Kategorie-Archiv: Vögel

Wie in Schlossrued Vögel hausen

Walter Bolliger führte uns auf der Nistkasten-Reinigungstour hoch oben bei Schlossrued … und wir fanden, dass die Vögel doch eigentlich recht unterschiedlich zu wohnen pflegen.

GIS haben wir fallen lassen. GIS ist auch relativ kompliziert. Traurig fast, etwas kalt, wie GIS-moll. Mehr Spass macht GIS-Dur …

… genau genommen ist das die Ass-Dur – auf der Exkursion machten wir eher eine Aas-Tour. Schön, wie die im Video über die Jenseitsregel fiebern.

Jenseits waren auch einige Vogelhäuser.

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Hier die „Aus“-Beute …

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… und im Detail. Die Wespen haben sich auch am Dach zu schaffen gemacht. Es braucht einen Dachdecker …

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… und hier einen Kleber. Die Spechtunterkunft ist zweigeteilt. Spass beiseite, das ist nur verarbeitungstechnisch weil wir die noch nicht mit einem 3D-Drucker erstellen können. Praktisch gesehen ist das keine Problem. Also müssen neue Vogelhäuser gesucht werden.

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So war das nicht gemeint. Gemein. Vermutlich die Fischreiher, welche eine Raubkatze in ihrem Revier angriffen.

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Für den Specht finden wir eines vor Ort. Nicht ganz einfach zu reinigen. Den Stamm wollen wir nicht entzwei sägen.

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Ein echtes Fertighaus mit vier verschieden grossen Eingängen.

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Der Kleiber weiss sich selbst zu helfen. Er nimmt einfach Kleister oder Kleber.

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Selbst schuld. Wir hätten eine echt gediegene rustikale Villa zum Vermieten. Also zurück in die Nistkastensammlung von Walter.

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Etwas höher ginge ja noch …

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… die Aussicht ist fantastisch … aber weiter oben würden die Vögel noch mehr sehen. Nur, dort wird es noch kälter …

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… für heute ist Walter das aber zu hoch. Er hat schon die Sonntagskleider an, weil er noch in die Kirche muss … Benefizkonzert. Pfeifkonzert der Vögel hören wir eh nicht. Waren wohl alle am Samstagnachmittag am Shoppen? Keiner in einem Nistkasten. Weder Kleber, sorry, Kleiber, Trauerfliegenschnäpper und keine einzige Meise. Nicht mal die Haselmaus war anzutreffen. Die sind am Schlafen und zwar an einem anderen Ort. Daraus schliesse ich, dass die im Stande wären, selbst irgendwo ein Nest zu bauen oder einen Unterschlupf zu organisieren …

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… und dabei wäre es so angenehmen. Wir verwenden zum Schlafen lieber Gänsefedern. Andere haben gleich zwei Nester in ihr Eigenheim gebaut. Wieder andere scheinen spartanisch zu leben. Ganz wenig ist bedeckt. Scheinen Asiaten zu sein, die Futon vorziehen

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… welche vermutlich auch die Lorbeerkirsche oder gar den japanischen Knöterich hierhin gebracht haben. Ein invasiver Neophyt. Vögel fressen zum Teil auch giftige Beeren, also nicht nachahmen …

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… und trinken Red Bull? Nein, die Büchse entpuppt sich als Gralsburg Bier … billiger als Wasser. Andere ziehen Feldschlösschen vor. Josef sammelt allen Abfall ein, den eine spezielle Art von Vögeln liegen gelassen hat. Der kleine Clean-Up-Day.

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Auch ungiftige Sachen gäbe es zum Naschen … drei Meiseneier … à la Methode Chinoise … geschmacklich vermutlich ähnlich wie 1000-jährig Eier

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… sieht aus wie der Schwarze Trüffel – aktueller Tagespreis 1.48 Euro – pro Gramm …

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… könnte in diesem Pizzaofen hergerichtet werden. Zu finden in der Umgebung …

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… und wer es etwas al dente mag, auch für den gibt es einiges zu finden. Übrigens, beim Start gibt es eine Brätlistelle. Nicht unbedingt geeignet für die Fünfte Jahreszeit, die genau vor einer Woche angefangen hat …

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… wo man ganz spezielle Vögel sieht. Dem weiss gefiederten habe ich auch schon selbst den „Nistkasten“ herausgeputzt.

Wer nicht mitgekommen ist, ist wirklich selbst schuld. Hat echt viel verpasst.

Progressive „Vögel“ haben es schwer in der Schweiz

Sind Nistkästen heute noch sinnvoll und brauchen wir wirklich ein digitales Erfassungssystem für Vogelstandorte?

Innerhalb fünf Tagen waren zwei Präsidenten von Natur- und Vogelschutzvereinen in unserer Gegend vermutlich erstaunt, wie konservativ viele Vorstandsmitglieder sind. Sie hangen am Alten. Weiterhin Meisenkästen bauen und aufhängen. Dafür werden dann Schmetterlingslarven von den Meisen gefressen. So gesehen, habe ich meine vier Meisenkästen noch nie. Freude, wenn die Meisen reingehen und Junge haben. Aber ich habe auch Freude an Schmetterlingen und Faltern. Kannibalismus pur. Denkarbeit ist angesagt.

Die vier Standorte der Meisenkasten lassen sich mit Google-Earth anschauen. Extrem viel zu diesem riesigen Softwarepaket haben mehrere Nachbarkantone des Aargaus beigetragen. Weltspitzenklasse pur. Das Know How ist da, wie man solche Standorte erfassen könnte. Nur, uns Naturschutzmitgliedern ist dies noch nicht richtig zugänglich gemacht worden. Was soll’s. Unsere Nistkästen werden weiterhin mit Landkarte und Bleistift erfasst. Und dabei hätten die das notwendige Werkzeug auf Mann oder Frau. Vielleicht hilft unser technikaffinstes Mitglied ab nächstem Jahr mit, die GIS-Möglichkeiten anzuschauen. Er wird pensioniert und allenfalls etwas mehr Zeit haben als früher. Meine Unterstützung hätte er.

Viele fragen mich immer, wieso ich keinen so modernen tragbaren Telefoncomputer mit mir herumtrage. Weil ich meist ohne den auskomme. Dafür weiss ich, was man mit dem alles machen könnte. Ja, ohne GIS wäre heute die Postzustellung nicht mehr möglich. Je Adresse, jeder Haushalt ist digital erfasst. Genau genommen der Stromzähler, denn der ist heute in jeder Wohnung und jedem Unternehmen zu finden. Gebäude ohne Stromanschluss sind selten. Dafür weiss ich, was man alles mit solchen Geräten machen könnte. Da wir per Beschluss im Gesamten konservativ sind, lassen wir die GIS-Übung mal fallen. Warten, was passiert. Sempach, BirdLife Schweiz und Aargau kennen meine Ideen. Morgen an der Exkursion wird es keine GIS-Erfassung geben. Macht nichts, denn mit der internationalen BirdLife App schafften wir es nicht, die Daten auf eine Schweizer Plattform zu laden.

Heinz aus Muhen hat am Regionalhöck referiert. „Sind Nistkasten in der heutigen Zeit noch sinnvoll?“ Ja, zumindest für Dohle, Gartenrotschwanz, Wiedehopf, Wendehals, Mehlschwalbe, Mauersegler, Turmfalke und Schleiereule. Jahreskosten pro Verein, ohne Fronarbeit, etliche hundert Franken, oft tausend übersteigend. Und der Mitgliederbestand nimmt dauern ab. Bei uns zum Beispiel in den vergangenen zwei Jahren minus 12 und 5 Prozent. Das heisst, wir haben heute 20% weniger Mitglieder als vor zwei Jahren! Tendenz anhaltend, wenn wir es nicht schaffen, für Junge Attraktives zu bieten. Hunderte von Nistkästen hängen praktisch in jedem Vereinsbereich. Darunter stehen und sich informieren lassen, was in dem Kasten ist … vielleicht doch in einigen Jahren möglich. Junge hätten ja praktisch immer ein Handy dabei, das Auskunft geben könnte. Könnte, denn die Daten müssen erfasst werden.

Nistkasten bauen, aufhängen, reinigen ist immerhin für Kinder interessant. Einige interessieren sich später für Vögel … allenfalls für die gesamte Natur. Vielleicht sollten mehr Nistkästen für Höhlenbrüter aufgehängt werden. Jeder Kanton ist unterschiedlich und von Forstrevier zu Forstrevier gibt es auch Unterschiede. Wie wäre es, wenn man sich einmal mit dem Förster kurzschliesst. Vögel kommen nur, wenn es auch Nahrung in der Umgebung hat. Schön, wenn viele vom Roboter kurzgemähte Rasenflächen zu etwas mehr Leben angehaucht würden. Gar nicht zu denken, an all die Flächen, die mit einem Fliess gegen Unkraut geschützt sind. Oder die kahlen Steinwüsten. Schön, das ist ja wirklich eine Ansichtssache.

Vielleicht wäre es sogar von Vorteil, wenn man beim Nistkastenbau ein Merkblatt abgibt, wo so ein Vogelgebäude sinnvoll aufgehängt wird. Auf der Nordseite an einem Haus aufgehängt und dann das Ausflugsloch auch noch gegen diese Richtung. Vögel lieben wie wir normalerweise die Südseite. Eine Idee, die wir uns auch merken müssen – das Arbeitsteam auf Schloss Biberstein.

Hier noch einige Bilder vom Rundgang im Gibel von Muhen.

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Blick vom Rebenweg nach Süden. Sogar dem Rotmilan, unserem Ruedmilan wird es zu ungemütlich. Sturm kommt auf. Gefühlte Kälte deutlich unter null.

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Irgendwo wäre noch der Jura. Vor fünf Minuten war er doch noch da. Ich glaube, ich habe das erste Mal meinen Fotoapparat in einer Plastiktasche mitgenommen. Das runde Gebilde im Bildhintergrund  ist nichts anderes als die SMDK – die wurde auch schon einmal erwähnt.

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Entlang der in Fronarbeit erstellten Trockenmauer. Sie trotzt auch dem Regen.

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Hoffentlich ist der Schirm „Energie 2000“ kein schlechtes Omen.

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Eine der fünf Reptilienburgen. Nicht mal eine Wasserschlange haben wir gesehen. Eindeutig die falsche Jahreszeit, um diese herrliche Gegend anzuschauen.

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Ein Paradies für einige Vogelarten und Insekten.

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An diesem Hang wurden vor langer Zeit Reben angebaut. Eine einzige „Gibelrebe“ gibt es noch und die möchte man für eine Neubepflanzung nutzen. Hoffentlich gelingt es, denn Reben lieben Störzonen nicht allzu sehr und davon hat es hier einige. Vermutlich auch der Grund, wieso es den Reben hier nicht „gefallen“ hat. Alleine am Stein im Untergrund wird es nicht liegen. Konservative sollen bitte nicht schauen, was ich unter „Gibel Rebe…“ gefunden habe.

Trotz Wetter ein toller Anlass mit vielen anregenden Ideen.

Übrigens, progressive Geier gibt es in Lima (Peru), die GPS benützen um GIS-Datenbanken zu füttern.

Die diebische Elster … kein Kommentar möglich

Klauen ist heute nicht mehr in. Man nervt digital und versucht, dass man auf illegalen Seiten landet. Die Kommentarfunktion wird wohl gesperrt.

Sorry, insgesamt über 200 Kommentare, das ist mir zuviel. Da muss der Riegel geschoben werden. Nehmt notfalls ein Mail aus der Adressliste.

Ein Vogel hat vor 200 Jahren – am 31. Mai 1817 genau – auch für verbrecherisches Aufsehen gesorgt. Die diebische Elster von Gioachino Rossini, schlichthin der Komponist der lustigen Oper.

Vögel muss man mögen. Wir haben im Tal einen diebischen Goldfasan. Der hat den Zwerghühnern Futter weggefressen. Wenn wir den fangen können, droht ihm nicht die Strafe, die Gottardo für die Elster vorgesehen hat. Er würde vermutlich in Gefangenschaft bleiben … bei einem Vorstandsmitglied. Dieser hat sogar Gänse und da kommt mir wieder Rossini in den Sinn – Tournedos Rossini mit Gänseleber. Ein Graben trennt die Schweiz – versuchen sie mal, ob mir dieser Link gelungen ist … wenn ja, nicht weitersagen.

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Besuch aus Basel. Ich pfeiffe unserem Ruedmilan. Er nähert sich bis auf wenige Meter. Einer der Besucher kann nicht wie der Gabelschwanzteufel pfeiffen … dafür durch die Finger und ganz extrem laut. So schnell habe ich noch nie drei Raubvögel gesehen, die sich aus dem Staub machen. Staub ist ja Dreck und die hecken in den nächsten zehn Minuten einen Angriff auf der andern Seite des Hauses aus …

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… und proben den Erdkampf und sind damit mindestens auf Linie der Expertengruppe. Sollten sie diesen Link nicht lesen können, ganz unten auf „vielleicht später“ klicken.

Goldfasan im Ruedertal

Die Umgebung der Hammerschmitte scheint auf exotische Tiere einen Anreiz auszustrahlen.

Vor knapp zwei Jahren haben wir einen Karakal eingefangen. Kaum zu glauben, aber der Goldfasan, der es heute in meinem Bächlein gemütlich gemacht hat, lies sich nicht einfangen. Vermutlich wissen wir aber, wo der schöne Vogel entwichen ist. Nur, da nimmt keiner das Telefon ab. Vielleicht sind sie am suchen. Derweil der Fasan vermutlich in Richtung nach Hause ist.

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Nach Wiki soll der Goldfasan nur in China und in England frei lebend vorkommen. In England ist er vermutlich ausgebüxt und hat es sich gemütlich gemacht. Eine Partnerin zu finden wird in der Schweiz nicht so ganz einfach sein. Also, nach Hause in die Voliere.

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Na ja, er schaut mir nachdenklich zu, aber dann ab in den Steilhang. Zumindest findet er vermutlich genügend Nahrung in der Umgebung.

GIS-Kurs

Im Naturama findet ein GIS-Kurs statt – Geografisches Informations System.

Schade eigentlich, jede Veranstaltung wird zig-fach kommuniziert, aber diese sehe ich erst heute. Eine Woche vor dem 15.3.2017 um 19.30. Da bin ich in Genf, meinem Konjunkturbarometer, allenfalls auf dem Weg zurück nach Hause.

Sie arbeiten mit dem AGIS (A für Aargau). An der Vereinsversammlung von diesem Freitag, werdet ihr auch einige Bilder daraus sehen.

Für Vogelstandorte ist dieses System suboptimal, wie es heissen müsste. Besser als alles, was es bisher für uns gab, aber „nur“ für den Kanton Aargau. Den Vögeln ist das egal, die fliegen nach Süden, ob da nun einige gedachte Grenzen sind oder nicht. Vögel fliegen nicht kantönliweise, die fliegen global.

Kinderleicht soll das sein. Wieso muss ich dann zuerst mal einige zig Menschen überzeugen, dass der Aargau, die Vogelwarte Sempach, birdlife etc. uns den Zugang zur weltweiten Datenbank öffnen soll. Und wieso ist nur schon der abgedruckte Link im Milan zum GIS-Kurs sofort als Irrläufer zu erkennen? Kinderleicht, alles. Nur eben für die meisten nicht. Und die meisten IT-Spezialisten haben viel zu wenig Fantasie.

Eurogeo hat den Status einer UNO-NGO erhalten. Eine Nachricht, mit der die allermeisten Leser nichts anfangen können. Vermehrte Ausbildung schadet sicher nicht und vor allem, gemeinsame Datenbanken nutzen wäre sinnvoll. Das ist das Ziel der United Nations.

Eurogeo UN-NGO-Status

Dieses Bild habe ich geklaut. Nicht selbst geschossen. Mein Bruder wird mir verzeihen, dass ich sein Bild aus dem Facebook kopiert habe. Herzliche Gratulation und vielleicht sehen wir uns mal in Genf bei der UN im Menschenrechtssall.

Vogelstandorte mit GIS-App erfassen

Es wäre doch schön, wenn wir unter einem Vogelnest oder -haus stehend, den Standort und weitere Angaben gleich in einer GIS-Datenbank festhalten könnten.

Das war ein Diskussionspunkt vor zwei Wochen. „Gibt es nicht!“ Gibt es halt doch, wie wir feststellen durften. Auslöser war die Mehlschwalbenzählung für den Vogelatlas. Ich habe Daten gefunden aus der Zählung 1994. Falls diese Vögel noch leben sollten, haben sie vermutlich zig-tausend Kilometer hinter sich gebracht. Alte Daten bringen nichts. Aktuelle sind interessant. Und wir können auch unsere Vogelhäuser erfassen, damit wir auf Google Earth sehen, wo sich diese befinden.

Zudem wäre es doch schön, wenn bei einem Sonntagsauflug den Kindern gezeigt werden kann, wer hier im Haus 18 wohnt.

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Zum Vergrössern auf Bild klicken – wenn sie auf der Datenbank von Ornitho.ch eingeloggt sind, kann ich diese Daten via Google Earth sehen und feststellen, dass hier vier Standorte von Blaumeisen sind.

Die Erfassung von Hand auf Ornith.ch ist relativ mühsam. Aber mit etwas Übung kommt man sogar zu einem Erfolgserlebnis. Es gibt zwei Möglichkeiten, den Standort herauszufinden. Auf der Karte und den Punkt einzeichnen oder mit Hilfe des Handys die Koordinaten feststellen, notieren und dann eintragen. Immer noch mühsam.

Eine gute Diskussion mit der Vogelwarte hilft weiter. Nicht dass ich hier gleich die App finde, damit alles viel schneller und bequemer geht, aber die Information, dass eine App existieren soll. In Deutschland werde ich fündig. Bei Ornitho.de finde ich den Hinweis für Android-Smartphones.

„Mit dieser App können Sie Ihre Beobachtungen von Vögeln und vielen anderen Tiergruppen wie Säugetieren, Amphibien, Reptilien, Schmetterlingen, Libellen etc. schnell und einfach festhalten.

Die Meldungen werden anschliessend mit diversen webbasierten faunistischen Datenbanken (z.B. http://www.ornitho.ch, http://www.ornitho.it, http://www.ornitho.de, http://www.ornitho.fr, http://www.ornitho.at, http://www.ornitho.cat, siehe komplette Liste in den Nutzungsbedingungen) synchronisiert. Auf diese Weise brauchen Sie nur eine App, um alle Ihre Naturbeobachtungen zu erfassen – europaweit!

Die Erfassung der Beobachtungen kann ohne Internetverbindung erfolgen. Dies dank der Möglichkeit, Karten vorgängig herunterzuladen und dann offline zu nutzen. Damit können Sie punktgenaue Lokalisierungen auch in Gebieten ohne Mobilfunk-Verbindung vornehmen.

Sie können zudem direkt im Feld die aktuellsten Meldungen einsehen, die andere Beobachter in Ihrer Umgebung gemacht haben (nur online).

Diese App wird vom EBCC (European Bird Census Council) für die Datenerhebung des Europäischen Brutvogelatlas 2 (EBBA2) empfohlen.“

Hier ist die App NaturaList zu finden.

Zudem gibt es noch Animaltracker, wie mir eben mit einem SMS gemeldet wurde. Merci.

Hier noch die Datenbank von Swiss Bird Alert. Zwei Datenbanken? Gibt das nicht Überschneidungen und vor allem, werden die zusammengeführt für den Vogelatlas oder ist dieser unvollständig? Wenn wir mehr wissen, berichten wir darüber. Schade eigentlich, dass wir in der Schweiz in Sachen Vögel nicht mit der „Konkurrenz“ zusammen arbeiten können.

Nun viel Spass. Aber es wäre denkbar, wenn wir im Ruedertal als ein einziger Benutzer mit einer E-Mail-Adresse und einem gemeinsamen Passwort auftreten. Dann können wir unsere eigenen Auswertungen viel einfacher machen. Auf der Karte. Sie können auch eine Excel-Tabelle erhalten. Ich habe selbst schon Ausbildungen für Excel gegeben, aber diese Tabelle will ich ihnen nicht vorenthalten:

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Das schnallt nicht einmal mehr WordPress – die Tabelle geht bis Spalte BL – etwas über 60.

Der Google Earth Download ist einfach zu installieren, falls sie dieses Programm noch nicht besitzen. Alles kostenlos, aber wissen müsste man dies.

Viele wissen noch nicht einmal, was GIS – Geografisches Informations System – ist. Obschon ich mal das Buch durchgelesen habe, frage ich doch lieber mal die internationalen Spezialisten. Zufälligerweise ist der eine mein Bruder. Ich vermute, dass innerhalb eines Jahres alle Natur- und Vogelschutzvereine über den Anfang der Recherche von mir und unserer früheren Präsidentin Katharina, von „oben“ weitere Informationen erhalten.

Aber bitte verwechseln sie GIS nicht mit dem gis der As-Dur und Gis-Moll. Sollten sie aber Vogelstimmen aufnehmen, können sie diese Daten auch auf die GIS-Datenbank laden. Und wenn der Österreicher Anton Horvat comediert  „GIS und es Letzte vom Letzten„, dann meint er die „Österreichische Billag“, den GIS Gebühren Info Service.

Ich gebe mir Mühe, dass ich alle eingehenden, wichtigen Informationen, als Kommentar erfasse. Der erste stammt aus diesem Digital Earth Center of Excellence. Auch ihr könnt gerne Kommentare abgeben. Und noch eine Bitte: bitte bitte bitte erfasst keine „Hafenkommentare“ oder möchten sie eine bitterböse Antwort?

 

Pfeifvogel oder Singvogel und andere Fragen

Heute haben wir die Schweizerische Vogelwarte im Nebel von Sempach besucht.Und es wurden uns viele Fragen beantwortet.

Aber wieso heisst es eigentlich Sem-Pach und nicht Sem-Bach? Und irgendwann mal hiess es gar Sempahc. Wir wissen es nicht, wir sind hier im Nebel gelassen worden. Aber fangen wir doch bei der Anfahrt an.

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Irgendwo da unten in der Suppe liegt Sempach und vermutlich ganz viele Teile der Schweiz. Echt matt war es in der Matt in Schmiedrued. Die Sonne noch nicht sichtbar aber vor allem ganz klar. In Walde dann leichter Nebel. Vielleicht zu früh, denn die Vogelwarte hätte noch einige Besucher mehr verkraften können. In mehrere Gruppen wurden wir eh aufgeteilt – fast wie ich es in der Grotte Chauvet erlebt habe. Absolut ideales Wetter für uns Zugvögel.

Zwitschern, rufen, gurren, trällern, gackern, krächzen, piebsen, pfeifen oder singen Zugvögel? Für fast alles haben wir eine Erklärung erhalten. Aber hier wird es echt kompliziert. Erst vor rund 60 Jahren hat man herausgefunden, wie sich die menschliche Stimme bildet. Mit den Stimmbändern, wie wir mal gelernt haben? Der Mensch hat Stimmlippen und der Vogel einen Stimmkopf. Schon mal gehört? Grob gesagt funktioniert das ähnlich – Vögel singen wie Menschen. Die einen schöner, die andern weniger. Am 28. und 29. Oktober hört ihr Gesang im Wandel der Zeit abends in der MZH in Walde. Auch das ist kein Witz, aber es ist manchmal schwierig, im Wandel der Zeit alles mitzubekommen. Übrigens, der Pfiff entsteht im Hohlraum des Mundes und deshalb singen Vögel und sie pfeifen nicht.

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Riesenflugsaurierei …

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… zum Mittagessen gab es einen ganz speziellen Fleischvogel …

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… ein nackter Vogel, der Federn fallen lassen musste …

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… erstaunlich, wie wenig man erst über Zugvögel weiss. Deshalb arbeitet die Vogelwarte auch in der Sahara mit Radarornitologie an der Vogelerkennung, die ich eher von der andern Seite des Vogelradars kenne. Diese versuchen vor allem Flugzeuge vor Vögeln zu schützen und Sempach will mehr über die Vogelzüge wissen. Dies würde wiederum helfen, bei Windkraftwerken mit Fakten zu agieren. Diese Woche kam übrigens das zweite Flugblatt über die geplanten Windkraftwerke im Wald bei Walde. Von offizieller Seite ist bis jetzt noch nichts bis zu mir gelangt und ich denke, dass die Energie- und Baulobby alle ihre Chancen restlos verspielt. Ökonomisch heutzutage eh ein Nonsens. Nächstes Jahr planen wir eine Exkursion über Energie zu machen und drücken sie die Daumen, dass uns Väterchen Zufall, den es eigentlich gar nicht gibt, beisteht.

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… auch Nebel hat seine schönsten Seiten …

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… nur Ricola hat den interessanter Lehmbau. Die Laufenthaler halten den Weltrekord, aber das wissen ja die regelmässigen Besucher unser Hauptversammlungen …

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… entschuldigen sie bitte, haben sie gleich an Vogeldreck gedacht? Mitnichten, hier beim KKLB findet eine Farbflaschentaufe auf unserem Rückweg statt. Was hätten wir taufen können? Der Ruedmilan, der gleichzeitig über uns flog …

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… dieser unbekannte Röhrling unter Linden von rund 40 cm Breite mit fünf Kollegen zusammen. Der „gemeiner Schwiegermutter-Täuschling“ scheint es nicht zu sein. Dieser wäre rot mit weissen Punkten …

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… oder diese Blühte auf den Namen Katharina.

Und beim Einladen für diese Exkursion bin ich in der Broschüre „Bäume und Sträucher im Siedlungsraum“ auf etwas ganz Interessantes auf Seite 9 gestossen. Nicht alle erhielten diese Broschüre – sie ist noch vorrätig bei mir.

„Achtung: Invasive Neophyten

… Text und sechs Bilder … und darunter:

  • Sommerflieder aus China
  • Robinie: Heimat Nordamerika – ein echter invasiver Neophyt
  • Götterbaum: Heimat China
  • Kirschlorbeer: Heimat Kaukasus
  • Cotoneaster: Heimat China
  • Essigbaum, Nordamerika – ein echter invasiver Neophyt“
  • der japanische Knöterich ist nicht erwähnt, aber wohl klar

Bingo! Liebe Kollegen aus der Ökologie und liebe Wissenschaftler, ich habe beim Vernaschen von Neophyten etwas populär und nicht immer ganz wissenschafltich über Neophyten gesprochen.

Ich habe aber als erster die Behauptung aufgestellt, dass die meisten invasiven Pflanzen keine Neophyten, sondern Archäophyten sind – nicht aus Amerika sondern aus Eurasien stammen.

Die Neophyten-Spezialistin aus Bern hat zuerst gesagt „das wüsste ich“ und nach der Diskussion „sie könnten Recht haben“.

Nehmt doch mal alte Pflanzen-(heil)-bücher von Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim unter die Lupe – vielleicht sind dort einige der in Frage kommenden Pflanzen erwähnt. Die Neophyten – hier gilt das Jahr ab 1492 – hat er vermutlich noch nicht gross gekannt, denn Paracelsus ist vermutlich im Jahre 1493 auf die Welt gekommen. Und ich vermute, dass die Chinesen, Russen und Japaner – und ganz speziell deren Pflanzen –  auch nicht erst nach Columbus bei uns angekommen sind.

Zu diesem Thema gibt es noch eine weitere Frage zum Pyrenäen-Storchenschnabel. Dem Namen nach sicher kein Neophyt – aber extrem invasiv und wer es nicht glaubt, kann bei der Hammerschmitte vorbeischauen. War garantiert in einer Wildpflanzenmischung, die in der Schweiz gekauft wurde. Er wächst nur in der Nähe, wo ich angesät habe. Auf einer Eurasien-Verbreitungskarte, die ich im Netz nicht finde, habe ich einmal gesehen, dass diese Pflanze vom Pazifik bis zu den Pyrenäen vorkommt. Vom grossen Teil in Spanien war nichts erwähnt. Kommt die wirklich aus den Pyrenäen. Ich vermute, die stammt auch aus Asien. Beweisen sie mir doch mal das Gegenteil. Für eine invasive Diskussion – sorry intensive – bin ich gerne bereit.

 

Zugvogel mit Vogelschlag – der Lachende Hans

Jägerliest heisst der heimtückische Lachende Hans – Wohnort Zug.

So gesehen ein waschechter Zugvogel mit Vogelschlag.

Aufgenommen heute von B. Frey und der Lachende Hans liess sich durch unser Lachen in keiner Weise abhalten, sein Kücken zu verschlingen.

Etwas Ähnliches haben wir vor zwei Jahren an unserer Hauptversammlung gesehen – der Pelikan aus den königlichen Gefilden in London.

Der Text des Vortrages „Was hat Beton und Champangner mit der Natur in England zu tun“ ist noch gespeichert, wer die Fotos sehen möchte, meldet sich bei mir.

Und vermutlich haben wir ein neues Mitglied gefunden – keinen Zugvogel, einen „Postautovogel“- und Naturfreund aus Walde. Wenn er dies liest, wird er lachen und auf seinem Flug auf die Nachbarinsel, wo der Kookaburra, die Rakete, lebt, wünschen wir ihm viel Spass … vielleicht berichter er ja mal aus Neuseeland.