Kategorie-Archiv: Insekten

Tausendfüssler – Plankton – Atom

Plankton, dem Ton nach „Moll“, etwas traurig und der Tausendfüssler braucht auch nicht mehr 500 Paar Schuhe. Atom reimt sich auf Strom. Drei Stichworte, die Naturschützer kennen sollten.

Immer öfter kommt die Vermutung auf, dass Plankton als grösster CO2 „Verursacher“ in unserer heutigen Zeit ist. Es kann sein, aber so genau weiss das keiner. Ein echter Fake wird es leider nicht sein. Die Frage ist nur, ob die Grössenordnung stimmt.

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Das Amt für die Ganze Wahrheit hat zwar in ihrer Ausstellung viele Infos, wo Fake oder Unfake anzutreffen ist – nur, sie gibt auch nicht die Antwort, was heute Fake ist und was nicht. Die Ausstellung ist zu empfehlen. Mitglieder des NVV können bis Ende März das Stapferhaus am Lenzburger Bahnhof gratis besuchen.

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Büro 219 „Unterabteilung für Verschwörungsfantasien“ ist ganz speziell zu empfehlen.

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Es müssen nicht nur böswillige Kräfte sein, die ein Öffnen dieser Türe verhindern. Vielfach sind es bei vermeintlichem Fake Leute der Gruppe, die besser auswendig lernen, den Verbindungen knüpfen können. Und in der westlichen Welt sind das heute rund 90% aller Menschen. Ganz anders bei den Chinesen. Die denken viel breiter, als die Europäer und Amerikaner. Vermutlich wird dies langfristig wieder einmal zu einer grossen Kräfteverschiebung führen. Das bedeutet eigentlich, dass wir heute verstärkt mit den Chinesen zusammen arbeiten sollten. Die Schweiz kann dies besser, als das übrige Europa. So gesehen, liegt dies in unserer Natur. Querköpfe haben es bei uns nicht immer ganz einfach. Denken wir nur an Galilei als Paradebeispiel und Einstein mit den Gravitationswellen.

Verschwörungstheorien? Und noch einmal. Zumindest der damals erwähnte Fortschritt der Natur ist zwei Jahre später rund einen Monat zurück. Feuerbüsche blühen bei mir noch nicht. Wenn die Klimaerwährmung rasch voransteigt, wäre das ein echter Standortvorteil für die Hammerschmitte. Zu diesem Thema ist im Zeitpunkt ein guter Artikel über das Plankton erschienen: Die Retter des Klimas?

Die Bemerkung im Hilferuf, dass Meisen viele Insekten fressen und wir deshalb keine Nistkästen mehr bauen sollten, hat schon zu einigen Diskussionen geführt.

Im folgenden Abschnitt muss noch reformiert., 4 2019, verlinkt werden. Ist vermutlich ab nächster Woche als pdf zu finden. So ist es. Das Stille Massensterben. Und Ruedertaler sollten die Seite 10 überfliegen – rechte Spalte. „Der Kirchenrat der ReformiertenLandeskirche Aargau hat sein neues Ratsmitglied Gerhard Bütschi-Hassler (Schlossrued) mit dem Präsidium der Herausgeberkommission der Zeitung «reformiert.aargau» betraut.“ Gerhard, herzliche Gratulation und viel Spass.

In reformiert. ist der Leitartikel „Das stille Massensterben der Insekten aufhalten“. Weniger Falter schwirren um Strassenlaternen. Na ja, letzten Sommer hatten wir einige Tausend Buchsbaumzünsler bei mir in Südfrankreich zu Gast.

Sorry, das Video sollte man noch um 90 Grad im Gegenuhrzeiger drehen. Schaffe ich eben  nicht. Dreht einfach den Bildschirm um. Danke an mein Vis-à-vis, das gesmartphoned hat. Mit PH. Einer wird jetzt komperativ voller Berge von Lust lachen. Er nennt mich nicht Stefan, geschweige denn Stephan, sondern Step Hahn – der Massnahme-Hahn. Für „step“ gibt es 622 Substantive – Kurt darf auswählen. Am nächsten Tag waren die meisten Falterflügel von den Ameisen gefressen worden und den Rumpf verspeisten die Wespen. Zumindest die Buchsbäume, die hier in freier Landschaft oft weit höher als 5 Meter sind, froh. Na ja, in Langenthal wüsste ich eine Ecke, wo es rund 80 Meter von diesen Büschen hat. Schön geschnitten. Ja, das ist Ansichtssache. Spätestens beim Schneiden mag man ihn nicht mehr. Vermutlich würde die Mutter meiner Kinder das unterschreibe. Sie hat sich mal mit der Heckenschere ins Knie geschnitten.

Zurück zu reformiert.. „Wo wir weniger tun und mehr lassen sollten“ ist auch auf der Titelseite zu finden. Marius Schären macht eine Bemerkung über eine Balade von Franz Hohler, wo ein Käfer verschwindet. „Wegwerfgeschichten“ sind greifbar, signiert, und da kommt mir „der tragische Tausendfüssler“ in die Hand. Beim Zählen wird er beim 218. Fuss von einer vegetarischen Haubenmeise gefressen. „Irrtümlich, das ist ja das Tragische“. Marius hat aber sicher die Ballade „der „Weltuntergang“ angesprochen, wo der Käfer vorkommt.

Wenn man den Naturschutz beachtet, kann festgestellt werden, dass manche Menschen auch einen Vogel, genau genommen eine Meise haben. Irgendwie kommt mir jetzt noch der Tusigfüssler Balthasar von Dieter Wiesmannin den Sinn. Allenfalls hätte er ein gutes Rezept, das der ganzen Natur helfen könnte. Dieter war Apotheker und hat es selbst gemischt.

Tri aethyl  –  aceto  –  para di methyl amino anti pyro  – azo cyclo  –  alpha  –  oxy  –  beta  –  oxy  –  gamma  –  nitro  –  ortho benzo  –  anthra chino  –  hexa chlor  –  amino –diphenyl  –  pyrazo  –  alo  –  barbi glucko  –  dings.

Quarks, Leptonen, Hadronen, Eichbosen, Fermionen, Mesonen, Pion – alles Ausdrücke, die wir „Fossilen“ in der Schule über das Atom nie hörten und zum Teil noch gar nicht bekannt waren. Hicks – äh Higgs-Boson! Etwa so kompliziert ist heute die Physik rund um Atome. Nebst der erneuerbaren Energie vermutlich zumindes mittelfristig die Art, wie wir einen grossen Teil unseres Energiebedarfs decken werden. Wenn ihr mich nun auf eine Insel wünschen wollt, wir waren gestern auf der siebt-grössten Insel in der Schweiz. Die Insel in Bern nicht mitgezählt, sie dürfte flächenmässig die nächst grössere sein. Auf der Insel Beznau mit den KKW Beznau Block 1 und Block 2.

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Verschwörungstheorie? Wenn man die Wikipedia über das Kernkraftwerk Beznau durchliesst, dann fliegt uns zumindest Block 1 in den nächsten Minuten um die Ohren. Hoffentlich nicht. Eines der ältestens KKW der Welt. Das heisst, wir haben extrem viel Erfahrung und nur das erste, damals noch AKW hatte Sorgen mit einem Meltdown bereitet – Lucens. Aber wenn ich das Werk im Kanton Aargau mit den andern KKWs vergleiche, in denen ich schon bis ins Innerste vorgedrungen bin, dann machen mir die Qualitätsstandards hier den besten Eindruck. Alle „Aare-Blöcke“ wären jetzt abgedeckt. Alt muss nicht unbedingt heissen, dass Neueres besser, geschweige denn langlebiger ist. Sorry, ich frage nicht immer, ich schaue mich bis ins Detail herum. Und manchmal lässt Wikipedia wirklich zu wünschen übrig, was da Verschwörungstheoretiker hinterlassen. Hier der direkte Link zur Axpo, wo über Beznau und die Kernenergie nachzulesen ist. Beznau 1 oder Beznau I. Im Werk sehe ich nur arabische Ziffern, die Römer waren vermutlich noch nicht auf dieser künstlichen Insel. Im Grunde genommen sind es einfach Dezimalziffern, denn die echt arabischen Bezichnung ١ und ٢ fehlen auch.

Den Besuch werden wir nochmals mit einer speziellen Ecke wiederholen. Die Castor-Türe wird sich dann für uns öffnen. Spätestens in 100 Jahren werden sich die Leute über unsere Zeitbewohner des Planeten Erde fragen, wieso wir radioaktiv „versuchtes“ Material möglichst unwiederbringlich tiefst vergraben haben. Das wird dannzumal nutzbare Energie sein. Die Kernfusion lässt grüssen. Wetten? Ich hoffe, dass ich hier noch mehr positve Signale aus Cadarache und Co. erleben werde. Und wie hiess die Besuchergruppe im Kleinstformat. Die inoffiziellen Dolologen. Und das am Glückskettetag, wo sie für Yemen sammelt. Einer war nicht dabei und zwei andere auch nicht, die sich kennenlernten, weil sie die Kreiszahl Pi bis auf 100 Nachkommastellen auswendig können. Können sie diese Internetadresse auswendig eingeben? Ist doch fast was für Anfänger, die „nur“ knapp 2/3 kennen. Ich halte mich mit 22/7 an Archimedes.

\pi genau genommen der langjährige PI – Prozess Ingenieur – der Fachgebietsspezialist Betriebsoptimierung hat uns geführt. Ein ganz herzliches Dankeschön Kurt und toll, dass du keiner Frage ausgewichen bist. Wäre doch was, mal mit dem NVV Rued im KKW Beznau vorbeizukommemen, wenn der Verein überlebt. Und an die nächsten Jahre glaube ich.

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Mit kleinen schön geschnittenen Büschen werden wir begrüsst und verabschiedet. Buchs? Nein, so ein stachliges Zeugs, das vermutlich nicht mal Insekten fressen werden. Zur Feier des Tages wurde auch der Platz am Haupteingang neu bepflanzt. Nein, eher Zufall, dass wir nach Feierabend von den ersten waren, „dieses Werk“ bewundern konnten. Lavendel noch und nöcher – da werden etwelche Insekten ihre Freude haben. Etwas ist mir speziell aufgefallen. Alle grüssen. Ausnahmslos. Sogar, wenn sie das Handy am Ohr haben und gegen den Parkplatz laufen. Das ist Kultur, wie sie heute selten angetroffen wird.

Lesen sie doch, was Dürrenmatt über Phyiker geschrieben und Atomenergie gedacht hat – Atombomben nach Moskau tragen. Neu für sie, dass die Schweiz Atombomben bauen wollte? Sie haben eben an der „ominösen“ Exkursion mit drei Ruedertalern ins PI, Entschuldigung PSI, und die Rebberge in Villigen gefehlt. Den Abend haben wir mit einem Wein aus der nicht ganz angrenzenden Gemeinde getrunken – aus Döttingen.

Zur Beruhigung des Insektensterbens. Einige Insekten werden garantiert überleben: Bremsen, Mücken, Wespen und Hornissen. Und jetzt geht es weiter nach Winterthur – das nicht mehr produzierte Tavegil kaufen – und dann noch Natur zum Vergnügen in die Reithalle ans GenussFestival.

Nachtrag

 

Insektensterben

Fast unbemerkt findet ein enormes Insektensterben statt

Bei diesem Artikel der AZ gibt es leider nichts anzumerken.

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Ein Insekt, das man meistens nur hört, aber ganz selten sieht – eine Zikade.

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Hier ein Buchsbaumrüssler … der ist nicht ganz so selten …

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Sorry, drehen sie den Bildschirm auf die linke Seite und sie sehen alles original … am nächsten Morgen waren tausende von Leichen entsorgt. Der Körper wurde von den Wespen gefressen, die die Flügel abtrennten und die Ameisen nahmen den Rest.

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Und hier noch ein Bild mit Sagowürmern, die dann verpuppen und den gefürchteten Palmrüssler ausschlüpfen lassen.

Das nur mal ein paar Insekten rund um meinen zweiten Garten.

Sceliphron Fertighäuser gesucht

Solltet ihr Bauten der Orientalischen Mauerwespe der Gattung der Grabwesten finden, so werft die bitte auf dem Estrich oder beim Entfernen an Häuserwänden nicht einfach weg – gebt sie uns.

Beim Karakal mussten wir etwa gleich lange nachforschen wie beim Herausfinden des Bewohners dieser wunderschönen Lehmbauten.

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Das ist kein Bienenhaus aus Lehm, das ist ein Wespenhaus – der Sceliphron curvatum – wenn sie das PDF aus diesem Link gelesen haben, wissen sie alles und können vielleicht sogar bestimmen, um welche der sechs Unterarten es sich hier handelt. Gefunden wurde dieses halbe Exemplar, das hier auf rohen Lehmziegeln liegt, in der Hammerschmitte – oder war es in Südfrankreich? Egal, diese wunderschönen Bauten der Mörtelwespe, wie sie auch genannt werden, kommen an beiden Orten vor. Je nach Lehm den sie vor Ort finden, noch etwas brüchiger.

Und was macht nun unsere Aktuarin Frey-ja? Ein haltbares Wespennest – echt göttlich. Da staunt man!

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So, nun sind beide Teile zusammengefügt. Einmal roh und einmal behandelt. Bitte nicht selber ausprobieren, wenn sie die riesigen Apparaturen zum Härten dieser kleinen Wunderwerke nicht zur Verfügung haben.

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Wer welche findet und sie nicht selbst aufstellen will, kann solche bei der Hammerschmitte oder bei Brigitta Frey im Schiltwald abgeben oder bei der Haustüre hinlegen. Sie werden nicht verbrannt, sondern mit 1000 Grad gebrannt. Aus einem Lehmwespennest wird ein Tonwespennest.

Dies ein Beitrag eines Lehmbauers und einer Töpferin und nun geht es zum Dritten, der auch Lehm verbaut und der dann Käse zu Fondue verbaut. Und davor und danach arbeiten wir noch für die Tombola. Wenn sie Lust haben, kommen sie heute Abend oder Morgen in die Turnhalle Walle – der Männerchor sing und wir brauchten noch einen Fotografen. 150 Tomolalose stehen zum Gewinnen bereit.

Vorenthalten möchte ich ihnen nicht, was die Menschen von diesen Wespen gelernt haben. Eine Idee aus Italien. Und wenn sie auf das YouTube Ikon klicken, dann folgt noch eine zweite Art, wie man herkömmliche Häuser mit einem 3D-Printer erstellen kann. Hier finden sie noch andere Anwendungsmöglichkeiten der weltgrössten 3D-Printer.

Waldameisen

Am Waldumgang in Schmiedrued berichten wir über Waldameisen und schauen uns einige Kolonien an.

13 000 Ameisen sind weltweit bekannt, in Europa 200 – nicht einzelne, Ameisenarten. Im grossen Ameisenhügel bei uns leben alleine genau 765 432 Ameisen – wir haben sie gezählt. Spass beiseite, aber es sind pro Hügel etwa 800 000 Ameisen.  Je nach Art kann diese Zahl stark variieren. Bei der Untergruppe der Waldameisen sind 297 Arten bekannt, wovon gut die Hälfte in der Paläarktis (Altarktis) zu finden sind – d.h. auf der europäischen Platte, also Eurasien inkl. der Sahara und des Himalajagebirges. In Deutschland gibt es 23 Arten von Waldameisen. Die ältesten fossilen Ameisen-Funde stammen aus der Kreidezeit und werden auf ein Alter von relativ jungen 100 Millionen Jahren datiert.

DSC_8918Der am einfachsten zu findende Ameisenhaufen auf dem Weg zur Hochrüti.

Wer sich intensiv mit Ameisen auseinandersetzen will und die obigen sehr ausführlichen Links nicht ausreichem dem sei das Ameisen-Wiki mit weit über 500 Beiträgen empfohlen. Nachfolgend nur einige Details.

Bei den Waldameisen gibt es vier Gruppen. Die Sklavenameisen gründen als einzige selbständig Kolonien – der eindeutigere Name dafür ist „Volk“ oder auch Staat. Die drei andern Arten nisten sich bei den Sklavenameisen ein und ihre Ausbreitung erfolgt über die Zweignestbildung. In einem Ameisenhausen können also verschiedene Arten anzutreffen sein.

Ameisen sind sehr nützlich fürs Ökosystem, obwohl sie in Gärten oder Häusern meist nicht sehr beliebt sind. Sie sammeln Samen und das ist auch ein Grund, wieso plötzlich nach dem neu angesäten Rasen auch in den Lavendelstauden solcher zu spriessen beginnt. Meist verteilen sie aber, wie jeder Hobbygärtner weiss, vor allem die gehassten Unkräuter, obschon die auch ihre Daseinsberechtigung haben. Sie sorgen auch dafür, das Brachland oft sehr schnell überwachst und beugen so der Erosion vor. Für Tulpenzwiebeln die plötzlich im Garten an einem ganz andern Ort wachsen, sind meist aber Schermäuse oder Maulwürfe verantwortlich. Und diese fressen gelegentlich auch Ameisen. Bei vielen Vögeln stehen die auch auf dem Speiseplan. Beim Mähen freigelegte und aufgerissene Ameisennester locken, wenn sie Glück haben,  den Vogel des Jahres – den Buntspecht – oder vor allem den Grünspechten zum Fressen an. Fleischfressende Pflanzen lieben Ameisen.

In einigen Ländern werden Ameisen auch von Menschen gegessen, aber die meisten Rezepte mit Ameisen sind durch Schockostreusel gefälscht. Solche fressen auch Ameisen, meist Allesfresser.

Eine Kolonie der „Hügelbauenden Waldameisen“ kann an einem Tag mehrere Millionen Insekten erbeuten, darunter auch viele Schadinsekten, und trägt so zur Gesundheit des Waldes bei.

Frisches Aas wird von Ameisen auch gesammelt und sie ziehen mit dem Protein hauptsächlich die Larven auf, selbst fressen sie mehrheitlich Kohlehydrate (Zucker). Sie können auch Läuse halten oder transportieren diese zu geeigneten Pflanzen – bei uns oft zu allen möglichen Platterbsen. Und wenn die Läuse sich von der Pflanze ernährt haben, so melken die Ameisen den Nektarsaft.

Wenn ihr selbst Ameisen züchten wollt, dann ist das zu Hause möglich. Nur aufgepasst, rund 90% der Ameisen in der Schweiz sind geschützt. Sie können die Ameisen und Zubehör in einem Shop kaufen oder an einer Ameisen-Auktion ersteigern – fast eine Ameisenbörse. Die Ameisengilde trifft sich auf Ameise.net.

Auf dem Gebiet der Ameisenfortpflanzung gibt es noch viel zu forschen. Es gibt Teilgebiete, die noch praktisch unerforscht sind. Geschlechtstiere haben Flügel und zumindest die Königin stösst diese nach dem Hochzeitsflug ab. Wie kann eine Königin erkannt werden? Hauptmerkmal ist nicht die Grösse, sondern der grosse Thorax, der den Kopf mit dem Unterleib verbindet. Vermutlich ist die Altersbestimmung bei Ameisen, die zwischen 3 Monaten und 30 Jahren alt werden können, nicht ganz so einfach.

Ameisenköniginnen können auch polygam resp. polygyn sein, das bei vielen Völkern ein Überleben des der Kolonie sichert, nachdem die Königin gestorben ist. Ansonsten geht der Staat zu Grunde. In einem Waldameisen-Haufen können bis zu 5000 Königinnen leben.  Superkolonien und dass eine Ameise bis zum vierzigfachen ihres Körpergewichtes schleppen kann, regen manchen zu Horrorgedanken oder Ameisenfilmen an. Die grösste bekannte Kolonie steht (stand?) in Japan, dort sind 45 000 Nester auf 2,7 km3 angesiedelt und untereinander verbunden und es leben dort rund eine Million Königinnen.

Die roten Waldameisen scheinen zur Zeit in der Schweiz nicht mehr gefährdet zu sein, aber beachten sie, dass das aktuelle Material des BAFU aus dem Jahre 1994 stammt – 45 von 132 Ameisen Arten in der Schweiz sind auf der roten Liste der gefährdeten Tierarten in der Schweiz. Die Waldameisennester lässt man unverändert. Und wenn sie im Haus Ameisen ohne Gift bekämpfen wollen, müssen sie allenfalls zuerst die Art erkennen.

Ameisen scheinen ganz zufällig rum zu laufen. Sie versuchen aber, Wege zur Nahrung und zurück ins Nest zu optimieren. Das ist eine nicht wirklich effektive Methode, denn wenn eine Ameise kommunizieren könnte, dass das Futter z.B. 40 cm gerade aus sei, müssten sie nicht fast kreuz und quer durch die Landschaft laufen. Sie können aber nur mit Duftspuren markieren. Diese Arbeitsweise wird aber in der heutigen Computerforschung auch bei der Turingmaschine, der Ameise, eingesetzt. Mit dem Ameisenalgorithmus werden so zum Beispiel Buseinsatzpläne oder Vertreterbesuche optimiert.

Rein theoretisch könnte man einen Ameisenhügel auch zum Entkalken von Kaffeemaschinen oder zum verleimen von Kunststoffen missbrauchen.  Dank der Ameisensäure. Diese wurde vor allem früher als Konservierungsmittel für Lebensmittel verwendet. Sie brennt und nicht der eigentliche Biss der Ameise. Wenn sie etwas näher ran gehen, so sehen sie bei den fressenden und beissenden Ameisen ganz deutlich, dass sie acht oder mehr Zähne haben und der dritte wesentlich kleiner ist und der vierte viel grösser als die andern.

Ameisen sind Störzonensucher und befinden sich fast immer auf Kreuzungen von Wasseradern und teilweise auch auf geologischen Verwerfungen. Nicht einmal der Geruch von Lavendel lässt sie abhalten, mitten in einem grossen Lavendelbusch in Schmiedrued einen Ameisenhügel zu errichten. In Ostbayern gibt es den Brauch, vor dem Hausbau auf dem Baugrund Ameisenhaufen zu vergraben. Nur wenn sie wegziehen, ist der Baugrund schlaf- und wohntauglich.

DSC_8922Lassen sie sich überraschen, was es mit dem Handy und Elektrosmog auf sich hat. Und wer Lust hat, kann selbst einmal mit einem Tensor, einer Wünschelrute, die Störzonen erkunden und schauen, wo sie sich treffen. Jemand, der noch nie eine Rute in der Hand hatte, löste diese Aufgabe mit Bravur. Dieser Ameisenhaufen eignet sich besonders gut, denn er ist fast rundum einfach zugänglich.

Ameisen können auch als Warner vor Vulkanausbrüchen „angestellt“ werden. Sie reagieren auf 0,1 Grad Temperaturveränderungen und diese sind in Spalten, Verwerfungen eher zu messen und ziehen die Ameisen an. Sollte minim Gas austreten, stellen sie dies fest und verlassen die Nester.

Sollten sie jetzt noch Lust haben, wesentlich mehr über Ameisen zu erfahren, dann nehmen sie sich einige Stunden Zeit. Viel Spass …

… „Gegen den Rat ihrer Freunde heiraten eine Ameise und ein Elefant. Wie sie zum ersten Mal miteinander schlafen wollen, erleidet der Elefant eine Herzattacke und stirbt. Meint die Ameise: „Son Scheiß. Fünf Minuten Spaß und jetzt darf ich für den Rest meines Lebens ein Grab schaufeln…“ … und noch einige Witze.