Goldfasan im Ruedertal

Die Umgebung der Hammerschmitte scheint auf exotische Tiere einen Anreiz auszustrahlen.

Vor knapp zwei Jahren haben wir einen Karakal eingefangen. Kaum zu glauben, aber der Goldfasan, der es heute in meinem Bächlein gemütlich gemacht hat, lies sich nicht einfangen. Vermutlich wissen wir aber, wo der schöne Vogel entwichen ist. Nur, da nimmt keiner das Telefon ab. Vielleicht sind sie am suchen. Derweil der Fasan vermutlich in Richtung nach Hause ist.

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Nach Wiki soll der Goldfasan nur in China und in England frei lebend vorkommen. In England ist er vermutlich ausgebüxt und hat es sich gemütlich gemacht. Eine Partnerin zu finden wird in der Schweiz nicht so ganz einfach sein. Also, nach Hause in die Voliere.

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Na ja, er schaut mir nachdenklich zu, aber dann ab in den Steilhang. Zumindest findet er vermutlich genügend Nahrung in der Umgebung.

Vernehmlassung zum Konzept 2030 von BirdLife Schweiz

Die allgemeinen Bemerkungen zum Entwurf des Konzept 2030 von BirdLife Schweiz finden sie in der Info 1/17 – April auf Seite 3 und den Konzept-Entwurf als PDF.

48 Seiten – entschuldigen sie mich, wenn ich da mit der Natur vergleiche: Vor lauter Bäumen sieht man den Wald nicht mehr. Ein äusserst umfassendes Werk für ein Konzept. Es lässt alle Spielmöglichkeiten zu und in keinem Punkt kann man wirklich dagegen zu sein. Nur, mir fehlt Konkretes. Zwei Punkte sind mir aufgefallen.

  • Eine gemeinsame internationale GIS-Plattform für zumindest die Erfassung der Vogelstandorte wird nirgends erwähnt. ÖkoloGISch, bioloGISch, strateGISch, ornitholGISch, hydroloGISch, leGISlativ reicht mir nicht. LoGISch? Die Anliegen sollten bekannt sein, denn sie wurden von uns auf kantonaler und nationaler Ebene vorgetragen.
  • BirdLife gehört zu den drei grössten Naturschutzverbänden der Schweiz. Im Konzept auf Seite 27 sieht man die Verteilung von BirdLife in der Schweiz. Spätestens hier sei die Frage erlaubt, weshalb man nicht eine Zusammenarbeit anstrebt. Der Natur wär es sicher recht. Die beiden andern grossen Verbände dürften pro natura und JagtSchweiz sein. Oder ist es der WWF Schweiz. Wir kennen nicht einmal unsere „Konkurrenz“.

Wer sich äussern will, kann das über uns oder direkt an werner.mueller@birdlife.ch mit Kopie an info@birdlife-ag.ch bis am 10. Juni machen. Besten Dank.

 

Der Gebrüder Grimm’sel Stausee

Märchen haben den Vorteil, dass sie immer gut ausgehen.

Fast immer. Aber gut für wen? Den Wolf, die Prinzessin, die Räuber oder das Waisenmädchen? „Doppelt bitter für Umweltverbände„. Auch dieser Titel dürfte nicht ganz der Wirklichkeit entsprechen. Viel dazu brauche ich nicht mehr zu schreiben – das geschah vor zehn Jahren und geändert hat sich nicht viel. Immer noch Bio-Grüne gegen Energie-Grüne. Und ich selbst bin mittendrin, wie im Sandwich. Was ist das beste am Sandwich? Der Schinken mittendrin. Na ja, nur um die Hälfte die Staumauer zu erhöhen bringt keinem etwas.

Das Moor, die Arven. Sorry, manchmal finde ich das einen Verhältnisblödsinn. Nichts dagegen, dass man die Natur schützen will, aber um welchen Preis. Vermutlich werde ich am 29.9.17 mit der Exkursion Kleinwasserkraftwerke etwas deutlicher, wie heute oft auf Flusskrebse und Fische mehr Rücksicht genommen wird, als auf Menschen. Und die meisten sind ja überzeugt, dass der Klimaanstieg nur durch selbigen erzeugt wird und die Gletscher deshalb schmelzen. Oder anders gesagt, Arven gedeihen auch 200 Meter höher. Übrigens, sind sie schon mal am Grimselstausee entlang gelaufen? Das ist übrigens auch mit Kindern zu bewerkstelligen. Nur damals hatte es vermutlich weniger Wanderer, als es diesen Sommer haben dürfte.

Vor zehn Jahren kam auch Toni Vescoli im Beitrag vor. Von ihm gibt es ein Stück, die „N1“, das ich leider nur als Youtube-Konserve habe. Hier sieht und vor allem hört man die Gegensätze. Eine fährt mit Grimselstrom rund um die Grimsel rum und Toni singt über die Autobahn …

… und wir sprachen meist über Wasser, das ohne Druckleitung seine Kraft hat.

Vereinsversammlung – Kurzbericht

Die Vereinsversammlung vom Natur- und Vogelschutz Verein Rued fand am 10.3.2017 in der Pizzeria Sternen Schmiedrued statt.

Der statuarische Teil verlief reibungslos und es wurde gar nie abgestimmt. Die Vereinsmitglieder haben immer einstimmig geklatscht. Hätten wir nicht alle gesehen, wie sie sich an der  Akklamation beteiligten, hätte rein rechtlich die Frage nach Nein-Stimmen und Enthaltungen gestellt werden müssen. Der Mitgliederbeitrag bleibt bei CHF 35.– obschon wir für den Dachverband mehr abliefern müssen. Da dies der momentane Kassabestand zulässt, wurden auch die Getränke aus der Kasse bezahlt.

Am meisten Freude bereitete den Anwesenden bei der Programmvorschau die Exkursion „Kleinwasserkraftwerke“ vom 29.9.2017 mit einer Besichtigung der Pfiffner Messwandler AG in Hirschtal. Nebst dem eigenen Blog www.ruedmilan.ch wurden die neuen Möglichkeiten bei einer Nistkastentour im Referat von Stephan Marti, dem Präsident, erläutert.

In der heutigen Zeit wäre es theoretisch kein Problem, die Daten mit einem Handy unter einem Vogelhaus stehend, in eine GIS-Datenbank (Geografisches Informations System) einzugeben. In der Praxis sieht das anders aus. Handnotizen werden erfasst, teilweise von verschiedenen nicht koordinierten Personen und wenn es gut kommt, werden diese Daten auf einer von zwei grösseren Datenbanken in der Schweiz von Drittpersonen eingetippt. Ziel sollte sein, dass alle Naturschutzbeflissenen  eine gemeinsame öffentliche Plattform bedienen. Wieso nicht die von BirdLife International, die auch ein Erfassungs-App hat?

Unsere Vogelkästen sind wertvoll, weil einige bedrohte Arten zu wenig natürliche Nistgelegenheiten finden. Die Vogelwarte Sempach schreibt: “ Ein neuer Brutvogel-Atlas soll Grundlagen liefern, um gefährdete Arten besser schützen zu können. Hunderte von Ornithologen machen sich in den nächsten 4 Jahren auf die Suche nach einheimischen Brutvögeln. Aus den gesammelten Daten wird die Vogelwarte Sempach einen Atlas erstellen, der in Umfang und Präzision weltweit einmalig ist.“ Es wird 2018 ein wertvolles, hilfreiches Buch

Der Vorstand des NVV Rued hat erlebt, wie unsystematisch und ohne Hilfsmittel gearbeitet wird. Ein halbes Jahr nach der Felderfassung sollten wir Ergänzungsmaterial in Monatsfrist über Zugsvögel liefern, die schon lange im Süden sind. So die Praxis. Die Ornithologen, die 100 km2 betreuen könnten durch viele Naturschützer ergänzt werden. Der verlinkte Film zeigt Herrn Vogel in der Umgebung von Zofingen. Den sollten wir einmal kennen lernen. Diese Stadt lebt zum Teil von Software, die einige Freaks, darunter auch der Referent, aufgebaut haben – www.borsalino.ch, heute Bargeld genannt.

Es wäre eine Chance für eine ökonomische Ökologie, aber leider gibt es noch wenige die beide Gebiete studiert haben. Von der bei allen Beteiligten angeregten gemeinsamen Diskussion hört man nichts. Es wird nicht ganz einfach sein, denn die Schweizer wollen eigenständig bleiben und auch im Naturschutz will jeder seine Pfründe schützen.

Am 15. März findet im Naturama eine Veranstaltung über das AGIS statt – sie ist schon ausgebucht. Eine tolle GIS-Plattform. Sie kennen unsere Ideen und der Mauersegler, der im Brutvogelatlas im Ruedertal garantiert nicht stimmen wird, orientiert sich nicht an Grenzen und trumpiert sich nicht bei hohen Mauern. Immerhin, wir haben Zeit, die nächste Datensammlung wird voraussichtlich 2033 starten. Vielleicht weiss dann der Buntspecht auch, dass das zweifüssige Lebewesen, das dauernd und überall mit den Fingern tickt, keine Körner oder Würmer sucht … sondern irgendwas Internettes, vielleicht gar seine Hausnummer und Informationen über seine Mitbewohner online erfasst.

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Ergebnisse der Umfrage:

  • Tagesausflüge/Exkursionen werden Halbtagesveranstaltungen vorgezogen

Folgende Veranstaltungen stossen auf Interesse:

  1. Rebbergwanderung
  2.  ARA, Biogasanlage und Recyclingzentrum sowie Besichtigung eines Rhododendron-Parks und Saurierspuren
  3. Blumen-/Gemüsebörse oder Salatzucht, sowie Drohneneinsatz beim Tierschutz oder eine Straussenfarm
  4. Nussbäume oder Alpacas
  5. Altkleidersamlung oder Recycling einer Verteilzentrale, sowie zwei Projekte, wo selbst „Hand angelegt“ werden müsste

Bei der Gestaltung der nächsten Jahresprogramme werden wir diese Liste wieder zur Hand nehmen. Neue Ideen sind immer willkommen und wir nehmen diese gerne auf.

Hier noch der Vereinsversammlung 2017 – Seiten aus WB_021 vom 17. März 2017. Besten Dank für die Berichterstattung.

 

 

Jahresbericht 2016

Wenn sie den Jahresbericht 2016 in Prosa erwarten, dann muss ich sie enttäuschen – das war letztes Jahr eine Ausnahme.

Vieles ist schon internett erfasst und da wollen wir doch nichts Neues dazu erfinden. Wie in einem Blog üblich – Altes wird von neuem nach unten verdrängt.

Jahresprogramm 2016

Verschiedene Vorstandsmitglieder haben mehrere auswärtige Veranstaltungen besucht – Sensenkurs in Gränichen – gesamtschweizerische Naturschutztagung in Unterentfelden (da braucht nicht nur einer zu gehen, da können alle teilnehmen) – Regionalhöck, da waren wir zu zweit und können dies auch belegen – Milan Ausgabe 1-2017, Seite 31 (ist noch nicht aufgeschalten). Vermutlich habe ich nicht alles erfasst, aber die Zeit eilt so schnell … nehmen sie doch einfach im diesem Jahr auch mal teil.

Ob alle Nistkästen ausgemistet wurden, wage ich zu bezweifeln. Aber wir haben das mit Bananenschachteln gemacht und alten Papiere durchgeschaut, was wir archivieren wollen. Das umfangreiche Material von birdlife Aargau und Schweiz haben wir entsorgt und eine Adressliste erstellt, dass nun alle Mitglieder und einige Opinienleader die Informationen in Zukunft direkt erhalten. Es fehlen aus der Vergangenheit noch einige Protokolle, aber vermutlich finden wir die auf dem einen oder anderen PC … wenn sie nicht heute Abend schon an der Vereinsversammlung als aufgefunden gemeldet werden.

Zudem haben wir über das geplante Windkraftwerk Kulmerau/Kirchleerau berichtet und als erste festgehalten, dass dieses vermutlich aus ökonomischen Überlegungen nicht gebaut wird. Ganz herzlich möchten wir Rolf danken, der uns die Information zur geplanten Verschiebung in ein zu rodendes Waldstück, wo die Wasserfassung ist, als erster zukommen liess.

Herzlichen Dank auch allen Vorstandsmitgliedern für ihren Einsatz – die einen mehr, die andern berufsbedingt etwas weniger. Und ein herzliches Dankeschön für den Besuch unserer Veranstaltungen … und das ihr als Mitglied des Natur- und Vogelschutz Vereins zur Natur schaut. Und gestattet mir noch einmal die Frage: Zählen Vögel nicht auch zur Natur?

Was so alles im Vereinsjahr 2016 abgelaufen ist, sehen sie in den verschiedenen Blogeinträgen.

GIS-Kurs

Im Naturama findet ein GIS-Kurs statt – Geografisches Informations System.

Schade eigentlich, jede Veranstaltung wird zig-fach kommuniziert, aber diese sehe ich erst heute. Eine Woche vor dem 15.3.2017 um 19.30. Da bin ich in Genf, meinem Konjunkturbarometer, allenfalls auf dem Weg zurück nach Hause.

Sie arbeiten mit dem AGIS (A für Aargau). An der Vereinsversammlung von diesem Freitag, werdet ihr auch einige Bilder daraus sehen.

Für Vogelstandorte ist dieses System suboptimal, wie es heissen müsste. Besser als alles, was es bisher für uns gab, aber „nur“ für den Kanton Aargau. Den Vögeln ist das egal, die fliegen nach Süden, ob da nun einige gedachte Grenzen sind oder nicht. Vögel fliegen nicht kantönliweise, die fliegen global.

Kinderleicht soll das sein. Wieso muss ich dann zuerst mal einige zig Menschen überzeugen, dass der Aargau, die Vogelwarte Sempach, birdlife etc. uns den Zugang zur weltweiten Datenbank öffnen soll. Und wieso ist nur schon der abgedruckte Link im Milan zum GIS-Kurs sofort als Irrläufer zu erkennen? Kinderleicht, alles. Nur eben für die meisten nicht. Und die meisten IT-Spezialisten haben viel zu wenig Fantasie.

Eurogeo hat den Status einer UNO-NGO erhalten. Eine Nachricht, mit der die allermeisten Leser nichts anfangen können. Vermehrte Ausbildung schadet sicher nicht und vor allem, gemeinsame Datenbanken nutzen wäre sinnvoll. Das ist das Ziel der United Nations.

Eurogeo UN-NGO-Status

Dieses Bild habe ich geklaut. Nicht selbst geschossen. Mein Bruder wird mir verzeihen, dass ich sein Bild aus dem Facebook kopiert habe. Herzliche Gratulation und vielleicht sehen wir uns mal in Genf bei der UN im Menschenrechtssall.

10. März 2017 – Generalversammlung

GV um 20.00 im Restaurant Pizzeria Sternen in Schmiedrued – oder schon ab 18.00 wer auf eigene Kosten etwas essen will.

Generalversammlung (GV), Hauptversammlung (HV), Mitgliederversammlung oder Jahresversammlung. Welches ist jetzt die richtige Bezeichnung für einen Verein? Die Vereinsversammlung gemäss ZGB Art. 64. Die GV ist bei juristischen Personen vogesehen. Eigentlich das Einzige, das ich bisher mit Sicherheit wusste. Die HV gibt es rechtlich nur in Deutschland und entspricht unser GV. Aber wir können dem sagen, wie wir wollen.

GV – 10.3.17 20.00 Uhr im Sternen Schmiedrued
Traktanden
1. Begrüssung
2. Wahl des Stimmenzählers
3. Protokoll der letzten GV
4. Jahresrechnung und Revisorenbericht
5. Jahresbeitrag Fr. 35.-
6. Jahresbericht des Präsidenten
7. Tätigkeitsprogramm 2017
8. Verschiedenes

Anschliessend halte ich ein Referat  über „Möglichkeiten des Internets für den Natur- und Vogelschutz“. Wer eine Idee hat, kann mir diese oder einen Link vorgängig zukommen lassen. Ideen sind auch am Abend willkommen, denn dieses Gebiet ist unerschöpflich.

Wer auf eigene Kosten etwas essen will: wir treffen uns ab 18.00 Uhr im Restaurant und zeigen im Hintergrund Bilder aus der Natur.

Hier das erste Bild – vor einem Bier nach einem Ausflug in leichtem Gallop durch die verschneiten Hochalpen vom Ruedertal.

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Pino Serratore, der Wirt. Lassen sie sich überraschen, ob es auf der Pizza da Pino wirklich Kiefernholz hat. Buon appetito ist garantiert.

 

Biodiversität im Siedlungsraum …

… contra Zerstörung, so wie es heute vielfach leider läuft. Einige Eindrücke von der BirdLife-Naturschutztagung, der 20.

Die Referate werden bei BirdLife Schweiz aufgeschaltet – aber vorerst halte ich einiges fest und es würde mich freuen, wenn das nächste mal mehr als einer aus dem Ruedtal dabei ist.

Hoffentlich haben nicht alle einen Gehörschaden davongetragen. Nicht der Referate wegen, sondern der Akkustik beim Mittagessen. Die war richtig grauenhaft. Eines der schlechtesten Beispiele der Schweiz, die ich kenne, wenn sich rund geschätzt 200 Personen unterhalten. So ist unsere Zeit. Es gäbe viele Beispiele, wie man dem Probelm auf den Leib rücken könnte. So ist es auch in der Natur. Man wüsste wie, aber Vieles wird noch nicht gemacht. Deshalb die Vorträge, wie man es machen könnte. Und übrigens, die schlechte Akkustik ist in der Bauschule Aarau in Unterentfelden zu finden. Nicht eben ein gutes Ohmen für die Bauausbildung. Hoffen wir, dass die Schüler dort aus schlechten Beispielen lernen und in Zukunft nur Gutes erreichen. Vorbilder für Akkustik finden wir in Kirchen. Wenn sie Lust haben, begleiten sie uns zum Reformationsjubiläum nach Bern und erleben sie beim liberalen Pilgern einige Gotteshäuser, die gute Beispiele sind. Und eine Dame, die heute einen Vortrag hielt, möchte ich da einbauen. Für die Natur müssen sich alle einsetzen, auch die Kirche.

Auf die einzelnen Referate nehme ich nicht Bezug, aber aus meiner eigenen Erfahrung gibt es hier einige Zusatzbemerkungen. Viel Spass.

Das Gebiet um die Limmat wurde als abschreckendes Beispiel erwähnt. Weinigen als guter Gegensatz hervorgehoben. Besuchen sie mal das Kloster Fahr und dessen Umgebung.

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Langenthal, meine alte Heimat, wurde als gut vernetztes Gebiet für Tierkorridore gezeigt. Wie sieht es mit dem gepanten Autobahnzubringer aus? Wir haben darüber zu Dritt diskutiert. Es gilt einiges zu beachten.

Naturfindetstadt.ch geht ab 2017 von der Stadt Baden ans Naturama. Merkt euch diese Adresse. Mit Schildern „hier findet Naturschutz statt“ könnten wir auch im Ruedertal durchführen.

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Basel und die Bäume. Mit dem Habegger wird geprüft, ob ein alter Baum noch hält. Andernorts wird einfach mal mit der Motorsäge das Risiko aus Haftpflichtgründen minimiert.

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„20,7 tote Vögel pro Windenergieanlage“

In der „Medienmitteilung von BirdLife Schweiz vom 28.11.2016: Heute hat das Bundesamt für Energie eine Studie zu Schlagopfern an der Windanlage Peuchapatte im Kanton Jura veröffentlicht. Die Studie ergab 20,7 tote Vögel pro Windenergieanlage und Jahr.“

Das ist eine ganz traurige Medienmitteilung. Einerseits, dass so viele Vögel gestorben sind und vermutlich noch viel mehr sterben werden. Auf der andern Seite bringt diese Medienmitteilung nur einige reisserische Sätze, aber keine brauchbaren Daten und schon gar keinen Link.

Hier ist das Dokument über Le Peuchapatte:

„Vogelzugintensität und Anzahl Kollisionsopfer an Windenergieanlagen am Standort Le Peuchapatte (JU) – Schlussbericht
Publikationsnummer:
Projekt:
501139 – Zusammenhang zwischen Vogelzugintensität und Anzahl Kollisionsopfern an Windenergieanlagen
Datum der Veröffentlichung:
17.11.2016
Autor/in:
Janine Aschwanden, Felix Liechti“
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Damit sie die 20,7 Vögel, die im Durchschnitt an den drei Windturbinen erfasst wurden, nachvollziehen können, wären einige genossene Semester Statistik keinesfalls von Nachteil. Von beiden Seiten her wird auf extreme Art informiert. Viel zu wenig oder viel zu viel. Das ist der Tod der Ökologie, des Umweltschutzes. Gegen die Umwelt ist niemand, aber sie wird nur geschützt, wenn der Sinn verstanden wird. Wenn jeder sieht, was er machen muss. Komplizierte Sachen einfach erklären und nicht ganz Kompliziertes einfach weglassen.
Und das „heute“ machte mich stutzig. Wie will BirdLife gleichentags eine Bundesstudie und dann noch aus dem Energiebereich präsentieren. Man weiss, dass solche nie einfach zu verstehen sind. BirdLife hat es zu diesem Thema ja nicht einmal geschafft, aus der Projektgruppe uns Talbewohnen zu informieren, dass im Wald neue Standorte für die Windturbinen geplant wurden. Und es wurde von allen Seiten versprochen, dass die Beteiligte Bevölkerung immer sofort informiert wurde.
NGO’s und der Energiesektor haben bei der Information versagt. Von letzterem sind wir uns das gewöhnt. Wir kennen nichts anderes, würden einige sagen, aber bis auf die zweitletzte Information hat es eigentlich fast mustergültig geklappt. Die ganze Geschichte ist nun bekannt und ich danke an dieser Stelle meinem „Netzwerk“ und vor allem denen ganz herzlich, die per Kommentar, Mail oder Telefon heisse Informationen an den Mann bringen.
Sollten sie im 76-seitigen Bericht auf den Transekt oder die Transekte stossen, so hat das nichts mit Schaumwein oder Religion zu tun. Und damit die Kirche tatsächlich im Tal bleibt, lest doch mal etwas über USRIII.