der Rotmilan gar Gabelschwanzteufel genannt. Diesen Namen kennt man auf der ganzen Welt. Hier ein Beispiel mit tollen Fotos aus Australien – der Lockheed P-38 Lightning.

Freuen wir uns über den friedlichen Ruedmilan. Der ist bis heute einzigartig. Oder etwa doch nicht? „Mit klarer Sicht“ gesehen gibt es einen einzigen Treffer bei Google. Mit scharfem Blick betrachtet, war da eindeutig ein Insider am Werk.

Stephan Marti

 

Ein Gedanke zu „Neuer Greifvogel im Ruedertal entdeckt“

  1. Gelesen in einem Weihnachtsbrief: Stellvertretend nehme ich mir „Kari“, den „Rigisuter“ vor: Immer wenn ich auf Wanderungen einem Moswey (Mäusebussard), einem Milan, einer Dohle oder gar einem Adler begegne, der in niedriger Höhe mit seinen Schwingen kreisend die Thermik für sich zu nutzen beginnt, meine ich zu hören: „Luèg, wiè schön me da chan umèduschtère – etz chanis wirkli haa wiènè Fürst!““

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