Sceliphron Fertighäuser gesucht

Solltet ihr Bauten der Orientalischen Mauerwespe der Gattung der Grabwesten finden, so werft die bitte auf dem Estrich oder beim Entfernen an Häuserwänden nicht einfach weg – gebt sie uns.

Beim Karakal mussten wir etwa gleich lange nachforschen wie beim Herausfinden des Bewohners dieser wunderschönen Lehmbauten.

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Das ist kein Bienenhaus aus Lehm, das ist ein Wespenhaus – der Sceliphron curvatum – wenn sie das PDF aus diesem Link gelesen haben, wissen sie alles und können vielleicht sogar bestimmen, um welche der sechs Unterarten es sich hier handelt. Gefunden wurde dieses halbe Exemplar, das hier auf rohen Lehmziegeln liegt, in der Hammerschmitte – oder war es in Südfrankreich? Egal, diese wunderschönen Bauten der Mörtelwespe, wie sie auch genannt werden, kommen an beiden Orten vor. Je nach Lehm den sie vor Ort finden, noch etwas brüchiger.

Und was macht nun unsere Aktuarin Frey-ja? Ein haltbares Wespennest – echt göttlich. Da staunt man!

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So, nun sind beide Teile zusammengefügt. Einmal roh und einmal behandelt. Bitte nicht selber ausprobieren, wenn sie die riesigen Apparaturen zum Härten dieser kleinen Wunderwerke nicht zur Verfügung haben.

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Wer welche findet und sie nicht selbst aufstellen will, kann solche bei der Hammerschmitte oder bei Brigitta Frey im Schiltwald abgeben oder bei der Haustüre hinlegen. Sie werden nicht verbrannt, sondern mit 1000 Grad gebrannt. Aus einem Lehmwespennest wird ein Tonwespennest.

Dies ein Beitrag eines Lehmbauers und einer Töpferin und nun geht es zum Dritten, der auch Lehm verbaut und der dann Käse zu Fondue verbaut. Und davor und danach arbeiten wir noch für die Tombola. Wenn sie Lust haben, kommen sie heute Abend oder Morgen in die Turnhalle Walle – der Männerchor sing und wir brauchten noch einen Fotografen. 150 Tomolalose stehen zum Gewinnen bereit.

Vorenthalten möchte ich ihnen nicht, was die Menschen von diesen Wespen gelernt haben. Eine Idee aus Italien. Und wenn sie auf das YouTube Ikon klicken, dann folgt noch eine zweite Art, wie man herkömmliche Häuser mit einem 3D-Printer erstellen kann. Hier finden sie noch andere Anwendungsmöglichkeiten der weltgrössten 3D-Printer.

Bücherantiquariat

Am Ostermärit – 1. April 2017 – werden wir, das ist kein Scherz, ein kleines Bücherantiquariat haben – nebst dem Bau von Vogelhäusern.

Wir werden Bücher über Vögel, Tiere und über die Natur auflegen, die bei Gefallen mitgenommen werden können. Den Preis bestimmen Sie – wir legen einfach ein Sparschwein daneben. Wenn es für den NVV Rued etwas gibt, ist es schön. Ich möchte aber eigentlich, dass Bücher nicht einfach weggeworfen, verbrannt oder zu Toilettenpapier recycelt werden, sondern, dass wir Freude bereiten können … und sich jedmand mit der Natur auseinander setzt.

Wer Bücher entsorgen will, kann diese auch bei mir in der  Hammerschmitte (Matt 18) abgeben – egal welche, aber bitte kein Altpapier. Bücher zum Thema Natur, können auch direkt an den Ostermarkt mitgenommen werden – wir sind neben dem Eingang zur Turnhalle zu finden.

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Pfeifvogel oder Singvogel und andere Fragen

Heute haben wir die Schweizerische Vogelwarte im Nebel von Sempach besucht.Und es wurden uns viele Fragen beantwortet.

Aber wieso heisst es eigentlich Sem-Pach und nicht Sem-Bach? Und irgendwann mal hiess es gar Sempahc. Wir wissen es nicht, wir sind hier im Nebel gelassen worden. Aber fangen wir doch bei der Anfahrt an.

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Irgendwo da unten in der Suppe liegt Sempach und vermutlich ganz viele Teile der Schweiz. Echt matt war es in der Matt in Schmiedrued. Die Sonne noch nicht sichtbar aber vor allem ganz klar. In Walde dann leichter Nebel. Vielleicht zu früh, denn die Vogelwarte hätte noch einige Besucher mehr verkraften können. In mehrere Gruppen wurden wir eh aufgeteilt – fast wie ich es in der Grotte Chauvet erlebt habe. Absolut ideales Wetter für uns Zugvögel.

Zwitschern, rufen, gurren, trällern, gackern, krächzen, piebsen, pfeifen oder singen Zugvögel? Für fast alles haben wir eine Erklärung erhalten. Aber hier wird es echt kompliziert. Erst vor rund 60 Jahren hat man herausgefunden, wie sich die menschliche Stimme bildet. Mit den Stimmbändern, wie wir mal gelernt haben? Der Mensch hat Stimmlippen und der Vogel einen Stimmkopf. Schon mal gehört? Grob gesagt funktioniert das ähnlich – Vögel singen wie Menschen. Die einen schöner, die andern weniger. Am 28. und 29. Oktober hört ihr Gesang im Wandel der Zeit abends in der MZH in Walde. Auch das ist kein Witz, aber es ist manchmal schwierig, im Wandel der Zeit alles mitzubekommen. Übrigens, der Pfiff entsteht im Hohlraum des Mundes und deshalb singen Vögel und sie pfeifen nicht.

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Riesenflugsaurierei …

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… zum Mittagessen gab es einen ganz speziellen Fleischvogel …

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… ein nackter Vogel, der Federn fallen lassen musste …

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… erstaunlich, wie wenig man erst über Zugvögel weiss. Deshalb arbeitet die Vogelwarte auch in der Sahara mit Radarornitologie an der Vogelerkennung, die ich eher von der andern Seite des Vogelradars kenne. Diese versuchen vor allem Flugzeuge vor Vögeln zu schützen und Sempach will mehr über die Vogelzüge wissen. Dies würde wiederum helfen, bei Windkraftwerken mit Fakten zu agieren. Diese Woche kam übrigens das zweite Flugblatt über die geplanten Windkraftwerke im Wald bei Walde. Von offizieller Seite ist bis jetzt noch nichts bis zu mir gelangt und ich denke, dass die Energie- und Baulobby alle ihre Chancen restlos verspielt. Ökonomisch heutzutage eh ein Nonsens. Nächstes Jahr planen wir eine Exkursion über Energie zu machen und drücken sie die Daumen, dass uns Väterchen Zufall, den es eigentlich gar nicht gibt, beisteht.

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… auch Nebel hat seine schönsten Seiten …

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… nur Ricola hat den interessanter Lehmbau. Die Laufenthaler halten den Weltrekord, aber das wissen ja die regelmässigen Besucher unser Hauptversammlungen …

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… entschuldigen sie bitte, haben sie gleich an Vogeldreck gedacht? Mitnichten, hier beim KKLB findet eine Farbflaschentaufe auf unserem Rückweg statt. Was hätten wir taufen können? Der Ruedmilan, der gleichzeitig über uns flog …

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… dieser unbekannte Röhrling unter Linden von rund 40 cm Breite mit fünf Kollegen zusammen. Der „gemeiner Schwiegermutter-Täuschling“ scheint es nicht zu sein. Dieser wäre rot mit weissen Punkten …

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… oder diese Blühte auf den Namen Katharina.

Und beim Einladen für diese Exkursion bin ich in der Broschüre „Bäume und Sträucher im Siedlungsraum“ auf etwas ganz Interessantes auf Seite 9 gestossen. Nicht alle erhielten diese Broschüre – sie ist noch vorrätig bei mir.

„Achtung: Invasive Neophyten

… Text und sechs Bilder … und darunter:

  • Sommerflieder aus China
  • Robinie: Heimat Nordamerika – ein echter invasiver Neophyt
  • Götterbaum: Heimat China
  • Kirschlorbeer: Heimat Kaukasus
  • Cotoneaster: Heimat China
  • Essigbaum, Nordamerika – ein echter invasiver Neophyt“
  • der japanische Knöterich ist nicht erwähnt, aber wohl klar

Bingo! Liebe Kollegen aus der Ökologie und liebe Wissenschaftler, ich habe beim Vernaschen von Neophyten etwas populär und nicht immer ganz wissenschafltich über Neophyten gesprochen.

Ich habe aber als erster die Behauptung aufgestellt, dass die meisten invasiven Pflanzen keine Neophyten, sondern Archäophyten sind – nicht aus Amerika sondern aus Eurasien stammen.

Die Neophyten-Spezialistin aus Bern hat zuerst gesagt „das wüsste ich“ und nach der Diskussion „sie könnten Recht haben“.

Nehmt doch mal alte Pflanzen-(heil)-bücher von Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim unter die Lupe – vielleicht sind dort einige der in Frage kommenden Pflanzen erwähnt. Die Neophyten – hier gilt das Jahr ab 1492 – hat er vermutlich noch nicht gross gekannt, denn Paracelsus ist vermutlich im Jahre 1493 auf die Welt gekommen. Und ich vermute, dass die Chinesen, Russen und Japaner – und ganz speziell deren Pflanzen –  auch nicht erst nach Columbus bei uns angekommen sind.

Zu diesem Thema gibt es noch eine weitere Frage zum Pyrenäen-Storchenschnabel. Dem Namen nach sicher kein Neophyt – aber extrem invasiv und wer es nicht glaubt, kann bei der Hammerschmitte vorbeischauen. War garantiert in einer Wildpflanzenmischung, die in der Schweiz gekauft wurde. Er wächst nur in der Nähe, wo ich angesät habe. Auf einer Eurasien-Verbreitungskarte, die ich im Netz nicht finde, habe ich einmal gesehen, dass diese Pflanze vom Pazifik bis zu den Pyrenäen vorkommt. Vom grossen Teil in Spanien war nichts erwähnt. Kommt die wirklich aus den Pyrenäen. Ich vermute, die stammt auch aus Asien. Beweisen sie mir doch mal das Gegenteil. Für eine invasive Diskussion – sorry intensive – bin ich gerne bereit.

 

Besuch der Vogelwarte Sempach

Am 16. Oktober 2016 besuchen wir die Schweizerische Vogelwarte in Sempach.

Wir treffen uns um 09.00 zur gemeinsamen Fahrt auf dem Parkplatz des Schulhauses in Walde.

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Parkplatz Schulhaus Walde und Restaurant Pinte (inkl. GEO-Tags)

Flyer mit mehr Informationen. Wer direkt fährt, wir treffen uns um 10.00 Uhr in der Vogelwarte Sempach (Karte).

Im Beobachter Nr. 18 wäre auf Seite 19 noch ein aktueller Beitrag der Vogelwarte Sempach – Col de Bretolet: Die Herrin der Ringe zu finden (im Netz ist er nur für Abonnenten als e-Paper aufgeschaltet). Hier ein älterer Artikel.

Auch Nichtmiglieder sind herzlich willkommen.

Bitte in die Agenda eintragen: Hauptversammlung am 10. März 2017