Kategorie-Archiv: Exkursionen/Veranstaltungen

Wie in Schlossrued Vögel hausen

Walter Bolliger führte uns auf der Nistkasten-Reinigungstour hoch oben bei Schlossrued … und wir fanden, dass die Vögel doch eigentlich recht unterschiedlich zu wohnen pflegen.

GIS haben wir fallen lassen. GIS ist auch relativ kompliziert. Traurig fast, etwas kalt, wie GIS-moll. Mehr Spass macht GIS-Dur …

… genau genommen ist das die Ass-Dur – auf der Exkursion machten wir eher eine Aas-Tour. Schön, wie die im Video über die Jenseitsregel fiebern.

Jenseits waren auch einige Vogelhäuser.

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Hier die „Aus“-Beute …

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… und im Detail. Die Wespen haben sich auch am Dach zu schaffen gemacht. Es braucht einen Dachdecker …

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… und hier einen Kleber. Die Spechtunterkunft ist zweigeteilt. Spass beiseite, das ist nur verarbeitungstechnisch weil wir die noch nicht mit einem 3D-Drucker erstellen können. Praktisch gesehen ist das keine Problem. Also müssen neue Vogelhäuser gesucht werden.

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So war das nicht gemeint. Gemein. Vermutlich die Fischreiher, welche eine Raubkatze in ihrem Revier angriffen.

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Für den Specht finden wir eines vor Ort. Nicht ganz einfach zu reinigen. Den Stamm wollen wir nicht entzwei sägen.

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Ein echtes Fertighaus mit vier verschieden grossen Eingängen.

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Der Kleiber weiss sich selbst zu helfen. Er nimmt einfach Kleister oder Kleber.

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Selbst schuld. Wir hätten eine echt gediegene rustikale Villa zum Vermieten. Also zurück in die Nistkastensammlung von Walter.

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Etwas höher ginge ja noch …

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… die Aussicht ist fantastisch … aber weiter oben würden die Vögel noch mehr sehen. Nur, dort wird es noch kälter …

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… für heute ist Walter das aber zu hoch. Er hat schon die Sonntagskleider an, weil er noch in die Kirche muss … Benefizkonzert. Pfeifkonzert der Vögel hören wir eh nicht. Waren wohl alle am Samstagnachmittag am Shoppen? Keiner in einem Nistkasten. Weder Kleber, sorry, Kleiber, Trauerfliegenschnäpper und keine einzige Meise. Nicht mal die Haselmaus war anzutreffen. Die sind am Schlafen und zwar an einem anderen Ort. Daraus schliesse ich, dass die im Stande wären, selbst irgendwo ein Nest zu bauen oder einen Unterschlupf zu organisieren …

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… und dabei wäre es so angenehmen. Wir verwenden zum Schlafen lieber Gänsefedern. Andere haben gleich zwei Nester in ihr Eigenheim gebaut. Wieder andere scheinen spartanisch zu leben. Ganz wenig ist bedeckt. Scheinen Asiaten zu sein, die Futon vorziehen

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… welche vermutlich auch die Lorbeerkirsche oder gar den japanischen Knöterich hierhin gebracht haben. Ein invasiver Neophyt. Vögel fressen zum Teil auch giftige Beeren, also nicht nachahmen …

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… und trinken Red Bull? Nein, die Büchse entpuppt sich als Gralsburg Bier … billiger als Wasser. Andere ziehen Feldschlösschen vor. Josef sammelt allen Abfall ein, den eine spezielle Art von Vögeln liegen gelassen hat. Der kleine Clean-Up-Day.

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Auch ungiftige Sachen gäbe es zum Naschen … drei Meiseneier … à la Methode Chinoise … geschmacklich vermutlich ähnlich wie 1000-jährig Eier

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… sieht aus wie der Schwarze Trüffel – aktueller Tagespreis 1.48 Euro – pro Gramm …

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… könnte in diesem Pizzaofen hergerichtet werden. Zu finden in der Umgebung …

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… und wer es etwas al dente mag, auch für den gibt es einiges zu finden. Übrigens, beim Start gibt es eine Brätlistelle. Nicht unbedingt geeignet für die Fünfte Jahreszeit, die genau vor einer Woche angefangen hat …

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… wo man ganz spezielle Vögel sieht. Dem weiss gefiederten habe ich auch schon selbst den „Nistkasten“ herausgeputzt.

Wer nicht mitgekommen ist, ist wirklich selbst schuld. Hat echt viel verpasst.

Progressive „Vögel“ haben es schwer in der Schweiz

Sind Nistkästen heute noch sinnvoll und brauchen wir wirklich ein digitales Erfassungssystem für Vogelstandorte?

Innerhalb fünf Tagen waren zwei Präsidenten von Natur- und Vogelschutzvereinen in unserer Gegend vermutlich erstaunt, wie konservativ viele Vorstandsmitglieder sind. Sie hangen am Alten. Weiterhin Meisenkästen bauen und aufhängen. Dafür werden dann Schmetterlingslarven von den Meisen gefressen. So gesehen, habe ich meine vier Meisenkästen noch nie. Freude, wenn die Meisen reingehen und Junge haben. Aber ich habe auch Freude an Schmetterlingen und Faltern. Kannibalismus pur. Denkarbeit ist angesagt.

Die vier Standorte der Meisenkasten lassen sich mit Google-Earth anschauen. Extrem viel zu diesem riesigen Softwarepaket haben mehrere Nachbarkantone des Aargaus beigetragen. Weltspitzenklasse pur. Das Know How ist da, wie man solche Standorte erfassen könnte. Nur, uns Naturschutzmitgliedern ist dies noch nicht richtig zugänglich gemacht worden. Was soll’s. Unsere Nistkästen werden weiterhin mit Landkarte und Bleistift erfasst. Und dabei hätten die das notwendige Werkzeug auf Mann oder Frau. Vielleicht hilft unser technikaffinstes Mitglied ab nächstem Jahr mit, die GIS-Möglichkeiten anzuschauen. Er wird pensioniert und allenfalls etwas mehr Zeit haben als früher. Meine Unterstützung hätte er.

Viele fragen mich immer, wieso ich keinen so modernen tragbaren Telefoncomputer mit mir herumtrage. Weil ich meist ohne den auskomme. Dafür weiss ich, was man mit dem alles machen könnte. Ja, ohne GIS wäre heute die Postzustellung nicht mehr möglich. Je Adresse, jeder Haushalt ist digital erfasst. Genau genommen der Stromzähler, denn der ist heute in jeder Wohnung und jedem Unternehmen zu finden. Gebäude ohne Stromanschluss sind selten. Dafür weiss ich, was man alles mit solchen Geräten machen könnte. Da wir per Beschluss im Gesamten konservativ sind, lassen wir die GIS-Übung mal fallen. Warten, was passiert. Sempach, BirdLife Schweiz und Aargau kennen meine Ideen. Morgen an der Exkursion wird es keine GIS-Erfassung geben. Macht nichts, denn mit der internationalen BirdLife App schafften wir es nicht, die Daten auf eine Schweizer Plattform zu laden.

Heinz aus Muhen hat am Regionalhöck referiert. „Sind Nistkasten in der heutigen Zeit noch sinnvoll?“ Ja, zumindest für Dohle, Gartenrotschwanz, Wiedehopf, Wendehals, Mehlschwalbe, Mauersegler, Turmfalke und Schleiereule. Jahreskosten pro Verein, ohne Fronarbeit, etliche hundert Franken, oft tausend übersteigend. Und der Mitgliederbestand nimmt dauern ab. Bei uns zum Beispiel in den vergangenen zwei Jahren minus 12 und 5 Prozent. Das heisst, wir haben heute 20% weniger Mitglieder als vor zwei Jahren! Tendenz anhaltend, wenn wir es nicht schaffen, für Junge Attraktives zu bieten. Hunderte von Nistkästen hängen praktisch in jedem Vereinsbereich. Darunter stehen und sich informieren lassen, was in dem Kasten ist … vielleicht doch in einigen Jahren möglich. Junge hätten ja praktisch immer ein Handy dabei, das Auskunft geben könnte. Könnte, denn die Daten müssen erfasst werden.

Nistkasten bauen, aufhängen, reinigen ist immerhin für Kinder interessant. Einige interessieren sich später für Vögel … allenfalls für die gesamte Natur. Vielleicht sollten mehr Nistkästen für Höhlenbrüter aufgehängt werden. Jeder Kanton ist unterschiedlich und von Forstrevier zu Forstrevier gibt es auch Unterschiede. Wie wäre es, wenn man sich einmal mit dem Förster kurzschliesst. Vögel kommen nur, wenn es auch Nahrung in der Umgebung hat. Schön, wenn viele vom Roboter kurzgemähte Rasenflächen zu etwas mehr Leben angehaucht würden. Gar nicht zu denken, an all die Flächen, die mit einem Fliess gegen Unkraut geschützt sind. Oder die kahlen Steinwüsten. Schön, das ist ja wirklich eine Ansichtssache.

Vielleicht wäre es sogar von Vorteil, wenn man beim Nistkastenbau ein Merkblatt abgibt, wo so ein Vogelgebäude sinnvoll aufgehängt wird. Auf der Nordseite an einem Haus aufgehängt und dann das Ausflugsloch auch noch gegen diese Richtung. Vögel lieben wie wir normalerweise die Südseite. Eine Idee, die wir uns auch merken müssen – das Arbeitsteam auf Schloss Biberstein.

Hier noch einige Bilder vom Rundgang im Gibel von Muhen.

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Blick vom Rebenweg nach Süden. Sogar dem Rotmilan, unserem Ruedmilan wird es zu ungemütlich. Sturm kommt auf. Gefühlte Kälte deutlich unter null.

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Irgendwo wäre noch der Jura. Vor fünf Minuten war er doch noch da. Ich glaube, ich habe das erste Mal meinen Fotoapparat in einer Plastiktasche mitgenommen. Das runde Gebilde im Bildhintergrund  ist nichts anderes als die SMDK – die wurde auch schon einmal erwähnt.

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Entlang der in Fronarbeit erstellten Trockenmauer. Sie trotzt auch dem Regen.

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Hoffentlich ist der Schirm „Energie 2000“ kein schlechtes Omen.

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Eine der fünf Reptilienburgen. Nicht mal eine Wasserschlange haben wir gesehen. Eindeutig die falsche Jahreszeit, um diese herrliche Gegend anzuschauen.

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Ein Paradies für einige Vogelarten und Insekten.

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An diesem Hang wurden vor langer Zeit Reben angebaut. Eine einzige „Gibelrebe“ gibt es noch und die möchte man für eine Neubepflanzung nutzen. Hoffentlich gelingt es, denn Reben lieben Störzonen nicht allzu sehr und davon hat es hier einige. Vermutlich auch der Grund, wieso es den Reben hier nicht „gefallen“ hat. Alleine am Stein im Untergrund wird es nicht liegen. Konservative sollen bitte nicht schauen, was ich unter „Gibel Rebe…“ gefunden habe.

Trotz Wetter ein toller Anlass mit vielen anregenden Ideen.

Übrigens, progressive Geier gibt es in Lima (Peru), die GPS benützen um GIS-Datenbanken zu füttern.

Die Kraft des Wassers – Kwkw sind Schweizer Zukunft

Bondo – ein neues Video von einer Life-Kamera taucht auf.

Wasser ist relativ schwer auszumachen, es sieht eher wie kalt fliessende Lava aus. Physikalisch praktisch nicht zu berechnen, was hier abgeht. Hier ist keine Energienutzung möglich, aber anderswo hätten wir genügend Wasserkraft um Energie zu gewinnen.

Vielleicht vergraule ich jetzt einige Fischer und subventionierte oder mitgliederfinanzierte NGO-Kapitäne. Das sind zukünftige Probleme, da müsste man sich Gedanken machen. Nicht über das Hindernis von Kleinwasserkraftwerken (Kwkw), das Kleintiere nicht weiterkommen. Ist eh umstritten und meist wird bei Neubauten die Qualität der Fluss- oder Bachlandschaft aufgewertet.

Ich konnte gestern mit einigen Venture Capital Spezialisten über dieses Thema diskutieren. „Bist du dafü?“ Ja. „Gut!“ Jeder wollte gleich meine Meinung wissen. Das sei Zukunft und wir hätten die Spezialisten und vor allem die notwenidgen Gewässer.

Und noch eins. Wir importieren Rohstoffe, wie Erdöl. Wenn das wieder mal teurer wird und wir im Energiesektor nicht Selbstversorger sind, könnte es für unsere Kinder und Grosskinder mal noch teurer werden und unser Wissen liegt bracht, andere machen dann die Gewinne.

Batterien bauen, auf diesem Gebiet forschen. Feststoffbatterien könnten wir brauchen – Festkörperakkumulatoren heissen die in der Fachsprache. Besser als die herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus. Energie speichern, das wird das Thema in Zukunft sein. Und wie man Nachtstrom aus den Offshore-Windkraftwerken nutzt. Der ist extrem billig, weil in der Nacht mehr Wind weht und die „Welt“ schläft und weniger Energie verbraucht. Hinter Staumauern, auch wenn die nicht unbedingt schön aussehen und allenfalls einige Arven gefährden, kann man das nächtlich hochgepumpte Wasser speichern.

Heute Abend um 17.00 Uhr beim Haupteingang der Pfiffner Messwandler AG. Parkieren könnt ihr auf ihrem Parkplatz bei der Biberburg.

Mehr über Kleinwasserkraftwerke – Kwkw … wir haben die Kalenderwoche 39.

Kleinwasserkraftwerke

Entlang der Suhre in Schöftland und Hirschtal hat es drei Kleinwasserkraftwerke (Kwkw). Eines in Betrieb, eines stillgelegt und das dritte ist im Bau. Am 29. September findet die Exkursion statt.

Dasjenige Kwkw in Betrieb, sieht man schön von der Strasse aus. In Hirschtal, zwischen der Firma Pfiffner Messwandler AG und der Biberburg. Hochwasser haben sie nicht gerne, denn das Kwkw muss sicherheitshalber abgestellt werden.

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Die beiden andern Kwkw muss man suchen, wenn man den Standort nicht kennt. An der Suhre entlang laufen kann man nur über kurze Strecken. Meist ist der Fluss nicht zugänglich, der verläuft an Feldern. Schade und etwas problematisch, denn oft wird in der Schweiz der Mindestabstand bei einem Gewässer zum Jauchen oder Anpflanzen nicht eingehalten.

Pufferstreifen entlang von Gewässern (6 m breiter Grünstreifen als Wiese oder Gehölze, das heisst kein Ackerbau erlaubt, die ersten 3 m als Dünge- und Pflanzenschutzmittelverbotszone sowie ohne Lagerung von Siloballen oder Kompost).“

Auf dem Weg zum nächsten Kwkw können wir über die Problematik der Fische, der Medikamtenrückstände und Mikro-Verunreinigungen  diskutieren. In der Schweiz gibt es erst zwei Abwasserreinigungsanlagen, die mit einer Ozonanlage ausgerüstet sind. Das zweite, die ARA Reinach wurde dieses Wochenende offiziell eröffnet. Aus Kostengründen sei dies nur in Deutschland und der Schweiz möglich, meinte der Fachmann der Wabag, eines indischen Unternehmens. Ich war anderer Meinung. Er meinte, dass ich das mit der Trinkwassertechnologie verwechsle. Es gibt aber, vor allem in Asien Wasserwerke, die gleichzeitig reinigen und aufbereiten. Er musste mir Recht geben. Fachleute schauen die Energie- und Wassertatsachen immer etwas einseitig aus ihrer Warte an.

Abwasser kann man auch mit einem Schilfgürtel reinigen. Das erste vermutlich in der Schweiz ist auf der Schattweid zu finden. Einer der Gründer war mein Lehrer im NDS Umweltmanagement. Johannes Heeb hat mit mir auch über die Möglichkeiten eines Sees in Langenthal diskutiert.

Eines möchte ich festhalten. Wer über Energie und Wasser diskutiert, ist geldaffin, etwas zu weit für den Otto-Normalverbraucher in die Zukunft schauend und viele haben einfach eine vorgefasste Meinung. Analysieren ist nicht jedermanns Sache und deshalb erlaube ich mir, hier meine eigene Meinung zu sagen. Ich bin in dieser Hinsicht total unabhängig und für Stromproduzenten manchmal ein Enfant terrible. Na ja, das Windkraftwerk bei uns wurde fallengelassen. Danke all den Mitstreitern und im Grunde genommen, bin ich ja nicht gegen Windkraft. Nur müssen diese Kraftwerke an einem vernünftigen Ort gebaut werden. Rudolf Rechsteiner spricht Klartext zur kürzlichen Abstimmung.

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Bei der ARA Schöftland haben wir einige nicht abgeerntete Maiskolben mitgenommen. Ich versuche damit, den Goldfasan anzulocken – gestern wurde er nach langem wieder in meinem Garten gesichtet. Hier könnte man auch über Plastikmüll im Leitungswasser diskutieren. Ein Problem, das uns garantiert in Zukunft zu schaffen macht. Aber lieber diskutiert man über die schädlichen Auswirkungen von Kwkw, die die armen Fische vergraulen und abhalten, in obere Regionen weiter zu schwimmen. Schauen sie sich die drei Fischtreppen an und machen sie sich eine eigene Meinung. Der WWF-Verantwortliche ist mit Kwkw überlastet und lässt sich für die Exkursion entschuldigen. Er schreibt: „Grundsätzlich ist es aber sehr wichtig, immer wieder an die Basis zu gehen und die Problematik der Kleinwasserkraft aufzuzeigen.“

Sorry, da bin ich anderer Meinung. Wir sollten zu den Menschen schauen, sie schützen. Vermutlich vergraulen wir nicht allzu viele Fische. Es gibt weitaus tragischere Fischprobleme auf der Welt. Und auf die politische Seite könnte man auch einen Blick werfen. Die Grossen unterstützt man und die Kleinen lässt man absaufen. Hier hätte die Schweiz absolut auf dem Weltmarkt eine Chance, nicht nur bei der Kernkrafttechnik.

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Flussaufwärts dreht sich nur noch das Wasser im Wirbel. Hier fehlt etwas. Der Rotor. Hängend an einem Kardangelenk montiert war er. Da wirken extreme Kräfte. Die Idee ist absolut super. Nur, da reicht ein herkömmliches Getriebe nicht lange. Die Kraft des Wassers ist enorm. Ich will einmal drei Sekunden in Rotterdam mein eigenes Wasser bestaunen. Und Martin im Ruedertal könnte länger zuschauen (Seite 16).

Über die finanzielle Situation des Konkurses dieses Kwkw kann ich nichts erzählen. Ich kenne sie nicht aus eigener Einsicht und was in den Zeitungen steht, da fehlen fast immer einige wichtige Details und nicht einmal im Netz kommt man weiter. Aus eigener Erfahrung, seit weit über zwanzig Jahren, kann ich sagen, dass Venture Capital im Öko- und im Energiebereich recht viele Tücken und ungeahnte Hürden hat. Und Chancen. Ein oft trauriges Kapitel. Da stehen wieder die Grossen gegen die Kleinen. Maffia ähnliches Verhalten kann man nicht sagen, denn dieser „Club“ hilft auch Kleinen. Hier prallen Meinungen auf Meinungen.

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Eine Sicht gibt es auch auf diese Gebäude und dazu werde ich einige Worte verlieren. Vermutlich hätte man hier zwei Konkurse vermeiden können. Alternativenergien sind nicht ganz einfach, Pellets im Speziellen. Es sind inzwischen einige Jahre vergangen und ich habe heuer meinen Pelletslieferanten gewechselt. Derjenige, den wir von der Biberburg her sehen, hat traurige, mehlige Pellets geliefert. Sägemehl brennt schlecht und vielleicht hat er Ware aus Deutschland aufgekauft. Der neue Lieferant bläst auch mit wesentlich weniger Druck ein – er braucht länger – das kostet Geld, bringt dafür weniger Servicearbeiten und Reparaturen.

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Auf diesem Gelände wird das neue Kwkw gebaut. Hier stand schon einmal ein Kraftwerk, das jahrelang stillstand. Die AZ hat etwas gegen Adblocker. Das heisst, wenn sie diesen Artikel  nicht lesen können, müssen sie einen Proxiserver wie Startpage verwenden. Ja, die heutige Technik hat ihre Tücken und der politische und finanzielle Hintergrund lassen grüssen. Heuer ist 2017. Wissen sie, was 2018 ist? 50 Jahre 68. Schon im November werde ich mit meinem längsten (nicht in cm – in Jahren) Freund nach Bern gehen.

Wenn die Energieszene Schweiz in Zukunft weiter federführend sein will, so braucht es die Kleinen, die Innovativen, nicht die geldgeilen. Entschuldigen sie, wenn ich so böse schreibe, aber meinen ersten Vortrag über Energie habe ich vor rund 50 Jahren gehalten und ab und zu mal was darüber geschrieben und erst noch oft dieses Stichwort nicht erwähnt. Ja, ab und zu bin ich im Sandwich. Was ist der beste Teil? Das dazwischen. Neutral.

Über Wasserkraft gäbe es noch viel und gross zu diskutieren. Es gibt viel mehr über Kwkw zu lesen, als wir glauben. Nur, die Wenigsten wissen es. Die preisliche Situation für uns Konsumenten wollen wir gar nicht erst anschauen.

Kwkw sind preislich in der Schweiz konkurrenzlos und in ihnen liegt die Zukunft. Wetten! Das schreibt einer, der auf seiner Visitenkarte schreibt „speziell für Ökologie, Ethik, Technologie, Energie“.

Martisches 6-Eck für Blog neu

Das Martische 6-Eck.

Ich freue mich ganz speziell auf Herrn Hunziker jun. von der Pfiffner Messwandler AG. Am 29. September um 17.00 Uhr beim Haupteingang! Und in Zukunft wird es flussabwärts weitergehen.

Hier noch das Handbuch Kleinwasserkraftwerke, wenn ihr mehr dazu lesen möchtet. Und die ganz Mutigen schauen sich vielleicht noch an, was uns die Zukunft bringen könnte, wenn Nikolai Tesla vor über 125 Jahren mit seiner Raumenergie oder freie Energie, nicht falsch gelegen ist.

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Wir sehen auf unserem Rundgang eine CB-Antenne oder … vielleicht wird uns ein Vorstandsmitglied einmal das Wasserauto mit der HHO-Zelle eines seiner Bekannten vorstellen. Ein Energieminderaufwand ist physikalisch nicht erklärbar, vermutlich auch in Zukunft nicht, aber als Alternativantrieb vorstellbar. Raumenergie, die ist vorstellbar, aber schwer zu begreifen. Es gibt immer mehr Hinweise, wie die lange für unmöglich gehaltenen Garvitationswellen, mit der Zeit doch Wellen schlagen. Ja, einige Kilometer weiter oben habe ich mit Kaderleuten eines Energieunternehmens über verschiedene Wellen gesprochen. Er meinte „absoluter Quatsch“ und Sie sagte „die kenne ich aus der Fliegerei“. Unterschiedliche Meinungen gibt es oft. Sogar im gleichen Energiekonzern. Der Mann gefiel mir, zumindest sein Gesichtsausdruck und solche dürfte in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch manncher haben, der nicht querdenken kann und neueste Forschungserkenntnisse nie anschaut.

 

 

Kompostieren – Clean-Up-Day2017

Erklären sie einmal in einer Viertelstunde Kindern und Jugendlichen, am Clean-Up-Day, wie ein guter Kompost aufgebaut ist.

Für die Kleineren: „Kompostieren mit Joe Cycle und Willi Wurm„.

15 Minuten sind wenig, für ein Gebiet, über das man problemlos mehrere Stunden sprechen kann. Also, einige Kübel mit verschiedenen Materialien anschleppen und dann darüber diskutieren, was kompostiert werden darf und was nicht.

Kompostieren heisst mischen und ist daher mit Kompott und komponieren verwandt. Im Grunde genommen funktioniert ein Kompost wie ein Mensch. Oben wird „Nahrung“ als Energie zugeführt und im Magen resp. im Kompost wird mit Hilfe von Flüssigkeit, Sauerstoff und vielen Kleinstlebewesen, wie Bakterien, das Endprodukt hergestellt – Erde oder beim Mensch, das was er nicht verwerten konnte.

Beim Tier kennt man es besser, als beim Menschen. Hier werden vor allem bei Kühen die Reste mit dem Stroh, das im Stall ausgestreut war, auf den Mist geworfen und man lässt das Ganze vergären und bringt es als Mist oder Gülle auf die Felder, damit Pflanzen „Kraftnahrung“ erhalten.

Der Mensch braucht Sauerstoff und auch der Kompost. Unsere eingeatmete Luft enthält 21 % Sauerstoff und 0,03 % Kohlendioxid. Die ausgeatmete Luft enthält 17% Sauerstoff und 4 % Kohlendioxid. Der grösste Teil des Rests ist Stickstoff, den er wieder ausatmet. Der Mensch produziert genau gleich wie das Auto Co2 und im Kompost entsteht auch Co2. Die Pflanzen wiederum brauchen Stickstoff und Co2. Zurzeit haben wir zu viel Co2 auf unserer Erde und deshalb werden in Zukunft Pflanzen noch mehr gedeihen, als früher.

Als wir in meiner Kindheit die ersten Autobahnen hatten, gab es praktisch keine gut wachsenden Pflanzen an Autobahnen. Probleme hatten sie vor allem mit dem Blei, das als Abgas für Pflanzen und Mensch gefährlich war. Diese Gefahr ist seit Jahren gebannt. Nun wächst alles viel schneller und üppiger an Strassen, weil sich dort relativ viel Co2 befindet. In Zukunft wird in unseren Gärten das Unkraut noch stärker wachsen und der Rasen muss häufiger geschnitten werden. Beobachtet das mal in den nächsten vielleicht 20, 30 Jahren.

Kompostieren wird in Zukunft noch wichtiger und es ist nicht sinnvoll, Material aus dem gute Komposterde gewonnen werden kann, in den Abfall zu geben und den zu verbrennen.

Zum Kompostieren hier einige Links:

Kompostieren ist keine Kunst – manchmal ein wissenschaftlich umstrittenes Gebiet. Soll nun eine Orangenschale in den Kompost oder nicht? Ich kompostiere sie, aber vermische immer mit anderem. Und wenn ich halt zu viel Gras habe, dann kommt auch das auf den Kompost. Im schlimmsten Fall braucht es länger als ein Jahr, bis gute Erde vorhanden ist. Und wenn ihr Platz habt, dann einfach mit „Abfallbrettern“ und Armierungseisen vier immer kleinere Kammern bauen. Im kleinsten ist die durchgesiebte Komposterde und die andern werden regelmässig in den nächsten umgeschichtet. Was noch zu wenig verrottet ist, kommt wieder in das alte Abteil zurück.

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Viel Spass beim Austesten und noch eins, mit der Zeit verrottet fast alles … aber Gift und Chemie wollen wir nicht in unseren Gartentomaten … und die allermeisten gekauften schmecken garantiert schlechter … nach tomatenrotem Wasser.

Wer sich mehr mit dem fantastischen Bereich der biochemischen Wege rund um und in der Welt auseinandersetzen möchte, beschäftigt sich am besten mit deren Kreisläufen:

Und wer jetzt langsam an der Ökologie – der Lehre vom Haushalt – Spass bekommt, der kann sich in meinem Finanzblog umsehen, wie die Ökonomie damit verbunden werden kann. Tragt Sorge zu unserer Umwelt und wer Lust hat, kommt mal bei einer Veranstaltung vom Ruedmilan vorbei, dem Natur- und Vogelschutz-Verein Rued.

Und noch einen Ratschlag zum Lernen. Lernt das, woran ihr Spass habt und hört nie auf den Ratschlag, dass irgend etwas keine Zukunft hat. Wer begeistert ist, macht immer was daraus. Freude und Glück sind wichtig – der Rest kommt von alleine. Und lernt immer wieder dazu – alles ändert sich, manchmal viel zu schnell.

konzentrierBAR – Genuss zu Fuss

Am Sonntag fand Genuss zu Fuss statt.

Hier unsere Sirupliste in der konzentrierBAR:

  • Apfelbeere *
  • Bibernelle
  • Faustschlag
  • Fünffrankenpflanze
  • Hirschkuhbeere *
  • Leidensfrucht
  • Lieblicher Pflaumenbaum
  • Panzerbeere
  • Paradiesapfel und Seifenbaum
  • Persischer Apfel
  • Stinkbaum
  • Top secret
  • Zitronenstrauch

* in der Schweiz gekauft – alle andern sind in Südfrankreich eingekauft worden.

Nun gilt es herauszufinden, welcher Sirup hinter diesen Namen stecken könnte.

Aronia *

Anis

Kastanie (Châtaigne)

Gelber Enzian (Gentiane) – auf dem Fünfliber sind blaue Enziane zu sehen

Himbeer *

Passionsfrucht oder Maracuja (von der Passion)

Mandel (Orgeat [milchig trüb] und der klare, aber wesentlich teurere Amande)

Melone (eine Panzerbeere)

Grapefruit und Litchi

Pfirsich

Cola

Rosen

Verveine

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Walter, unser Spielleiter von BioDio mit dem ersten interessierten  Besucher …

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… das Spiel hat aber erstaunlich viele Erwachsene angezogen.

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Idyllisch gelegen, wir waren nicht zu übersehen.

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Hier noch die Bilder von Schlossrued läbt (jeweils auf das Bild klicken).

Am meisten hat der Cola-Sirup zu diskutieren gegeben. Viele Erwachsene haben nicht herausgefunden, was sie trinken, aber er sei gut. Kinder kamen sofort auf den Geschmack der an den Colafrösch aus dem Kiosk erinnert. Melone und Passionsfrucht waren schwierig, obschon auch hier der Geschmack sehr eindeutig ist. Einer sagte: Passaia. Fünf haben danach gerätselt, welche Frucht dahinter steckt. Den gelben Enzian konnte ich auch nicht einordnen. Das habe ich noch nie gehabt und er schmeckt nicht nach dem Enzian-Schnaps. Einer der teuersten Sirupe. Einige kosteten 22 Franken je Liter und der billigst, aber beliebteste, war der Himbeersirup … Erdbeere, Brombeere, Cassis und so weiter haben die Degustatoren getippt. Am besten haben hier die Mütter abgeschnitten.

Das Zwirbelrad haben wir vom Männerchor Schmiedrued ausgeliehen, es wird ja auch dort aufbewahrt, wo viel zusätzliches Material mitgenommen wurde. Die meisten Kinder wollten zwirbeln und sehr oft haben sie einen zweiten Sirup erhalten, weil sie den ersten erraten konnten … etwas mithelfen war ja wohl nicht verboten.

Der beste Drink, der kreiert wurde, war der trübe Kastaniensirup mit einem Schuss Southern Comfort. Dieser ist inzwischen 17 Jahre alt und wird meiner Ansicht nach erst in diesem Alter richtig geniessbar. 2.–, 3.– oder für  ganz Mutige kostete der Einsatz 5.–. Dafür haben sie etwas erlebt, was ihnen unbekannt war. Die meisten Sirupe sind in der Schweiz auch nur mühsam aufzutreiben, wenn überhaupt.

Etwas viel Aufwand, aber es hat sich gelohnt. Die Besucher hatten ihren Spass und der Kasse hat es einen kleinen Zustupf gegeben.

Übrigens, der Southern Comfort hat eine Dame bekannt gemacht, zu deren Song mann ruhig obigen Alcopop geniessen darf – wir nennen ihn Janispop …

Janis Lyn Joplin, auch Pearl genannt, die Perle. „Booby“ McGee – wissen sie, wer das war? Barbara, die Sekretärin von Felice und Boudleaux Bryant, vermutlich mit 800 Songs die erfolgreichsten Autoren in der Country- und Pop-Musik. Joplin war aber eine Sängerin von Psychedelic Rock, Soul und Blues. Ich muss mal in meiner Sammlung auf dem Cover schauen, was da genau für eine Flasche mit abgebildet ist.

Kleinwasserkraftwerke und Hochwasser

Am 29. September 2017 findet die Exkursion Kleinwasserkraftwerke statt. Einige Bilder von Gestern – „Land unter“ in unserer Umgebung.

Kurz vor fünf Uhr wird es dunkel, es prasselt und donnert. Blitze sind keine zu sehen, denn es giesst in Strömen. Das Sonnensegel bei meinem Gartensitzplatz ist längst zerrissen. Die Eisenstange, die noch eine Ecke hält ist total gekrümmt – inklusive des 10er Armierungseisen. Es stürmt, wie ich es bei der Hammerschmitte noch nie erlebt habe. Die Dachrinnen und der Ablauf sind voll, das Wasser ergiesst sich in Strömen auf der ganzen Südseite. Dann dreht die Windrichtung und das ganze Spiel wiederholt sich auf der Nordseite, Hagel setzt ein. Nach rund einer halben Stunde ist der Sturm vorbei.

Glück gehabt. Die Rued steigt kräftig, aber die macht mir weniger sorgen, als das Rinnsal hinter dem Haus. Es fehlt nicht viel, dass das Abflussrohr, das unter der Strasse in den Bach geht, das Wasser nicht mehr fassen kann. Mit dem Rechen Gras und kleine Äste entfernen, die am Gitter hängen bleiben. Sollte einmal kein Rechner, rechnen kann eh selten die Obrigkeit, da sein, gibt es wieder eine Überschwemmung. Der Kanton hat es so gewollt und die Behörden kennen das Risiko. Der ehemalige Kantonsingnieur, der die Strasse durch die Matt neu gebaut hat, kennt auch den weiteren Nachteil. Das Strassenniveau ist heute höher als früher und Wasser hat die Eigenschaft, dass es nach unten fliesst und die Mauer gegen den Bach lässt das Grundwasser nicht mehr so schnell abfliessen. Früher hatte man viele solcher Probleme im Griff und heute staunt man, wie viele Bausünden begannen werden.

Nicht jammern, es ging ja noch einmal gut. Das Wasser, das auf dem Weg dahin fliesst, bringt Blätter und Gras mit und verstopft den Senklochdeckel, es nimmt den falschen Weg, gegen das Haus. Auf Hauchdeutsch heisst das Dohlendeckel, aber fragen sie mich nicht, was das mit Dohlen zu tun hat. Eine Abwasserrinne würde dieses Problem lösen. Man kennt das Problem seit mindestens acht Jahren. Extreme Regenfälle werden in Zukunft garantiert nicht abnehmen. Die Klimaschwankungen lassen grüssen.

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Sobald man Zeit hat,  den Fotoapparat zu holen, ist das Ganze schon fast vorbei. Das sind nur die Probleme eines einzigen Hauses. Was aber geschieht, wenn ganze Dörfer, Städte und Täler nicht auf Hochwasser ausgelegt sind, zeigt die Aargauer-Zeitung. Im Ruedertal haben wir relativ gesehen, noch Glück gehabt. Ich entschliesse mich, nach Hirschtal zu fahren. Dort gibt es garantiert einmalige Bilder des Wasserkraftwerks der Firma Pfiffner Messwandler AG, das wir an der Exkursion besichtigen werden.

Auf dem Weg dorthin gibt es schon einiges zu sehen. In Kirchrued ist die Feuerwehr am Keller auspumpen und einige Stellen sehen wie im Winter aus – stärkerer Hagelschlag.

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Das ist nicht die erste Problem-Stelle, aber hier halte ich mal auf der Strasse, sorry, dem Geschiebe an. Es hat nur wenige Unentwegte, die recht langsam fahren …

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… und den Schlossruedsee bestaunen …

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… und missachten auch nicht das Parkverbot …

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… und auch hier sind nicht alle Parkplätze belegt. Ganz alles fotografiere ich nicht. „Die Kürbisse frei Haus“, schneller als die A-Post schaue ich nur an. Vom Hang vor die Haustüre geschwemmt. Nicht zwei drei … Kubikmeter weise. Halloween ist geradezu erholsam.  Vermutlich sind die Kürbisse noch nicht ganz reif. Angeschwemmt wurden sie mit allen Ranken und Blättern. In einem Spielfilm wäre dies zum Lachen, hier zum Weinen.

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Die Aussicht auf einen See soll etwas Beruhigendes haben – mit Blick auf das KKW Gösgen. Nach 5/4 Stunden ist schon wieder „schönes Wetter“ …

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… und auf unserer Exkursion werden sie garantiert keinen See mehr sehen, dafür Eindrücke erhalten. Vermutlich wird es sie etwas elektrisieren.

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Eindrücke auch hier, aber elektrisch läuft nichts mehr. Verstopft oder sicherheitshalber abgestellt? Und was ist mit dem Schlauch? Antwort gebe ich keine. Das sind Fragen, die sie am 29.9. stellen können. Haben sie sich das Datum eingetragen. 17.00 beim Empfang des Gebäudes im Hintergrund. Hoffentlich kommen nicht viele, damit ich viele Fragen stellen kann. Spass beiseite, aber Energie ist ein unerschöpfliches, spannendes, ja elektrisierendes Thema.

Eben im Radio: man geht in Zofingen von einem Schaden in 3-stelliger Millionen-höhe aus. Was wäre mit guter Planung vermeidbar gewesen? Planung ist extrem wichtig, denn Feuer kann man bekämpfen, Wasser nicht. Wasser ist extrem notwendig und fast nicht einzuschätzen. Ich kann ihnen an der Exkursion über die drei Schluchten erzählen, wo wir ein Hochwasser hatten, das weit weit über 100 Meter war, oder Frankreich, wo es rund 20 Meter gab. Wasser ist die wichtigste chemische Verbindung auf der Welt. Für den Menschen gibt es noch ein chemisches Element, das wichtiger ist – Sauerstoff. Zahlen rund um Wasser können zum Staunen anregen. In einem normalen Jahr liefere „ich“ rund 8 000 000 Liter Wasser, die durch die Suhre fliessen. Als Eselsleiter kann ich mir knapp 1000 Liter pro Stunde merken. Energie und Wasser faszinieren mich. Als Präsident sage ich ja, dass ich für Umweltschutz zuständig bin und nicht für Vögel und jetzt staune ich, wie oft ich schon über diese geschrieben habe …

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… und Holz sind es auch etliche Male. Freuen sie sich, nicht auf das Unwetter, das wir hatten, sondern auf die Exkursion. Ein fast endloses Thema.

Aber merken sie sich zwei Sachen.

  1. Hartes Brot ist nicht hart. Kein Brot ist hart.
  2. Wasser ist weniger schlimm, als kein Wasser.

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Wasser fliesst zudem oft ab. Es dauert manchmal und auch meine Kamera war leider keine Nikonos, nicht ganz wasserdicht. Die Linse beschlagen. So konnte ich am andern Kraftwerk oberhalb keine Fotos machen … oder hätte einen extremen Weichzeichner … und so wollen wir an der Exkursion nicht diskutieren. Alles ansprechen und ich versuche recht neutral zu bleiben, Vor- und Nachteile abzuwägen. Das ist mein Beruf, nebst Venture Capital und dies wird sicher auch zur Sprache kommen. Merken sie sich eins. In diesem Sektor sagt man, dass eins von zehn Projekten zum Erfolg führt. Oder neun auf der Strecke bleiben.

Auf dem Weg nach Hause habe ich noch über das Wirbelstromkraftwerk diskutiert. Wenn diese Personen an die Exkursion kommen, dann haben wir garantiert keine Zeit, das nebenan liegende Rapid-Museum als Zugabe anzuschauen. Vermutlich könnten wir den „Abend füllen“, wenn wir mit der Dame über Hochwasserprobleme im Kanton Aargau diskutieren.

Wenn wir die darin erwähnte Rot auch noch ins Gespräch bringen, dann wird es ein langer Abend. 140 Seiten „Zur Ermittlung der natürlichen Niedrigwasserabflüsse Q347 im schweizerischen Mittelland“ liegt zwei Meter neben mir bereit. Schweizerische Datenaufnahme zur Wassergeschichte. Signiert vom Verfasser. Und wenn sie mich überfordern, fragen wir mal den Ehemann der Gotte meiner ältesten Tochter an, ob er etwas über Hydrologie erzählen kann. Eigentlich schade, dass ich ihn schon lange nicht mehr gesehen habe. Ich möchte, ich wüsste ähnlich viel wie Rolf und vor allem ich könnte so viel bewegen.

Vielleicht ist er genauso ausgelastet, wie die Spezialisten vom WWF: „Im Moment bin ich mit Wasserkraftwerken wirklich massiv zugedeckt und es stehen auch einige grosse Neukonzessionierungen an…. Grundsätzlich ist es aber sehr wichtig, immer wieder an die Basis zu gehen und die Problematik der Kleinwasserkraft aufzuzeigen …“. Basis. Das ist halt Ansichtssache. Ja, ich geniesse es, zwischen extremen Meinungen zu sein, im Sandwich, Und was ist das beste am Sandwich – der Schinken mitten drin. Und demjenigen, der wie mein ehemaliger Praktikant und dann Geschäftsführer heisst, aber nicht identisch ist, wünsche ich viel Durchhaltewillen, denn dass was er zwischen … und  … schreibt, ist viel wichtiger als Beruf, Geld.

Beachten sie das letzte Bild im letzten Link. Vor 32 Jahren war das die Foto einer Geburtsanzeige. „Wir hoffen, dass nach dreissig Jahren die Welt nicht wüst und öde ist“ (sorry, den genauen Text müsste ich im oberen Stock nachschauen).

Sie ist es und wird es bleiben! Arbeiten sie mit uns daran.

 

 

Rundgang Schwalben in Schlossrued

Mehlschwalben und Mauersegler sind verwandter, als der Goldfasan und der Globi. Alle ansässig im Ruedertal. Den ersten dreien ist gemeinsam, dass sie der Klasse der Vögel zugeordnet sind.

Der Mauersegler sieht zwar wie eine Schwalbe aus, ist aber keine. Ganz schwarz und fliegt uns bis zu 200 kmh um die Köpfe. Hier sprechen sie in Mundart von Spire. Kommt das vom engl. Kirchturm? Oder vom Mädesüss (Spirea), das zurzeit im Ruedertal wunderschön blüht? Oder wird man mit Spiere findig? Ru(e)dern, segeln – die Spiere ist in der Seemannssprache ein Rundholz. Und die Mehlschwalbe heisst vermutlich so, weil sie einmal im Mehl gelandet war und deshalb einen weissen Bauch hat. Diese Fragen sind noch offen.

Alle andern wurden durch Walter Bolliger geklärt. Der Mauersegler macht echt eine Bauchlandung, wenn er auf dem Bauch landet. Gesunde Vögel können aber entgegen der Volksmeinung wieder starten. Walter könnte man stundenlang zuhören. Einmal verspricht er sich. Das Nest des Mauerseglers wird aus bis zu 1500 Mehlklümpchen gemacht. Lehm korrigiert er sofort … alle lachen.

Rund 70 Nester zählen wir. Und sollten Mauersegler keinen Schlafplatz mehr finden, dann schlafen sie einfach in der Luft. Das scheint mir eine echt praktische Eigenschaft zu sein.

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Lehm, Holz, Beton – Vogelhäuser kann man auch stricken:

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Sechsundzwanzig Personen haben teilgenommen. Einer kam erst gegen neun Uhr. Er war auch am Rundgang der Naturschutzkommission und brachte eine ganz nette Karte mit: „… sorry viumau, tut mir sehr leid, dass wir unseren Anlass auf den 16. planten.“ Merci, Absicht haben wir nie vermutet. Auf die digitalen Möglichkeiten stiess in der Zwischenzeit  sogar Marlies – die Höchste oben im Tal. Talvereinssitzung in Zukunft vielleicht ohne Schwergewicht Termine.

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Ponys, Schaffe, Kühe, von oben den Globi bei der Turnhalle, die 19-jährige weisse taube Katze, die seelenruhig mitten auf der Strasse liegt und sich auch durch das Fernlicht des Fahrers nicht stören lässt. Diese und andere Tiere sahen wir und Erdkröten hörten wir. Und sogar der Besitzer des Goldfasans nahm an unserem Bummel teil, wie ich schon bei der Begrüssung feststellen konnte. Einige vermuteten, dass dieser Vogel vor drei Tagen von einem Tier gerissen wurde. Muss wohl ein anderes gewesen sein, dass Todesschreie von sich gab. So einfach einzufangen ist ein Goldfasan nicht. Extrem schnell und schwupps, mehrere Meter hoch auf der Traubenkirsche. Mal schauen, wie lang e es dauert, bis er die 830 Meter Luftlinie schafft. Er könnte wenn er möchte. Die Briten, wo dieser Chinese auch in Freiheit lebt, würden ihm jetzt ein Weibchen zur Verfügung stellen. „Zuhause“ erwartet ihn nur Ärger – ein angriffslustiges zweites Männchen. Singen kann er nicht so schön und wenn wir den letzten Satz dort lesen, dann gibt es auf der Alpensüdseite angriffslustige mit Hahnenfedern, die wunderschön anzuhören und -sehen sind, obschon die manchmal fast wie eine Guggenmusik tönen.

Ein herzliches Dankeschön an die Gastgeber Elisabeth und Köbu Müller und Walter Bolliger, der uns durch den Abend begleitete und unter anderem auch von den 700 km Todesfallen in Ägypten erzählte. Jetzt beschleicht mich nachträglich ein schlechtes Gewissen. Ich war vermutlich der einzige, auf dem Grillplatz, der eine Geflügelbratwurst verspeiste.

Hier noch der Beitrag der AZ über die Konkurrenzveranstaltung: „Ruedertal als Glögglifroschtal„.