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Kleinwasserkraftwerke

Entlang der Suhre in Schöftland und Hirschtal hat es drei Kleinwasserkraftwerke (Kwkw). Eines in Betrieb, eines stillgelegt und das dritte ist im Bau. Am 29. September findet die Exkursion statt.

Dasjenige Kwkw in Betrieb, sieht man schön von der Strasse aus. In Hirschtal, zwischen der Firma Pfiffner Messwandler AG und der Biberburg. Hochwasser haben sie nicht gerne, denn das Kwkw muss sicherheitshalber abgestellt werden.

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Die beiden andern Kwkw muss man suchen, wenn man den Standort nicht kennt. An der Suhre entlang laufen kann man nur über kurze Strecken. Meist ist der Fluss nicht zugänglich, der verläuft an Feldern. Schade und etwas problematisch, denn oft wird in der Schweiz der Mindestabstand bei einem Gewässer zum Jauchen oder Anpflanzen nicht eingehalten.

Pufferstreifen entlang von Gewässern (6 m breiter Grünstreifen als Wiese oder Gehölze, das heisst kein Ackerbau erlaubt, die ersten 3 m als Dünge- und Pflanzenschutzmittelverbotszone sowie ohne Lagerung von Siloballen oder Kompost).“

Auf dem Weg zum nächsten Kwkw können wir über die Problematik der Fische, der Medikamtenrückstände und Mikro-Verunreinigungen  diskutieren. In der Schweiz gibt es erst zwei Abwasserreinigungsanlagen, die mit einer Ozonanlage ausgerüstet sind. Das zweite, die ARA Reinach wurde dieses Wochenende offiziell eröffnet. Aus Kostengründen sei dies nur in Deutschland und der Schweiz möglich, meinte der Fachmann der Wabag, eines indischen Unternehmens. Ich war anderer Meinung. Er meinte, dass ich das mit der Trinkwassertechnologie verwechsle. Es gibt aber, vor allem in Asien Wasserwerke, die gleichzeitig reinigen und aufbereiten. Er musste mir Recht geben. Fachleute schauen die Energie- und Wassertatsachen immer etwas einseitig aus ihrer Warte an.

Abwasser kann man auch mit einem Schilfgürtel reinigen. Das erste vermutlich in der Schweiz ist auf der Schattweid zu finden. Einer der Gründer war mein Lehrer im NDS Umweltmanagement. Johannes Heeb hat mit mir auch über die Möglichkeiten eines Sees in Langenthal diskutiert.

Eines möchte ich festhalten. Wer über Energie und Wasser diskutiert, ist geldaffin, etwas zu weit für den Otto-Normalverbraucher in die Zukunft schauend und viele haben einfach eine vorgefasste Meinung. Analysieren ist nicht jedermanns Sache und deshalb erlaube ich mir, hier meine eigene Meinung zu sagen. Ich bin in dieser Hinsicht total unabhängig und für Stromproduzenten manchmal ein Enfant terrible. Na ja, das Windkraftwerk bei uns wurde fallengelassen. Danke all den Mitstreitern und im Grunde genommen, bin ich ja nicht gegen Windkraft. Nur müssen diese Kraftwerke an einem vernünftigen Ort gebaut werden. Rudolf Rechsteiner spricht Klartext zur kürzlichen Abstimmung.

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Bei der ARA Schöftland haben wir einige nicht abgeerntete Maiskolben mitgenommen. Ich versuche damit, den Goldfasan anzulocken – gestern wurde er nach langem wieder in meinem Garten gesichtet. Hier könnte man auch über Plastikmüll im Leitungswasser diskutieren. Ein Problem, das uns garantiert in Zukunft zu schaffen macht. Aber lieber diskutiert man über die schädlichen Auswirkungen von Kwkw, die die armen Fische vergraulen und abhalten, in obere Regionen weiter zu schwimmen. Schauen sie sich die drei Fischtreppen an und machen sie sich eine eigene Meinung. Der WWF-Verantwortliche ist mit Kwkw überlastet und lässt sich für die Exkursion entschuldigen. Er schreibt: „Grundsätzlich ist es aber sehr wichtig, immer wieder an die Basis zu gehen und die Problematik der Kleinwasserkraft aufzuzeigen.“

Sorry, da bin ich anderer Meinung. Wir sollten zu den Menschen schauen, sie schützen. Vermutlich vergraulen wir nicht allzu viele Fische. Es gibt weitaus tragischere Fischprobleme auf der Welt. Und auf die politische Seite könnte man auch einen Blick werfen. Die Grossen unterstützt man und die Kleinen lässt man absaufen. Hier hätte die Schweiz absolut auf dem Weltmarkt eine Chance, nicht nur bei der Kernkrafttechnik.

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Flussaufwärts dreht sich nur noch das Wasser im Wirbel. Hier fehlt etwas. Der Rotor. Hängend an einem Kardangelenk montiert war er. Da wirken extreme Kräfte. Die Idee ist absolut super. Nur, da reicht ein herkömmliches Getriebe nicht lange. Die Kraft des Wassers ist enorm. Ich will einmal drei Sekunden in Rotterdam mein eigenes Wasser bestaunen. Und Martin im Ruedertal könnte länger zuschauen (Seite 16).

Über die finanzielle Situation des Konkurses dieses Kwkw kann ich nichts erzählen. Ich kenne sie nicht aus eigener Einsicht und was in den Zeitungen steht, da fehlen fast immer einige wichtige Details und nicht einmal im Netz kommt man weiter. Aus eigener Erfahrung, seit weit über zwanzig Jahren, kann ich sagen, dass Venture Capital im Öko- und im Energiebereich recht viele Tücken und ungeahnte Hürden hat. Und Chancen. Ein oft trauriges Kapitel. Da stehen wieder die Grossen gegen die Kleinen. Maffia ähnliches Verhalten kann man nicht sagen, denn dieser „Club“ hilft auch Kleinen. Hier prallen Meinungen auf Meinungen.

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Eine Sicht gibt es auch auf diese Gebäude und dazu werde ich einige Worte verlieren. Vermutlich hätte man hier zwei Konkurse vermeiden können. Alternativenergien sind nicht ganz einfach, Pellets im Speziellen. Es sind inzwischen einige Jahre vergangen und ich habe heuer meinen Pelletslieferanten gewechselt. Derjenige, den wir von der Biberburg her sehen, hat traurige, mehlige Pellets geliefert. Sägemehl brennt schlecht und vielleicht hat er Ware aus Deutschland aufgekauft. Der neue Lieferant bläst auch mit wesentlich weniger Druck ein – er braucht länger – das kostet Geld, bringt dafür weniger Servicearbeiten und Reparaturen.

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Auf diesem Gelände wird das neue Kwkw gebaut. Hier stand schon einmal ein Kraftwerk, das jahrelang stillstand. Die AZ hat etwas gegen Adblocker. Das heisst, wenn sie diesen Artikel  nicht lesen können, müssen sie einen Proxiserver wie Startpage verwenden. Ja, die heutige Technik hat ihre Tücken und der politische und finanzielle Hintergrund lassen grüssen. Heuer ist 2017. Wissen sie, was 2018 ist? 50 Jahre 68. Schon im November werde ich mit meinem längsten (nicht in cm – in Jahren) Freund nach Bern gehen.

Wenn die Energieszene Schweiz in Zukunft weiter federführend sein will, so braucht es die Kleinen, die Innovativen, nicht die geldgeilen. Entschuldigen sie, wenn ich so böse schreibe, aber meinen ersten Vortrag über Energie habe ich vor rund 50 Jahren gehalten und ab und zu mal was darüber geschrieben und erst noch oft dieses Stichwort nicht erwähnt. Ja, ab und zu bin ich im Sandwich. Was ist der beste Teil? Das dazwischen. Neutral.

Über Wasserkraft gäbe es noch viel und gross zu diskutieren. Es gibt viel mehr über Kwkw zu lesen, als wir glauben. Nur, die Wenigsten wissen es. Die preisliche Situation für uns Konsumenten wollen wir gar nicht erst anschauen.

Kwkw sind preislich in der Schweiz konkurrenzlos und in ihnen liegt die Zukunft. Wetten! Das schreibt einer, der auf seiner Visitenkarte schreibt „speziell für Ökologie, Ethik, Technologie, Energie“.

Martisches 6-Eck für Blog neu

Das Martische 6-Eck.

Ich freue mich ganz speziell auf Herrn Hunziker jun. von der Pfiffner Messwandler AG. Am 29. September um 17.00 Uhr beim Haupteingang! Und in Zukunft wird es flussabwärts weitergehen.

Hier noch das Handbuch Kleinwasserkraftwerke, wenn ihr mehr dazu lesen möchtet. Und die ganz Mutigen schauen sich vielleicht noch an, was uns die Zukunft bringen könnte, wenn Nikolai Tesla vor über 125 Jahren mit seiner Raumenergie oder freie Energie, nicht falsch gelegen ist.

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Wir sehen auf unserem Rundgang eine CB-Antenne oder … vielleicht wird uns ein Vorstandsmitglied einmal das Wasserauto mit der HHO-Zelle eines seiner Bekannten vorstellen. Ein Energieminderaufwand ist physikalisch nicht erklärbar, vermutlich auch in Zukunft nicht, aber als Alternativantrieb vorstellbar. Raumenergie, die ist vorstellbar, aber schwer zu begreifen. Es gibt immer mehr Hinweise, wie die lange für unmöglich gehaltenen Garvitationswellen, mit der Zeit doch Wellen schlagen. Ja, einige Kilometer weiter oben habe ich mit Kaderleuten eines Energieunternehmens über verschiedene Wellen gesprochen. Er meinte „absoluter Quatsch“ und Sie sagte „die kenne ich aus der Fliegerei“. Unterschiedliche Meinungen gibt es oft. Sogar im gleichen Energiekonzern. Der Mann gefiel mir, zumindest sein Gesichtsausdruck und solche dürfte in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch manncher haben, der nicht querdenken kann und neueste Forschungserkenntnisse nie anschaut.

 

 

Schöner mit Kindern, als Politikern zu diskutieren – gmv ist gefrat

Clean-Up-Day und nach über einem Jahrzehnt wieder mal über das Kompostieren berichten.

Liebe Kinder, wenn ihr gestern oder heute mitgeholfen habt, dann sag ich ganz herzlich merci. Wegwerfen ist „vom Teufel“ und am allerschlimmsten, wenn das irgendwo geschieht und nicht in die entsprechenden Abfalltonnen.

Mein Text wird etwas kompliziert, aber gebt ihn doch einmal euren Eltern zu lesen. Wir sollten zur Umwelt Sorge tragen, denn ihr lebt noch länger in ihr. Und die meisten wussten ja schon, dass man unsere Umwelt nicht einfach so kaputt machen soll. Total erfolgreich, was ihr alles an Zusammengelesenem unachtsam, absichtlich Weggeschmissenem eingesammelt habt.

Wow, die nächste Goggibüchse schmeissen wir auch aus dem Auto raus! Ne, nächstes Jahr wollen wir weniger eingesammelten Abfall finden. Abgemacht! Jeder hilft mit und wirft gezielt weg … nicht auf eine Ortstafel … in einen Recyclingbehälter.

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Ja, was findet mann hier … Lady Crackers. Ja, wie sagen wir denen auf Schweizerdeutsch? Die gehörten abgebrannt auch in eine Tonne.

Über das wie … das ist schon geschrieben worden. Der heutige morgen hat richtig Spass gemacht. „Darf ich das Vogelskelett mit nach Hause nehmen?“ Er durfte … und wurde gewarnt, dass die Mutter vielleicht nicht eitel Freude hat. Sie hat nicht reklamiert, denn sie war anscheinend unter den Helfern. 60 Jahre Unterschied haben heute miteinander diskutiert, Fragen gestellt. Anregung pur.

„Und ich möchte ein Schneckenhaus mitnehmen. Darf ich?“ Klar dürfen sie alle – drei waren dabei. Schade, dass ich nicht mehr mitgenommen haben. Sterben Schnecken im Winter? Könnte sein, denn im Frühling finde ich viele Häuser und habe die mal auf die Seite gelegt für jemanden, der sich nicht mehr meldet. Hermaphroditismus oder wie sich das d… Wort schreibt … weiter bin ich nicht gekommen. Lest selbst nach. Nicht einfach zu schnallen und schon gar nicht, wenn es um ähnliche Sachen wie beim Menschen geht. In dieser Beziehung … und diese sind vielfältig … brodelt es zur Zeit in der Schweiz. Kein echtes Naturschutzthema, eher ein Naturerhaltungsthema.

Schneckenhäuser wäre auch so was für einen Bring- und Holtag (BuH-Tag). Nicht hohl, das füllt etwas. Brauchbares wegzuschmeissen ist etwas vom dümmsten, was man volkswirtschaftlich machen kann. Unsere Wegwerfgesellschaft wird vermutlich an dieser Eigenheit zu Grunde gehen. Hervorgerufen durch die Lohnmanie … möglichst viel … und sie wissen dann nicht, wie blöd sie mit dem Geld umgehen wollen. Wegwerfen, was ein anderer brauchen kann, ist total blöd, denn mit dem gesparten Geld kann anderes gekauft werden. Es ist gut, wenn Geld im Umlauf ist und nicht all zu viel auf den Konten gehortet wird. Und wenn jemand etwas gratis erhält, wie zum Beispiel an einem Warentauschtag – so das hochdeutschte Wort für einen BuH-Tag – dann kann er seinen Komfort erhöhen … oder seine Sammlung erweitern. Ich selbst bin ja dankbares Opfer für Schallplatten, allenfalls gar CD’s … die heute weggeworfen werden, obschon sie viel die bessere Musikqualität bieten, als Handy und Cohorten .. weiter nehme ich jeden Zapfenzieher entgegen und selbstverständlich Briefmarken, Bierteller … Ideen zum weitergebrauchen habe ich fast immer.

Heute wurde mir gesagt, dass nur der Kurator des Museums noch schlimmer sei … ein gerngesehener Gast in der Hammerschmitte. Nebenbei haben wir auch über die letzten 600 Jahre im Ruedertal gesprochen. Alles schon irgendwo in einem Blog erfasst, aber derjenige, der ein Buch – für ziemlich viel Geld – schreibt, war noch nie hier. Sorry, wir kommen von der Ökologie in die Ökomie und da steckt extrem viel Politik dahinter. Mal schauen, ob ich den Artikel von Ueli finde. Bei diesem Link werden einige wenige schmunzeln, aber gehen wir auf die Suche nach dem, was der CEO der Gebäude-versicherungsantstalt des Kantons Bern bei Boe gelernt hat. Nicht gefunden – PR-Beilage im Bund über SwissECS 2017 – etwas hochgestochen und zu teuer.

Und der letzte Satz von Ueli Winzenried: „… vor allem, wenn diese ökologisch und ökomisch sinnvoll sind“. Seit Jahrzehnten sag ich das und seit über 12 Jahren steht das regelmässig im Finanzblog. Es geht immer ums Geld. Wenn wir Geld sparen können, dann machen wir es und vor allem, dann wird es nachgeahmt – sogar von der Industrei. So nach dem Motto:

Keiner ist gegen Umweltschutz.

Ich bin mir heute sicher nicht wie ein Komposti vorgekommen. Zweifacher Faktor älter als die Jüngsten … aber an denen hatte ich meine helle Freude. Schade, dass ich mir Namen nicht mehr merken kann, aber ich würde vermutlich seit heute alle Hühner des Ruedertals kennen. Echt toll, wie die Kinder mitgemacht haben. Fast wie „Grossväterchen erzählt.“  Das war echt spannender, als wenn man zig Journalisten im Blätterwald liest. Zumindest einer will konzentieren – dagegen rebellierten einige. Mal schauen, ob mir meine Tochter diese Zeitung besorgen kann. Wenn ihr oberster Chef das schaft, könnten die Medienmeinungen ja präziser werden – vielfälltig ist ungenau und vom Monopol sind wir noch weit weg.

Papier ist faszinierend. Vom Teebeutel, dem Manilahanf oder Faserbanane – die dürfen problemlos kompostiert werden, auch wenn gutverdienende Politiker im Nordosten das ablehnen. Die wollen nur, dass man den „Abfall“ bei ihnen abgibt. Ja, bei Abfall wird jede Menge an Geld verdient. Keine Links, aber die Meinung von Kindern im Ruedertal sollten die sich anhören … die sind intelligenter. Neophyten haben wir auch geklärt und vermutlich wächst im botanischen Garten von Zürich weiterhin der Pyrenäen Storchenschnabel … dort Chäslichrut genannt, wie der Gärtner die Meinung seines Chefs vertrat. Politik, Unwissen, Unvernunft, Geld … die Kinder sind echt, die denken unvoreingenommen. Keine Frage, die man nicht sofort beantworten kann. Na ja, einge Male muss man nachfragen, denn die Fragen kommen so leise und „schüch“, dass ich mit meinem Hörgerät doch Mühe habe.

Und übrigens, wenn wir wieder aufs Papier zurückkommen wollen. das haben die Kinder heute auch entsorgt … inkl. Karton und Cellofan und Einkaufstauschen. Gestern wurde auch die modernste Papierverarbeitungsanlage in der Schweiz eröffnet – Barec und morgen schaue ich mir diese an. Abfall ist faszinierend – wieso gibt es keinen Auffall?

Liebe Kinder, denkt quer, nicht nur auf Knall und Fall und wenn ihr mal auf Auffall trefft, so bedenkt, dass die im täglichen, zukünftigen Leben in dem wir leben müssen, „meschugge“ sind … gmv ist gefragt. Gesunder Menschenverstand.

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Habt eine eigene Meinung, hinterfrägt alles und entscheidet, was wirklich relevant und bestimmend ist. Einige „Gelbe“ schauen in eine andere Richtung. Ihnen entgeht nichts. Beobachtet die Natur und vielleicht nehmt ihr mal an Veranstaltungen des Natur- und Vogelschutzes Rued teil. Viel Spass und ihr habt mir heute echt viel Freude bereitet.

Auch beim Essen – auf die Farben kommt es an:

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Gelb ist schon wieder am meisten gefragt – auch bei den Blumen, die man essen kann und nicht zu kopostieren braucht. Die hellgelben Nachtkerzen oder der Schinkenwurz waren am schnellsten weg. Aber bitte, nicht einfach Blumen essen. Die Eltern fragen, denn es gibt bei uns fast in jedem Garten und in der Wildnis viele Blumen, die giftig sind.

 

Kompostieren – Clean-Up-Day2017

Erklären sie einmal in einer Viertelstunde Kindern und Jugendlichen, am Clean-Up-Day, wie ein guter Kompost aufgebaut ist.

Für die Kleineren: „Kompostieren mit Joe Cycle und Willi Wurm„.

15 Minuten sind wenig, für ein Gebiet, über das man problemlos mehrere Stunden sprechen kann. Also, einige Kübel mit verschiedenen Materialien anschleppen und dann darüber diskutieren, was kompostiert werden darf und was nicht.

Kompostieren heisst mischen und ist daher mit Kompott und komponieren verwandt. Im Grunde genommen funktioniert ein Kompost wie ein Mensch. Oben wird „Nahrung“ als Energie zugeführt und im Magen resp. im Kompost wird mit Hilfe von Flüssigkeit, Sauerstoff und vielen Kleinstlebewesen, wie Bakterien, das Endprodukt hergestellt – Erde oder beim Mensch, das was er nicht verwerten konnte.

Beim Tier kennt man es besser, als beim Menschen. Hier werden vor allem bei Kühen die Reste mit dem Stroh, das im Stall ausgestreut war, auf den Mist geworfen und man lässt das Ganze vergären und bringt es als Mist oder Gülle auf die Felder, damit Pflanzen „Kraftnahrung“ erhalten.

Der Mensch braucht Sauerstoff und auch der Kompost. Unsere eingeatmete Luft enthält 21 % Sauerstoff und 0,03 % Kohlendioxid. Die ausgeatmete Luft enthält 17% Sauerstoff und 4 % Kohlendioxid. Der grösste Teil des Rests ist Stickstoff, den er wieder ausatmet. Der Mensch produziert genau gleich wie das Auto Co2 und im Kompost entsteht auch Co2. Die Pflanzen wiederum brauchen Stickstoff und Co2. Zurzeit haben wir zu viel Co2 auf unserer Erde und deshalb werden in Zukunft Pflanzen noch mehr gedeihen, als früher.

Als wir in meiner Kindheit die ersten Autobahnen hatten, gab es praktisch keine gut wachsenden Pflanzen an Autobahnen. Probleme hatten sie vor allem mit dem Blei, das als Abgas für Pflanzen und Mensch gefährlich war. Diese Gefahr ist seit Jahren gebannt. Nun wächst alles viel schneller und üppiger an Strassen, weil sich dort relativ viel Co2 befindet. In Zukunft wird in unseren Gärten das Unkraut noch stärker wachsen und der Rasen muss häufiger geschnitten werden. Beobachtet das mal in den nächsten vielleicht 20, 30 Jahren.

Kompostieren wird in Zukunft noch wichtiger und es ist nicht sinnvoll, Material aus dem gute Komposterde gewonnen werden kann, in den Abfall zu geben und den zu verbrennen.

Zum Kompostieren hier einige Links:

Kompostieren ist keine Kunst – manchmal ein wissenschaftlich umstrittenes Gebiet. Soll nun eine Orangenschale in den Kompost oder nicht? Ich kompostiere sie, aber vermische immer mit anderem. Und wenn ich halt zu viel Gras habe, dann kommt auch das auf den Kompost. Im schlimmsten Fall braucht es länger als ein Jahr, bis gute Erde vorhanden ist. Und wenn ihr Platz habt, dann einfach mit „Abfallbrettern“ und Armierungseisen vier immer kleinere Kammern bauen. Im kleinsten ist die durchgesiebte Komposterde und die andern werden regelmässig in den nächsten umgeschichtet. Was noch zu wenig verrottet ist, kommt wieder in das alte Abteil zurück.

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Viel Spass beim Austesten und noch eins, mit der Zeit verrottet fast alles … aber Gift und Chemie wollen wir nicht in unseren Gartentomaten … und die allermeisten gekauften schmecken garantiert schlechter … nach tomatenrotem Wasser.

Wer sich mehr mit dem fantastischen Bereich der biochemischen Wege rund um und in der Welt auseinandersetzen möchte, beschäftigt sich am besten mit deren Kreisläufen:

Und wer jetzt langsam an der Ökologie – der Lehre vom Haushalt – Spass bekommt, der kann sich in meinem Finanzblog umsehen, wie die Ökonomie damit verbunden werden kann. Tragt Sorge zu unserer Umwelt und wer Lust hat, kommt mal bei einer Veranstaltung vom Ruedmilan vorbei, dem Natur- und Vogelschutz-Verein Rued.

Und noch einen Ratschlag zum Lernen. Lernt das, woran ihr Spass habt und hört nie auf den Ratschlag, dass irgend etwas keine Zukunft hat. Wer begeistert ist, macht immer was daraus. Freude und Glück sind wichtig – der Rest kommt von alleine. Und lernt immer wieder dazu – alles ändert sich, manchmal viel zu schnell.

Kleinwasserkraftwerke und Hochwasser

Am 29. September 2017 findet die Exkursion Kleinwasserkraftwerke statt. Einige Bilder von Gestern – „Land unter“ in unserer Umgebung.

Kurz vor fünf Uhr wird es dunkel, es prasselt und donnert. Blitze sind keine zu sehen, denn es giesst in Strömen. Das Sonnensegel bei meinem Gartensitzplatz ist längst zerrissen. Die Eisenstange, die noch eine Ecke hält ist total gekrümmt – inklusive des 10er Armierungseisen. Es stürmt, wie ich es bei der Hammerschmitte noch nie erlebt habe. Die Dachrinnen und der Ablauf sind voll, das Wasser ergiesst sich in Strömen auf der ganzen Südseite. Dann dreht die Windrichtung und das ganze Spiel wiederholt sich auf der Nordseite, Hagel setzt ein. Nach rund einer halben Stunde ist der Sturm vorbei.

Glück gehabt. Die Rued steigt kräftig, aber die macht mir weniger sorgen, als das Rinnsal hinter dem Haus. Es fehlt nicht viel, dass das Abflussrohr, das unter der Strasse in den Bach geht, das Wasser nicht mehr fassen kann. Mit dem Rechen Gras und kleine Äste entfernen, die am Gitter hängen bleiben. Sollte einmal kein Rechner, rechnen kann eh selten die Obrigkeit, da sein, gibt es wieder eine Überschwemmung. Der Kanton hat es so gewollt und die Behörden kennen das Risiko. Der ehemalige Kantonsingnieur, der die Strasse durch die Matt neu gebaut hat, kennt auch den weiteren Nachteil. Das Strassenniveau ist heute höher als früher und Wasser hat die Eigenschaft, dass es nach unten fliesst und die Mauer gegen den Bach lässt das Grundwasser nicht mehr so schnell abfliessen. Früher hatte man viele solcher Probleme im Griff und heute staunt man, wie viele Bausünden begannen werden.

Nicht jammern, es ging ja noch einmal gut. Das Wasser, das auf dem Weg dahin fliesst, bringt Blätter und Gras mit und verstopft den Senklochdeckel, es nimmt den falschen Weg, gegen das Haus. Auf Hauchdeutsch heisst das Dohlendeckel, aber fragen sie mich nicht, was das mit Dohlen zu tun hat. Eine Abwasserrinne würde dieses Problem lösen. Man kennt das Problem seit mindestens acht Jahren. Extreme Regenfälle werden in Zukunft garantiert nicht abnehmen. Die Klimaschwankungen lassen grüssen.

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Sobald man Zeit hat,  den Fotoapparat zu holen, ist das Ganze schon fast vorbei. Das sind nur die Probleme eines einzigen Hauses. Was aber geschieht, wenn ganze Dörfer, Städte und Täler nicht auf Hochwasser ausgelegt sind, zeigt die Aargauer-Zeitung. Im Ruedertal haben wir relativ gesehen, noch Glück gehabt. Ich entschliesse mich, nach Hirschtal zu fahren. Dort gibt es garantiert einmalige Bilder des Wasserkraftwerks der Firma Pfiffner Messwandler AG, das wir an der Exkursion besichtigen werden.

Auf dem Weg dorthin gibt es schon einiges zu sehen. In Kirchrued ist die Feuerwehr am Keller auspumpen und einige Stellen sehen wie im Winter aus – stärkerer Hagelschlag.

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Das ist nicht die erste Problem-Stelle, aber hier halte ich mal auf der Strasse, sorry, dem Geschiebe an. Es hat nur wenige Unentwegte, die recht langsam fahren …

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… und den Schlossruedsee bestaunen …

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… und missachten auch nicht das Parkverbot …

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… und auch hier sind nicht alle Parkplätze belegt. Ganz alles fotografiere ich nicht. „Die Kürbisse frei Haus“, schneller als die A-Post schaue ich nur an. Vom Hang vor die Haustüre geschwemmt. Nicht zwei drei … Kubikmeter weise. Halloween ist geradezu erholsam.  Vermutlich sind die Kürbisse noch nicht ganz reif. Angeschwemmt wurden sie mit allen Ranken und Blättern. In einem Spielfilm wäre dies zum Lachen, hier zum Weinen.

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Die Aussicht auf einen See soll etwas Beruhigendes haben – mit Blick auf das KKW Gösgen. Nach 5/4 Stunden ist schon wieder „schönes Wetter“ …

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… und auf unserer Exkursion werden sie garantiert keinen See mehr sehen, dafür Eindrücke erhalten. Vermutlich wird es sie etwas elektrisieren.

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Eindrücke auch hier, aber elektrisch läuft nichts mehr. Verstopft oder sicherheitshalber abgestellt? Und was ist mit dem Schlauch? Antwort gebe ich keine. Das sind Fragen, die sie am 29.9. stellen können. Haben sie sich das Datum eingetragen. 17.00 beim Empfang des Gebäudes im Hintergrund. Hoffentlich kommen nicht viele, damit ich viele Fragen stellen kann. Spass beiseite, aber Energie ist ein unerschöpfliches, spannendes, ja elektrisierendes Thema.

Eben im Radio: man geht in Zofingen von einem Schaden in 3-stelliger Millionen-höhe aus. Was wäre mit guter Planung vermeidbar gewesen? Planung ist extrem wichtig, denn Feuer kann man bekämpfen, Wasser nicht. Wasser ist extrem notwendig und fast nicht einzuschätzen. Ich kann ihnen an der Exkursion über die drei Schluchten erzählen, wo wir ein Hochwasser hatten, das weit weit über 100 Meter war, oder Frankreich, wo es rund 20 Meter gab. Wasser ist die wichtigste chemische Verbindung auf der Welt. Für den Menschen gibt es noch ein chemisches Element, das wichtiger ist – Sauerstoff. Zahlen rund um Wasser können zum Staunen anregen. In einem normalen Jahr liefere „ich“ rund 8 000 000 Liter Wasser, die durch die Suhre fliessen. Als Eselsleiter kann ich mir knapp 1000 Liter pro Stunde merken. Energie und Wasser faszinieren mich. Als Präsident sage ich ja, dass ich für Umweltschutz zuständig bin und nicht für Vögel und jetzt staune ich, wie oft ich schon über diese geschrieben habe …

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… und Holz sind es auch etliche Male. Freuen sie sich, nicht auf das Unwetter, das wir hatten, sondern auf die Exkursion. Ein fast endloses Thema.

Aber merken sie sich zwei Sachen.

  1. Hartes Brot ist nicht hart. Kein Brot ist hart.
  2. Wasser ist weniger schlimm, als kein Wasser.

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Wasser fliesst zudem oft ab. Es dauert manchmal und auch meine Kamera war leider keine Nikonos, nicht ganz wasserdicht. Die Linse beschlagen. So konnte ich am andern Kraftwerk oberhalb keine Fotos machen … oder hätte einen extremen Weichzeichner … und so wollen wir an der Exkursion nicht diskutieren. Alles ansprechen und ich versuche recht neutral zu bleiben, Vor- und Nachteile abzuwägen. Das ist mein Beruf, nebst Venture Capital und dies wird sicher auch zur Sprache kommen. Merken sie sich eins. In diesem Sektor sagt man, dass eins von zehn Projekten zum Erfolg führt. Oder neun auf der Strecke bleiben.

Auf dem Weg nach Hause habe ich noch über das Wirbelstromkraftwerk diskutiert. Wenn diese Personen an die Exkursion kommen, dann haben wir garantiert keine Zeit, das nebenan liegende Rapid-Museum als Zugabe anzuschauen. Vermutlich könnten wir den „Abend füllen“, wenn wir mit der Dame über Hochwasserprobleme im Kanton Aargau diskutieren.

Wenn wir die darin erwähnte Rot auch noch ins Gespräch bringen, dann wird es ein langer Abend. 140 Seiten „Zur Ermittlung der natürlichen Niedrigwasserabflüsse Q347 im schweizerischen Mittelland“ liegt zwei Meter neben mir bereit. Schweizerische Datenaufnahme zur Wassergeschichte. Signiert vom Verfasser. Und wenn sie mich überfordern, fragen wir mal den Ehemann der Gotte meiner ältesten Tochter an, ob er etwas über Hydrologie erzählen kann. Eigentlich schade, dass ich ihn schon lange nicht mehr gesehen habe. Ich möchte, ich wüsste ähnlich viel wie Rolf und vor allem ich könnte so viel bewegen.

Vielleicht ist er genauso ausgelastet, wie die Spezialisten vom WWF: „Im Moment bin ich mit Wasserkraftwerken wirklich massiv zugedeckt und es stehen auch einige grosse Neukonzessionierungen an…. Grundsätzlich ist es aber sehr wichtig, immer wieder an die Basis zu gehen und die Problematik der Kleinwasserkraft aufzuzeigen …“. Basis. Das ist halt Ansichtssache. Ja, ich geniesse es, zwischen extremen Meinungen zu sein, im Sandwich, Und was ist das beste am Sandwich – der Schinken mitten drin. Und demjenigen, der wie mein ehemaliger Praktikant und dann Geschäftsführer heisst, aber nicht identisch ist, wünsche ich viel Durchhaltewillen, denn dass was er zwischen … und  … schreibt, ist viel wichtiger als Beruf, Geld.

Beachten sie das letzte Bild im letzten Link. Vor 32 Jahren war das die Foto einer Geburtsanzeige. „Wir hoffen, dass nach dreissig Jahren die Welt nicht wüst und öde ist“ (sorry, den genauen Text müsste ich im oberen Stock nachschauen).

Sie ist es und wird es bleiben! Arbeiten sie mit uns daran.